19. März, 2010 von Hilke
Letzter Tag ohne Schoki. Das schaffe ich doch mit links. Ich könnte mir heute in der Mittagspause ein schönes Frikadellenbrötchen holen. Wenn ich Hunger auf ein Frikadellenbrötchen habe.
Oder ich könnte mir auch eine Fischfrikadelle kaufen. Das habe ich in der Mittagspause zwar noch nie gemacht. Aber irgendwann muss das erste Mal sein. Oder einen Burger. Ja, warum nicht einmal einen Burger? Wenn ich Hunger darauf habe.
Auf jeden Fall habe ich erst morgen wieder Appetit auf Schokolade.
Und gleich zum Frühstück, bei einer Tasse Samstagmorgenkaffee werde ich sie ganz genüsslich auf der Zunge zergehen lassen. Erst morgen. Heute hätte ich auch gar keine Lust dazu gehabt. Da hatte ich äußersten, ja kaum zu bezähmenden Appetit auf ein Butterbrot. Ohne Nutella.
Zieh, Hilke, zieh! Halte durch!
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18. März, 2010 von Hilke
Heute hätte ich es fast getan: Den Schlüssel zum Süßigkeitenschrank umgedreht, nach einer Tafel gegriffen, ein Stück abgebrochen, hineingebissen … Aber nein. Ich halte mich an mein Versprechen. Grrrr.
Keine Schokolade.
Ich glaube, ich habe noch nie so viel über Schokolade nachgedacht, wie diese Woche. In der ich sie nicht essen darf.
Wahrscheinlich ist das immer so. Wenn man sich ein bestimmtes Auto kaufen will, sieht man plötzlich nur noch dieses Modell über die Straßen fahren. Wenn man Durst hat, sieht man nur noch Leute, die gerade was zu Trinken haben. Wenn man Schokolade will, …
Aber nein, ich will ja gar keine.
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16. März, 2010 von Hilke
Was soll ich sagen? Schwingt da mehr Überraschung oder mehr Empörung in meinen Worten mit?
Gestern Abend wurde vor mir ein Riegel Schokolade versteckt. Mit einem Grinsen erklärte mir mein Mann: “Also, nach Schokolade brauchst du nicht zu suchen. Die habe ich versteckt. Sehr gut versteckt.”
Mit triumphierendem Blick verschwand er dann in der Küche, um ein gesundes Mahl aus Gemüse zuzubereiten. Und um mich – ohne das süße, geschmackvolle, wunderbare Produkt aus Kakaobohnen – schmoren zu lassen.
Zu meiner Reputation: Natürlich habe ich nach dem Riegel gesucht. Natürlich habe ich ihn auch gefunden.
Und natürlich habe ich ihn genommen, in meiner Hand gewogen … und zurück in den Süßigkeiten-Schrank gelegt.
Ha.
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15. März, 2010 von Hilke
Ich verzichte. Auf Schokolade. Warum? Weiß ich auch nicht mehr!!! Naja, so ganz stimmt das nicht.
Ich kann mich schon sehr genau daran erinnern, dass wir in der Jugendredaktion ein Experiment beschlossen haben: Wir wollten fasten. Auf etwas verzichten, das wir gern mögen und das eigentlich nicht lebensnotwendig ist. Ein Luxusgut. Schokolade eben. Was bietet sich mehr für solch eine (verrückte) Sache an?
Beginn: heute!!!
Also gut: Versprochen ist versprochen. Ich lasse für die nächsten fünf Tage (Beginn: heute – das möchte ich klar festhalten), die Finger vom Süßkram. Von der Schokolade jedenfalls. Lakritze, zum Beispiel, ist erlaubt. Kuchen auch. Wenn er keinen Schokoguss hat.
Heute Morgen habe ich einen großen, großen Bogen ums Nutella gemacht. Habe vom Schweineöhrchen nur den nicht schokoladigen Teil abgebissen. Und denke gerade schon wieder ans Thema. Nämlich, dass ich wohl auch heute Abend keinen Riegel von besagter Masse … (ich vesuche mal, auf das Wort zu verzichten, vielleicht muss ich dann weniger dran denken) verdrücken werde. Sparsame Aussichten.
Ich muss meinen Verstand mit Mühe daran erinnern, dass Fasten mehr ist als verzichten. Religiös gesehen: eine Reinigung. Wer fastet, bereitet sich auf das Osterfest vor. Und wem dieses Argument nicht genügt, der kann natürlich auch noch in Richtung Waage schielen. Da war ich übrigens schon lange nicht mehr drauf. Vielleicht in fünf Tagen mal wieder.
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