12. April, 2010 von redaktion

Was ist eigentlich die Schönheit? Top-Model Toni Garrn (hier bei Wetten dass ...?) sagt, sie glaube nicht, dass die Jungs an ihrer Schule "heiss" finden. Sie entspreche wohl eher dem Laufsteg-Schönheitsideal. Foto: dpa
Bin ich zu dick? Hab ich zu viele Falten? Sind meine Lippen zu klein? Solche Fragen stellen sich heutzutage oft Jugendliche oder auch ältere Menschen, die mit ihrem äußerlichen Erscheinungsbild nicht wirklich zufrieden sind.
Alle wollen dem idealen Schönheitsbild entsprechen. Durch Castingshows, TV-Sendungen, Zeitschriften und der Werbung wird ein Bild von Schönheit vermittelt, dem viele nacheifern. Um so schön wie die Models im Fernsehen auszusehen, nehmen immer mehr Menschen und vor allem Jugendliche eine Menge in Kauf.
Fettabsaugen vom gesparten Taschengeld
Viele Jugendliche denken bereits über Schönheitsoperationen nach. Eine Brustvergrößerung zum 17. Geburtstag, Fettabsaugen vom gesparten Taschengeld - nichts scheint mehr unmöglich.
Denn wenn Diäten versagen, der Wunsch nach perfekter Schönheit zur fixen Idee wird, sehnen sich immer mehr Teenager nach einer Schönheits-OP. Jedoch ist dies nicht zu verantworten, bestätigen Experten.
Denn schließlich ist der Körper bis zum 20. Lebensjahr noch im Wachstum, so dass chirurgische Eingriffe die körperliche Weiterentwicklung beeinflussen. Zudem zeigt die Erfahrung: Viele Operationen führen nur zu einer kurzfristigen Freude.
Was ist überhaupt "schön"?
Selbstzweifel lassen sich nur schlecht mit dem Skalpell wegschneiden und Schönheits-OPs können auch schief gehen, so dass man nachher unzufriedener ist als vorher. Doch was bedeutet der Begriff "schön" überhaupt?
Jeder Mensch definiert diesen Begriff anders. Für manche Menschen ist die Frau an der Ecke mit etwas mehr Kilos auf den Hüften ihr Schönheitsideal. Für andere das Magermodel aus der nächsten TV-Sendung. Jeder muss sein ideales Schönheitsbild selber bestimmen. Und wenn nur eine Schönheitsoperation hilft, um dieses zu erreichen, muss man mit den Konzequenzen leben.
Von Luisa Strauch, Paul-Spiegel-Berufskolleg, Dorsten
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16. März, 2010 von redaktion

Mann achtet immer mehr auf sein Äußeres. Foto: dpa/Nivea
Solarium, Anti-Pickel-Creme, Bräunungscreme, Abdeckstifte und Besuche im Kosmetikstudio waren bis heute nur für Mädchen interessant.
Auch immer mehr Jungen achten auf ihr Äußeres.
Hierzu haben wir Yasin, 20 und Kristina, 18 auf der Straße befragt.
Yasin kam gerade mit seiner Freundin aus dem Solarium. Sie gingen in einem Drogeriemarkt um neue Pflegeprodukte zu kaufen.
Worauf achtest du ganz besonders bei deiner Körperpflege?
Yasin: Mein Gesicht ist mir sehr wichtig. Ich mag keine Behaarung an meinem Körper deswegen rasiere ich mich jeden zweiten Tag.
Warum ist Haarentfernung wichtig für dich?
Yasin: Es sieht einfach gepflegter aus. Es stört mich optisch.
Wie lange brauchst du morgens, wenn du zur Schule gehst?
Yasin: Meistens glätte ich mir schon am Abend meine Haare, damit ich morgens nicht so früh aufstehen muss, weil es sonst zu lange dauert.
Wie lange brauchst du, wenn du ausgehst, z.B. in Diskotheken oder auf Hochzeiten?
Yasin: Zwei Stunden. Also duschen, Ganzkörperrasur, Haare stylen und wegen der Auswahl meiner Kleidung.
Wie viel Geld gibst du im Monat für deine Pflegeprodukte aus?
Yasin: Im Monat 100-150 €. Eigentlich ist es ganz unterschiedlich. Je nachdem wie oft ich ins Solarium gehe.
Warum pflegst du dich so intensiv?
Yasin: Weil ich denke das es bei den Mädchen gut ankommt, ich fühle mich besser und werde so selbstbewusster.
Wie kommt deine Freundin damit klar?
Yasin: Sie findet das sexy und sie steht auch nicht auf Körperbehaarung.
Was erwartest du von deiner Freundin in Sachen Pflege?
Yasin: Natürlich erwarte ich, dass sie optisch zu mir passt.
Kommen wir nun zu Kristina.
Kristina, was denkst du über Jungen und Pflege?
Kristina: Natürlich ist tägliche Körperpflege wichtig, aber zu viel Pflege wirkt meistens sehr weiblich. Wenn man die Pflege in Maßen hält, ist es gut aber mit zu viel Pflege bei einem Jungen würde ich persönlich nicht ganz klar kommen.
Wieso würdest du damit nicht klar kommen?
Kristina: In der Beziehung bin ich das Mädchen und das soll auch optisch so aussehen und erkennbar bleiben.
Wie viel gibst du als Mädchen für deine Pflegeprodukte aus?
Kristina: 70-80 €.
Yasin und Kristina, wir bedanken euch für das Gespräch.
Von Melek Bülbül , Gamze Kocak, Esra Cinal, Elif Tumay und Kübra Oymak,
Konrad-Klepping-Berufskolleg Dortmund
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