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Geschwisterchen als Nachzügler: Harte Zeiten für Teenager

28. Juli, 2010 von redaktion

Als Teenager noch ein Geschwisterchen zu bekommen - das ist eine besondere Situation. Foto: dpa

Als Teenager noch ein Geschwisterchen zu bekommen - das ist eine besondere Situation. Foto: dpa

Sie selbst sind schon aus dem Gröbsten raus, und dann kommt nach Jahren nochmal ein Geschwisterchen nach. Jugendliche fühlen sich neben dem Nesthäkchen schnell überflüssig. Mit den Eltern feste Zeiten auszumachen, in denen einem die volle Aufmerksamkeit gehört, macht vieles leichter.


Auch das noch! Erst haben sich die Eltern getrennt, dann verliebt sich ein Elternteil in einen neuen Partner - und bekommt mit diesem nun ein Kind. Auch wenn man selber schon Teenager ist, taucht plötzlich wieder ein Kleinkind im Leben auf. Das kommt gar nicht so selten vor, immerhin leben viele Jugendlichen in Patchwork-Familien.


Aufmerksamkeit der Eltern


Da passiert es immer wieder, dass sie nach vielen Jahren noch ein kleines Geschwisterchen dazubekommen. „Das ist eine wirklich blöde Situation für die meisten Jugendlichen“, sagt Diplom-Psychologin Elisabeth Raffauf aus Köln.


„Für manche war es bislang auch nicht immer einfach, die Aufmerksamkeit der Eltern zu bekommen - und viele Jugendliche haben die Sorge, dass das mit einem Baby nicht besser wird.“ Maria El-Safti-Jütte vom Berliner Kinder- und Jugendtelefon ergänzt: „Viele Jugendliche haben dann Angst, nicht genügend Aufmerksamkeit der Eltern zu kriegen.“

Das sei beunruhigend und mache oft auch schnell eifersüchtig auf das neue Geschwisterchen. Hinzu kommt, dass das Baby nicht nur eine Konkurrenz um die elterliche Aufmerksamkeit ist, wie Expertin Raffauf sagt. „Dieses Kind hat das Glück, in einer kompletten Familie aufzuwachsen.

Das tut weh, denn ich lebe ja nun in einer Patchworkfamilie und habe Angst, dass ich mich nun noch mehr wie das fünfte Rad am Wagen fühle.“


Das muss allerdings nicht passieren. „Sicherlich kann ein kleines Geschwisterchen aus Sicht des Jugendlichen nerven“, sagt der Familienforscher Prof. Hartmut Kasten von der Ludwig-Maximilians-Universität in München. „Allerdings kann man sich gerade als Jugendlicher leichter abgrenzen, so dass das Kind keine große Beeinträchtigung fürs eigene Leben wird.“


Gegengewicht zum Familienleben schaffen


Schließlich könne man sich mehr auf seine Freunde oder möglicherweise den eigenen Partner konzentrieren und so ein Gegengewicht zum Familienleben schaffen. Dennoch sollten Jugendliche versuchen, sich nicht aus der eigenen Familie zurückzuziehen, sondern für ihre eigenen Bedürfnisse einzustehen.


„Schon während der Schwangerschaft kann man mit den Eltern die eigenen Sorgen besprechen und klären, wie es künftig weitergehen soll“, sagt Raffauf. Wie stellt ihr euch unser Leben vor, wenn das Baby da ist? Was soll meine Rolle sein? „Das kann man ruhig immer wieder ansprechen und Details klären, die für den Alltag wichtig sind“, sagt Raffauf.


 Dazu gehöre beispielsweise, ob die Eltern im normalen Tagesablauf dann noch Zeit für einen selber haben. „Das ist vorher zwar etwas schwer abzuschätzen, und man muss vieles auch erst auf sich zukommen lassen. Dennoch kann man schon früh versuchen, bestimmte Dinge zu besprechen.“


Langsam an neue Situation herantasten


Auf diese Weise könne man sich langsam an die neue Situation herantasten und die eigenen Ängste vielleicht etwas abmildern. Dabei kann übrigens helfen, sich bei Freunden und Bekannten umzuhören.


„Viele Jugendliche teilen dasselbe Schicksal“, weiß Raffauf. „Deswegen kann man sie fragen: Wie war es denn bei dir? Wie läuft es, seitdem das Baby da ist?“ Ist das eigene Geschwisterchen dann tatsächlich da, könne es helfen, feste Termine mit den Eltern auszumachen, an denen sie nur für einen selbst da sind.


Nach dem Motto: Am Samstagnachmittag ist Mama für mich da. Außerdem kann es mit dem Baby auch richtig klasse werden, betont El-Safti-Jütte. „Viele Jugendliche finden es spannend zu sehen, wie so ein kleines Kind aufwächst und sich schnell entwickelt.“


Die große Schwester sein


Außerdem sei es ein schönes Gefühl, sich zumindest manchmal um jemand anderen zu kümmern, der noch ziemlich hilflos sei. „Vor allem aber bewundern einen die kleinen Geschwister häufig“, sagt die Expertin. „Die große Schwester oder der große Bruder ist dann so etwas wie ein großes Vorbild - und das kann ja durchaus eine schöne Erfahrung sein!“


Von dpa

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Kategorien: Freunde, Gefühle

Angelas spitze Zunge: Backfische

12. April, 2010 von angelaohm

Ein paar freie Bahnen im schwimmbad: Jugendredakteurin Angela Ohm hätte sie gern vor sich gehabt ... zum Schwimmen. Foto: dpa

Ein paar freie Bahnen im schwimmbad: Jugendredakteurin Angela Ohm hätte sie gern vor sich gehabt ... zum Schwimmen. Foto: dpa

Teenager gelten ja allgemein als unhöflich, zickig, selbstgerecht usw.
Außerdem haben wir angeblich keine Manieren und sind rücksichtslos gegenüber Senioren und kleinen Kindern ...

... Manchmal muss ich sogar zugeben, dass die ein oder andere Anschuldigung meinen Altersgenossen und mir gegenüber sogar gerechtfertigt ist. Aber das meiste ist übertrieben.


Episode im Schwimmbad


Deshalb war ich auch ziemlich erstaunt, als ich im Schwimmbad einer Clique begegnete, die sich (fast) genauso wie die oben genannten Beispiele verhielt.

Ich hatte zusammen mit einer Freundin schon ein bisschen geschwommen, da kamen sie nacheinander ins Becken und rissen sich einfach Stück für Stück “unsere” Bahnen unter den Nagel. Wie fies! Dabei wollten wir nur in Ruhe Bahnen ziehen, doch nun hatten wir andauernd diese Bande vor uns.

Anstatt zu schwimmen, ließen die sich nämlich eher durch das Wasser gleiten, während sie sich seelenruhig unterhielten. Versuchten wir vorbei zu kommen (Platz machen wäre ihnen ja im Traum nicht eingefallen), schaute die Frechste uns nur spöttisch an.


Das halbe Becken für sich reserviert



Das fand ich schon ziemlich dreist. Vor allem, weil es nämlich gar keine Gleichaltrigen waren.

Nein, das waren keine Teenager, die sich wie unreife Backfische benahmen. Das war ein kleines Kaffeekränzchen im Alter meiner Großeltern, die sich aufführten, als hätten sie das halbe Becken für sich reserviert.



Also hier mein Rat für Senioren: Wenn ihr euch wie typische Teenager benehmen wollt, dann kauft euch doch ein Handy und tauscht giggelnd SMS aus, oder noch besser: Chattet in Facebook, nur bitte nicht im Schwimmbad!


Von Angela Ohm

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Kategorien: Gefühle, Spitze Zunge


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  • Sommer am Phoenix-See - so kam das Wasser in die ehemalige Industriebrache. ticker4u.de/blog/2011/06/am-phoenix-see-ein-ort-zum-leben/
  • Zu Besuch bei DEW21. Infos über die Ausbildung in einem modernen Energie-Unternehmen. ticker4u.de/blog/2011/05/dew21-stellt-berufe-vor/