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Karriere-Umweg über die Hauptschule

25. August, 2011 von kirsten

Lena Löll hätte auch gleich anfangen können, Karriere zu machen. Stattdessen gab sie nach ihrem BWL-Studium erst einmal Unterricht in einer Problemschule.

Lena Löll hätte auch gleich anfangen können, Karriere zu machen. Stattdessen gab sie nach ihrem BWL-Studium erst einmal Unterricht in einer Problemschule.

Nach der Uni auf die Hauptschule: Immer mehr junge Leute wollen nach dem Studium erstmal etwas völlig anderes machen. Die Initiative Teach First schickt sie an Problemschulen. Vor allem bei Top-Absolventen ist die bewusste Karriere-Pause beliebt.

Lena Löll hätte sofort durchstarten können. Mit Bestnoten hatte die BWL-Studentin die Uni verlassen. Doch statt sich einen gut bezahlten Job zu suchen, ging die Betriebswirtin an eine Hauptschule. Dort arbeitete sie zwei Jahre lang mit Kindern, die Probleme mit dem Lernstoff hatten. Dafür bekam sie 1750 Euro brutto im Monat. „Teach First“ nennt sich die Initiative, die Top-Studenten nach der Uni an Problemschulen schickt. Nicht allen Lehrern ist diese Verstärkung recht.

 

Idee aus den USA


In den USA hat sich die Teach-First-Idee in den vergangenen 20 Jahren weit verbreitet. In Deutschland gibt es Teach First seit zwei Jahren. Lena Löll zählte zu den ersten, die an dem Programm teilnahmen. „Ich hatte so viel Glück durch mein Elternhaus, bin beim Abitur und im Studium unterstützt worden. Deshalb wollte ich etwas zurückgeben und anderen helfen, die diese Unterstützung nicht erhalten“, erzählt sie.

Bei vielen „Fellows“ sei die Motivation ähnlich, sagt Ulf Matysiak, Geschäftsführer von Teach First Deutschland. Ihr Leben lang hätten sich die meisten auf ihre Karriere vorbereitet. Aber wenn sie dann nach der Uni eigentlich durchstarten könnten, entschieden sie sich für ein soziales Engagement. „Viele wollen nach dem Studium einmal ganz andere Erfahrungen sammeln und etwas Praktisches machen“, sagt Matysiak.

 

700 Bewerber für gut 50 Plätze


Rund 700 Bewerber gibt es in Deutschland jedes Jahr für die gut 50 Plätze. Neben Top-Noten erwartet Teach First von den Bewerbern auch, dass sie schon Erfahrungen im sozialen Bereich gesammelt haben - etwa als Mitarbeiter in Vereinen oder in Hochschul-Organisationen. Drei Monate lang bereitet die Organisation ihre „Fellows“ auf ihren Einsatz vor. Dann geht es an die Schulen.

Lena Löll kam in eine Hauptschule in Bergisch Gladbach. „Ich war direkt mit Herzblut dabei“, erinnert sie sich. „Der Einsatz ist kaum vordefiniert. Am Anfang haben sich erstmal alle zusammengesetzt und überlegt, was die Schule braucht und was ich mit meinem Profil bieten kann.“ Schließlich machte sich die Betriebswirtin mit den Schülern daran, einen Kiosk aufzubauen. Eine extra gegründete Schülerfirma kümmert sich nun um den Betrieb.

 

Kritik


Die Fellows kamen in Deutschland gerade am Anfang längst nicht überall gut an. Die Lehrergewerkschaften in einigen Bundesländern sahen die Teach-First-Kräfte als Konkurrenz und übten massive Kritik an dem Modell.

Der Bielefelder Pädagogik- und Psychologie-Professors Rainer Dollase hält diese Kritik für unberechtigt. Im Auftrag von Teach First und den beteiligten Bundesländern hat er das Programm an zehn Schulen untersucht. Sein Fazit über die „Fellows“: „Sie machen Lehrern keine Konkurrenz, sondern entlasten diese.“

 

Bildung begeistert


Lena Löll nimmt aus den zwei Jahren an der Hauptschule in Bergisch Gladbach auch für sich persönlich wichtige Erfahrungen mit: Die Betriebswirtin will sich auch nach ihren zwei Jahren an der Hauptschule mit Bildung beschäftigen. Damit lässt sich zwar nicht das große Geld verdienen. „Aber ich habe gemerkt, dass mich Bildung begeistert und dass mich die Arbeit sehr erfüllt.“

dpa

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Kategorien: Und sonst noch

Bloß nicht zu wissenschaftlich: Referate müssen einfach sein

10. August, 2010 von redaktion

vor einem großen Plenum zu sprechen: Für viele Menschen ist das sehr aufregend. Foto: dpa

vor einem großen Plenum zu sprechen: Für viele Menschen ist das sehr aufregend. Foto: dpa

Das Herz schlägt bis zum Hals, der Kopf wird knallrot - und am liebsten würde man im Boden versinken. Ein Referat halten zu müssen, ist für manche der reinste Horror. Dabei lässt sich die Aufregung mit der richtigen Vorbereitung gut in den Griff bekommen.


Viele Studenten tun sich schwer damit, vor dem ganzen Seminar ein Referat zu halten. Dabei seien solche Vorträge eigentlich nur dann schwierig, wenn man es sich zu schwer macht, sagt Rhetorik-Dozent Olaf Kramer von der Uni Tübingen. Denn ein gutes Referat darf auf keinen Fall kompliziert sein.


Auswählen der wichtigen Punkte

 

„Die große Kunst ist die des Weglassens und des Auswählens der wichtigen Punkte“, sagt Kramer. Der wichtigste Tipp sei aber: „Man muss gut vorbereitet sein.“ Dazu gibt es ein paar Faustregeln:


  • VIER WOCHEN VOR DEM REFERAT: Spätestens jetzt sollte mit dem Dozenten geklärt werden, um welches Thema es geht und wie lang der Vortrag werden soll. Dann geht es in die Bibliothek. Für ein kleines Referat im Bachelor-Studium reiche in der Regel ein gutes Lehrbuch als Grundlage, sagt Alfred Brink, der an der Universität Münster Kurse zum wissenschaftlichen Arbeiten gibt.


  • ZWEI BIS DREI WOCHEN VORHER: Jetzt geht es darum, das angelesene Wissen in eigene Worte zu fassen und eine Argumentationsstruktur für das Referat zu erarbeiten. „Wenn man eine Gliederung fertig hat, sollte man sie einigen Studienfreunden geben. Die werden merken, wo logische Lücken und Fehler sind“, rät Brink. Dann geht es an die inhaltliche Ausarbeitung. „Als erstes sollte man den Hauptteil fertig machen, erst danach die Einleitung und den Schluss“, rät Kramer.


  • EINE WOCHE VORHER: Nun folgt der Feinschliff. „Entscheidend ist die Reduktion auf einzelne, schlagende Argumente“, erklärt Kramer. Auf Karteikarten sollten Studenten Stichpunkte aufschreiben, an denen sie sich beim Vortrag entlanghangeln können. Komplett abgelesene Vorträge sind oft verpönt. Aber ein bisschen tricksen sei schon erlaubt, findet Kramer: „Man kann den Anfang ausformulieren. Dann muss man nicht gleich krampfhaft nach den ersten Worten suchen.“ Auch den Schlussteil könne man komplett aufschreiben.


Eine Powerpoint-Präsentation gehört heute eigentlich zu jedem Referat dazu. „Auf keinen Fall sollte man zu viele Folien zeigen oder die Folien überfrachten“, warnt Brink. „Sonst können die Zuhörer dem Vortrag gar nicht mehr folgen, weil sie sich auf die Folien konzentrieren müssen.“


  • DIE LETZTEN TAGE: Jetzt geht es ans Üben. „Man muss mit dem Inhalt vertraut sein, damit man souverän vortragen kann“, sagt Kramer. „Manche Studenten schreiben noch bis fünf Minuten vor Seminarbeginn an ihrem Referat. Da hat man dann beim Vortrag das Gefühl, die hören ihren eigenen Text selbst zum ersten Mal.“ Am besten sei es, die Situation vor Freunden durchzuspielen. Nur so merkt man auch, wie viel Zeit man für den Vortrag eigentlich braucht.


  • ES GEHT LOS: Der Seminarraum ist voll, dutzende Augenpaare richten sich auf einen. Jetzt bloß keinen roten Kopf kriegen, denkt mancher noch - und spürt schon das Blut in den Kopf schießen. „Erstmal sollte man sich klarmachen: Das ist nur eine Ausbildungssituation“, sagt Edith Püschel von der Psychologischen Beratung der Freien Uni Berlin.


Dann müssten sich Studenten der Situation aber einfach stellen: „Man kann das Publikum nicht ausblenden“, sagt die Psychologin. „Vielen hilft es aber, Freunde im Publikum zu suchen und anzugucken. Dann hat man einen Blickanker und muss nicht an die Decke starren.“ Langfristig gebe es aber nur ein Mittel gegen Lampenfieber: „Erfahrungen sammeln und immer wieder Referate halten.“


Von dpa

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Kategorien: Uni, Zukunft

Ausbildung oder Studium – das ist hier die Frage

14. April, 2010 von redaktion

Ausbildung? oder Strudium? Unsere beiden Autoren wägen die Vor- und Nachteile ab. Foto: dpa

Ausbildung? oder Strudium? Unsere beiden Autoren wägen die Vor- und Nachteile ab. Foto: dpa

Nach dem Abitur stehen viele Jugendliche vor der Frage, ob sie lieber ein Studium oder eine Ausbildung beginnen sollen. Auch wir stehen kurz vor der Wahl.

Wir besuchen zurzeit die Höhere Handelsschule am Konrad-Klepping-Berufskolleg in Dortmund und machen nächstes Jahr unser Fachabitur. Und spätestens dann müssen wir uns entschieden haben. Da stellt sich die Frage, welche Perspektiven es für unsere weitere berufliche Zukunft gibt.

 

Einblick in viele Berufe

 

Auf der einen Seite ist die Wahl eines Studiums von Vorteil für die Jugendlichen, die noch kein klares Berufsziel haben, da sie während des Studiums durch Praktika Einblicke in viele Berufe bekommen können. Dazu sind die Karrierechancen nach dem Abschluss eines Studiums viel höher, da man qualifizierter ist.

 

Zusätzliche sollte man berücksichtigen, dass laut Statistik das Risiko, arbeitslos zu werden, nach Abschluss eines Studiums viel geringer ist.

 

Studium dauert im Vergleich länger

 

Anderseits muss man wissen, dass ein Studium lange dauert. Somit ist am Anfang das Ende des Studiums schwer abzusehen. Dazu kommt, dass man während des Studiums kein festes Einkommen erhält.

Dies hat zur Folge, dass man z.B. erst spät selbstständig werden kann. Ein Studium benötigt ebenfalls eine Finanzierung. Somit kann es sein, dass man neben dem Studium noch arbeiten muss, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

Jedoch hat eine Ausbildung ebenfalls ihre Vor- und Nachteile. Ein Vorteil für die Wahl einer Berufsausbildung ist natürlich, dass man beginnend mit der Ausbildung ein eigenes Gehalt erhält. Dazu ist die Gesamtdauer der Ausbildung überschaubar.

 

Übernahme nach der Ausbildung

 

Die Chancen auf eine Anstellung durch Übernahme nach der Ausbildung stehen ebenfalls gut, da ein Unternehmen einen Mitarbeiter nach dreijähriger Ausbildungszeit gut kennt. Auf der anderen Seite sollte man beachten, dass weniger Spielraum zum freien Handeln bleibt.

 

Somit ist man stark an die Weisungen seines Arbeitgebers gebunden. Dazu kommt, dass das Wechseln in andere Berufe schwierig wird, da man nach einer dreijährigen Ausbildung auf einen Beruf spezialisiert ist. Außerdem sind die Karrierechancen limitierter und die Aufstiegschancen ziemlich gering.

 

Persönliches Fazit

 

Angesichts der vielen Argumente , die für bzw. gegen Studium und Ausbildung sprechen, tendieren wir zu verschiedenen beruflichen Richtungen, die wir nach unserem Fachabi einschlagen wollen.

Ich (Frauke Bartonitz) tendiere stark zu einer Ausbildung, da für mich die Vorteile ein eigenes Gehalt zu bekommen im Vergleich zu einem Studium überwiegen.

Ich ( Kevin Propanda) möchte nach der Schule lieber studieren, da ich mein Berufsziel des Rechtsanwaltes verfolgen möchte - und da ich in diesem Beruf gute Chancen für meine Zukunft sehe.

 

Von Frauke Bartonitz und Kevin Propanda, Konrad-Klepping-Berufskolleg, Dortmund

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Kategorien: Beruf, Zukunft

Studium: ja, nein oder lieber jein?

07. April, 2010 von redaktion

Wenn wir uns die letzten Demonstrationen der Studenten in Erinnerung rufen und die Debatten über ihre Forderungen für Veränderungen an den deutschen Hochschulen, die durch die Medien gezogen sind, verfolgen, so überlegt der eine oder andere vielleicht zweimal mehr, ob er nach der Schule tatsächlich ein Studium in Angriff nehmen möchte oder nicht doch eine Ausbildung beginnen sollte.


Die Demonstrationen standen hauptsächlich unter dem Motto „Freie Bildung für alle“. Die Studierenden besetzten deutschlandweit Hörsäle, riefen zu Vollversammlungen auf und organisierten spontane Streiks.

Der Kampf gegen Studiengebühren und gegen das Bachelor- und Master-System erzeuge bei den Studierenden einen ernormen Arbeitsdruck und führe zu minderwertigen Abschlüssen. Die neuen Organisationssysteme an manchen Universitäten ruinieren den Stundenplan und erzeugen dadurch viele weitere Probleme im Studienalltag.

 

Studiengebühren sind auch ein Hindernis


Bildung sei das Wichtigste für die Zukunft, darüber sind sich alle einig. Während aber bei Banken innerhalb weniger Tage Milliardensummen verfügbar sind, werden Bildungseinrichtungen finanziell immer schlechter gestellt.

Viele Schüler sehen sich aufgrund der Studiengebühren dazu gezwungen, eine Ausbildung anzutreten, obwohl sie eigentlich lieber studieren würden. „Die Gefahr vor dem finanziellen Ruin und vor Schulden ist zu hoch und meine Eltern können mir solch ein Studium nicht bezahlen“, so beispielsweise eine Schülerin einer Abschlussklasse.


Fakt ist, dass bereits viele Studenten verschuldet sind und nun einem noch viel größeren Druck ausgesetzt sind, das Studium schnell zu beenden und anschließend so schnell wie möglich eine Festeinstellung zu finden.


Entscheidung für oder gegen das Studium


Die Angst vor Schulden ist also ausschlaggebend für die Entscheidung für oder gegen ein Studium. Sollte das wirklich die Entscheidungsgrundlage sein?


Es muss sich also unbedingt etwas im Bildungssystem ändern, damit alle ein Recht auf Bildung haben, ganz gleich ob jung oder alt, arm oder reich.


Von Christian Basan und Nikolei Graz, Paul-Spiegel-Berufskolleg Dorsten

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Kategorien: Uni, Zukunft

Die Uni-Dinosaurier: Magister und Diplom in Bachelorzeiten studieren

04. Januar, 2010 von redaktion

Noch immer studieren viele junge Menschen auf Magister - doch wir das immer schwieriger. Foto: dpa

Noch immer studieren viele junge Menschen auf Magister - doch wir das immer schwieriger. Foto: dpa

Einsam reckt sich eine Hand aus der 60-köpfigen Gruppe von Studenten. Die meisten davon machen einen Bachelor und studieren nach Credit-Points - dem Bologna-Pendant zum klassischen Seminar-Schein. Nur einer ist anders: „Und was ist mit dem Magister?“


Es gibt sie noch


Der Dozent blättert irritiert in seinen Unterlagen und fragt: „Magister? Gibt's die denn noch?“ Es gibt sie. Denn die alten Abschlüsse sind an der Uni noch lange nicht ausgestorben. Auch wenn sie vielerorts wie Dinosaurier behandelt werden: als ausgestorbene Gattung. Das macht das Studieren nicht gerade einfacher.


Studenten in den alten Studiengängen stellen sogar immer noch die Mehrheit an deutschen Hochschulen: Im Wintersemester 2008/09 haben 57,1 Prozent auf ein Staatsexamen, Magister oder Diplom hin studiert. Das ergeben laut Monika Schröder vom Bologna-Zentrum der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Bonn neueste Zählungen des Statistischen Bundesamtes.

„Über die redet aber niemand mehr“, sagt Felix Koch vom Allgemeinen Studierenden-Ausschuss der Freien Universität Berlin. „Die versuchen nur noch durchzukommen.“


Durchboxen: Manche Seminare werden gar nicht mehr angeboten


Und das ist gar nicht immer so leicht. Der Bachelor-Student Koch kennt Kommilitonen, die noch die alten Abschlüsse anstreben. Deren Studienordnungen schreiben mitunter aber Seminare vor, die gar nicht mehr angeboten werden. Weigern sich die Professoren, für die mittlerweile dezimierte Zahl der Altstudenten am Institut ein Seminar anzubieten, heißt es hart bleiben.

„Auf Institutsebene dagegen angehen“, rät Koch. Konfrontiere man die Professoren mit konkreten Forderungen, lasse sich einiges durchboxen.


Zu den häufigsten Problemen der Studenten im alten System zählt das geringer werdende Kursangebot. „Seminare, Vorlesungen und Kurse gehen sukzessiv zurück“, hat Koch beobachtet.

Zwar sei es den „Alten“ erlaubt, auch Bachelor-Vorlesungen zu hören. Es gebe aber immer wieder Anrechnungsprobleme. Was nicht genau auf den Studiengang zugeschnitten ist, wird nur mitgezählt, wenn der Prüfer kulant ist.


Als „eine Frage der Anerkennung“ benennt auch Prof. Michael Breitner von der Universität Hannover das Problem. An seinem Institut für Wirtschaftsinformatik werden viele Vorlesungen für alt und neu zusammen angeboten. Die reinen Diplom-Vorlesungen laufen 2011 aus.

Zurzeit sei das Angebot für die „Diplomer“ genauso gut wie zu der Zeit, als sie anfingen, sagt der Institutsleiter. „Aber das kann nicht ewig so gehen.“ Irgendwann seien diese Studenten gezwungen, aufzuhören oder in den Bachelor zu wechseln.


Wechsel nicht ohne Probleme möglich


Studiengang-Wechsel ist für Asta-Mitglied Koch ein rotes Tuch. Meist könne ein Diplom- oder Magisterstudent nur in den Bachelor wechseln, nicht aber in den Master - auch wenn er schon im Hauptstudium und damit quasi überqualifiziert für den Bachelor ist.


Rettung kann laut Koch im Ernstfall der Vertrauensschutz sein - das Recht eines jeden Studenten auf die Möglichkeit, ein begonnenes Studium nach den ursprünglichen Regeln zu Ende zu bringen.

Ihm sei erst ein Fall bekannt, in dem die Uni einen Diplom-Studenten der Wirtschaftswissenschaften exmatrikuliert hat. „Das wurde aber wieder zurückgenommen.“ Wieder einmal war „dagegen angehen“ die Zauberformel.


Berücksichtigung beruflicher Kompetenzen


Dabei könnte sich ein Wechsel in den Bachelor-Studiengang durchaus lohnen, findet Monika Schröder. Die neuen Studiengänge seien „inhaltlich mehr auf Lernergebnisse ausgerichtet und nicht inputgesteuert wie die alten“.


Aus der größeren Berücksichtigung der im Beruf benötigten Kompetenzen ergebe sich ein stärkerer Bezug zum Arbeitsmarkt. Einen generellen Vorsprung will Schröder den Absolventen der neuen Studiengänge gegenüber denen mit traditionellen Abschlüssen aber nicht bescheinigen.


Sie vermutet, dass kleine und mittelständische Unternehmen im Moment noch eher die Abschlüsse bevorzugen, die sie von jeher kennen, „weil sie wissen, was sie erwarten können“. Personalabteilungen großer Unternehmen dagegen hätten wahrscheinlich die besseren Mittel, sich mit den neuen Abschlüssen und Qualifikationen zu beschäftigen.

Sie stellen daher möglicherweise eher die neuen Absolventen ein, sagt Schröder. „Ich bin sicher, dass in einigen Jahren die Neuen überall der Maßstab sein werden.“


Von dpa

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Kategorien: Uni, Zukunft

Duale Studiengänge: Zwischen Lehrbuch und Lehrling

09. Dezember, 2009 von redaktion

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Es gibt hervorragende Wege, Studium und Ausbildung zu verbinden. Foto: dpa

Praxis und Theorie sind zwei Paar Schuhe? Von wegen. Die Fachhochschule (FH) Dortmund bietet ab dem Wintersemester 2010 drei duale Studiengänge an.


Industrielles Servicemanagement, Softwaretechnik (SWT) oder doch Versicherungswirtschaft? Die Bewerber haben dann die Qual der Wahl.


Unternehmen arbeiten mit FH zusammen


Rund 30 regionale Unternehmen arbeiten mit der Fachhochschule zusammen und bieten den praktischen Teil an. Die FH sorgt dafür, dass die Theorie nicht zu kurz kommt.

Neben Fleiß und Einsatz müssen die jungen Menschen mindestens Fachhochschulreife und einen Vertrag bei einem der kooperierenden Betriebe vorlegen.

Erst dann kann man sich an der FH einschreiben und durchstarten. Doch FH-Rektor Wilhelm Schwick schickt auch mahnende Worte hinterher: „Nicht jeder ist für den dualen Studiengang gemacht. Wir haben einen hohen Anspruch. Es ist viel Engagement gefragt.“

 

Den enormen Zeitaufwand solle man nicht unterschätzten. Nebenbei „jobben“ sei nicht möglich und nötig. Denn: Der Betrieb zahlt entweder Bafög oder das 3. Lehrjahrgehalt.


"Abbrecher-Statistik":  Gute Bedingungen wirken sich aus


Dazu übernimmt das Unternehmen noch die anfallenden Studiengebühren. Die guten Bedingungen wirken sich auch in der „Abbrecher-Statistik“ aus. Beispiel Industrielles Servicemanagement: Bei einem normalen Studiengang liegt die Abbrecher-Quote bei 30% bis 40%. Beim dualen Studiengang liegt die Quote bei unter 10%.

Diese Zahlen belegen, dass man Praxis mit Theorie sehr gut verbinden kann. Also ran an die Bewerbung und los geht’s. Denn schon jetzt ist die Nachfrage nach den Studienplätzen gewaltig.


Weitere Infos unter:
 » www.fh-dortmund.de


Von Daniel Müller


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Kategorien: Uni, Zukunft


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  • Sommer am Phoenix-See - so kam das Wasser in die ehemalige Industriebrache. ticker4u.de/blog/2011/06/am-phoenix-see-ein-ort-zum-leben/
  • Zu Besuch bei DEW21. Infos über die Ausbildung in einem modernen Energie-Unternehmen. ticker4u.de/blog/2011/05/dew21-stellt-berufe-vor/