“Was wollen wir? Gewinnen!”
04. März, 2010 von redaktion

Mit aller Kraft kämpften die beiden Mannschaften um den Ball. Foto: Altenkämper
Nach langer Zeit hatten wir wieder ein Spiel, weil die Winterpause zu Ende ist und jetzt die Rückrunde der C-Liga der Mädchen beginnt.
Ich spiele bereits seit sechs Jahren bei GW Selm. Die Positionen des Torwarts, eines Stürmers, im Mittelfeld und in der Abwehr habe ich bereits gespielt. Seit den letzten beiden Spielzeiten habe ich meinen Stammplatz in der Abwehr.
Obwohl ich schon an vielen Spielen und Turnieren teilgenommen habe, ist jedes Spiel anders.
Team stimmt sich ein
Diesmal bestritten wir ein Heimspiel gegen Seppenrade. Bei Heimspielen treffen wir uns immer eine Stunde vorher, um den Platz vorzubereiten, wie die Tore an die richtige Stelle zu platzieren und die Netze an den Toren zu befestigen. Nachdem das alles geschehen ist, gehen wir in die Kabine und unser Trainer teilt uns mit, welche Rückennummer wir bekommen.
Daraufhin ziehen wir uns um und führen Gespräche. Die Stimmung war sehr locker. Wir haben Witze gerissen und uns auch über Privates unterhalten. Wenn alle fertig umgezogen sind, kommt unser Trainer zu uns in die Kabine und sagt uns, auf welcher Position wir spielen und auf wen wir besonders gut aufpassen sollen.
Aber zwischendurch wird der Trainer durch uns mit ein paar Witzen oder Sprüchen unterbrochen. Das ist immer so bei uns.
Übungen zum Aufwärmen
Nachdem alle Rahmbedingungen für das bevorstehende Spiel besprochen sind, gehen wir auf den Platz und bereiten uns körperlich auf das Spiel vor. Unser Kapitän macht uns die Übungen zum Warmmachen vor. Währenddessen kommen die Gegner, und wir machen uns ein Bild von ihnen. Besondere Aufmerksamkeit richten wir auf die Größe der Gegenspieler, weil unsere Mädels relativ klein sind.
Vor dem Anpfiff begrüßen wir die Gegner und den Schiedsrichter. Nachdem das erfolgt ist, sammelt sich unsere Mannschaft im Kreis zusammen und motiviert sich ein letztes Mal mit diesem Spruch: „Was wollen wir? Gewinnen! Einer für alle, alle für einen. Alles ist gut, so lange du wild bist. Ahhhhh…“
Zu Beginn des Spieles stellten wir schon fest, dass die Gegner sehr selbstbewusst sind. Diese Einschätzung hat sich in der ersten Minute des Spieles bewahrheitet. Da kassierten wir das erste Tor. Auch im weiteren Spielverlauf konnten wir uns vor Gegentoren kaum retten.
Ernüchterndes Ergebnis
Das ernüchternde Ergebnis zur Halbzeit war ein deprimierendes 0:7, dementsprechend war auch die Stimmung in der Mannschaft. Unser Trainer hat uns in der Halbzeit empfohlen, konzentrierter zu spielen und sich näher am Gegner aufzuhalten.
Die zweite Halbzeit begann jedoch so, wie die erste Hälfte endete. Die Seppenrader dominierten auch diese Halbzeit durch ihr Können und durch ungewöhnliche Verteidigungsmethoden. Dieses führte zu dem für uns katastrophalen Endergebnis von 0:14.
Die Stimmung während des Umkleidens war von Enttäuschung bis hin zur Wut gekennzeichnet. Da wir dieses Spielergebnis nun nicht mehr ändern können, bleibt für uns nur noch die Hoffnung, es beim nächsten Spiel besser zu machen.
Von Fabienne Altenkemper, Klasse 8e, Otto-Hahn-Realschule Selm
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