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„Schutz vor Gewalt“

27. Dezember, 2011 von redaktion

Mitglieder der Jugendredaktion während des besuchs in der Jugendhilfe St. Elisabeth. (Foto: Hagemeister)

Mitglieder der Jugendredaktion während des besuchs in der Jugendhilfe St. Elisabeth. (Foto: Hagemeister)

Sebastian öffnet die Tür zu seinem Zimmer und führt uns hinein. An den Wänden hängen Poster von Sido und Eminem. „Ich darf selbst entscheiden, wie ich mein Zimmer gestalte,“ sagt der 16-Jährige und schaut sich um.


Er wohnt seit zwei Jahren in der Jugendhilfe St. Elisabeth in Wellinghofen. „Man gewöhnt sich daran, hier zu leben“, sagt er und nickt dabei. Als Haussprecher seiner Wohngruppe ist er unter anderem zuständig dafür, Konflikte zwischen den Bewohnern zu schlichten.
Damit diese gewaltfrei gelöst werden können, haben sich Sebastian und elf weitere Bewohner gemeinsam mit Ansprechpartnern der Einrichtung zusammengesetzt. „Schutz vor Gewalt“ hieß das Seminar, auf dem sie drei Tage die vielen Facetten des Themas beleuchteten.

Nun, kurz danach, sitzen im Besprechungsraum der Jugendhilfe einige der Teilnehmer mit der Jugendredaktion der Ruhr Nachrichten an einem Tisch. Sie erinnern sich und berichten über das Seminar – offensichtlich gern.


Engagiert gearbeitet


„Es war toll, dass alle so engagiert gearbeitet haben. Wir haben wirklich viel geschafft und unsere Gedanken auch zu Papier gebracht,“ berichtet die 17-jährige Vanessa. In ihrer Stimme schwingt Freude mit, als sie davon erzählt, wie viele kreative Aktionen die Gruppen entwickelt haben. Vanessa legt die flache Hand auf die Tischplatte vor sich und schaut fragend die anderen an. „Was haben wir alles gemacht?“ Dann zählen die Jugendlichen zusammen auf. Theater spielen, Musik machen und Bilder malen gehörten zum Inhalt des Seminars – natürlich alles zum Thema Gewalt.

„Es war eine tolle Erfahrung, mit den Jugendlichen in diesem Projekt zusammenzuarbeiten – auch für uns Erwachsene“, sagt Erziehungsleiter Dirk Meier. „Wir haben großen Respekt vor ihnen, weil sie es geschafft haben, drei Tage lang so intensiv an einem Thema festzuhalten.“ Anerkennend schaut er zu den Jugendlichen hinüber.


Das Gespräch über Gewalt sei ernst und schwierig. „Aber in einer Institution wie der Jugendhilfe leben Menschen zusammen, die sich das meist nicht selbst ausgesucht haben“, schildert Dirk Meier. „Da ist es wichtig, über Gewalt und über Regeln zu sprechen.“ Und zwar gemeinsam mit den Jugendlichen – und nicht über ihre Köpfe hinweg.


Thema weiter vertiefen


Auf jeden Fall sollen noch weitere Projekte zum Thema Gewalt folgen, sagt Dirk Meier. „Denn der Grundstein ist gelegt, aber ein Grundstein ist kein ganzes Haus.“
Vanessa sagt nachdenklich: „Es dauert eben, bis jeder sensibel reagiert und das Thema wirklich jeden Tag im Hinterkopf hat.“ 

Von Justine Saal, Christina Fürstenberg und Alena Brandt

 
 www.jugendhilfe-elisabeth.de

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Kategorien: Schule, Zukunft

Ruhr-Kunst unterstützen

27. Dezember, 2011 von redaktion

Im Museum sahen sich die Schülerinnen und Schüler jedes Kunstwerk ganz genau an. Auch Videoinstallationen und Tonaufnahmen gehörten dazu. (Foto: Hagemeister)

Im Museum sahen sich die Schülerinnen und Schüler jedes Kunstwerk ganz genau an. Auch Videoinstallationen und Tonaufnahmen gehörten dazu. (Foto: Hagemeister)

Die Klasse 4b der Widey-Grundschule hat den DEW21 Kunstpreis besucht. Luke Schürmeyer, Matthias Blasezyk und David Schmidtkötter interviewten Wolfgang Bödeker (kl. Foto), der Kulturveranstaltungen für DEW21 organisiert. Er hatte zu jeder Frage eine Antwort.


Herr Bödeker, wie unterstützen Sie den Kunstpreis?
Der erste, zweite und dritte Platz – sie werden alle von DEW21 bezahlt. Denn wir sind ein großes Unternehmen in Dortmund und fühlen uns dafür verantwortlich, was in der Stadt geschieht.


Wie gefällt Ihnen Ihre Arbeit?
Sehr gut! Ich habe viel Kontakt zu Künstlerinnen und Künstlern. Außerdem kann ich besondere Aufgaben übernehmen – zum Beispiel heute mit euch und euren Klassenkameraden durch die Ausstellung zu gehen.


Welches Werk aus der Ausstellung finden Sie ganz besonders gut?
Die Teller-Drehmaschine gefällt mit persönlich am besten. Sie hat ja auch den ersten Platz erreicht.


Waren Sie auch in der Jury?
Dieses Jahr nicht, aber beim letzten Mal.


Und wären Sie gern wieder dabei gewesen?
Ja. Denn es macht viel Spaß, mit den anderen Mitgliedern darüber zu diskutieren, welches das beste Kunstwerk ist – und warum.


Sind die Entscheidungen der diesjährigen Jury Ihrer Meinung nach gerecht?
Ja, ich denke, das sind sie.


Wir danken Ihnen für das Gespräch!
Gern geschehen.

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Kategorien: Kultur, Kunst

Ein Spaziergang am Wasser entlang

27. Dezember, 2011 von redaktion

Unterwegs auf altem Kopfsteinplaster in der Speicherstraße: Am Hafen lässt sich auch Geschichte entdecken. (Foto: Hagemeister)

Unterwegs auf altem Kopfsteinplaster in der Speicherstraße: Am Hafen lässt sich auch Geschichte entdecken. (Foto: Hagemeister)

Ein eisiger Wind weht über den Dortmunder Hafen. Es sind 4 Grad Celsius. Die Klasse 8d der Droste-Hülshoff-Realschule hört mit schlotternden Beinen gespannt Christian Manthey von der Dortmunder Hafen AG zu.


Vor dem Aufbruch zum gemeinsamen Hafenrundgang gehen alle noch einmal ins Alte Hafenamt, um das mehr als 100 Jahre alte Gebäude zu besichtigen. Am Modell des Hafens erklärt Christian Manthey, wohin genau der Rundgang führen soll. Mit einem Stab fährt er über die dicke Glasverkleidung des Modells, immer an den einzelnen Etappen entlang.
„Na, dann also auf!“ Christian Manthey legt den Stab zur Seite, knöpft sich die Jacke zu und geht zur Tür. Die Schüler folgen ihm durchs Hafenamt. Sie atmen die kühle Luft des Treppenhauses ein und schlendern durch die schwere, alte Eingangstür ins Freie. Dann fällt die Tür quietschend ins Schloss. Blauer Himmel und klare Luft begleiten die Spaziergänger.


Der Dortmunder Hafen ist schon 112 Jahre alt und wurde in den Jahren 1895 bis 1899 erbaut und 1899 eingeweiht. Zum Beispiel werden hier Container, Mineralöle, Heizöl, Diesel und Baustoffe umgeschlagen. Täglich. Rund um die Uhr.
Auf den Straßen herrscht Berufsverkehr. Nahe der Kanalstraße riecht es noch ein wenig nach Abgasen. Doch dann geht es in eine Seitenstraße, hier ist es ruhiger. Christian Manthey knöpft sich die Jacke bis oben zu. Dann erklärt er, dass die Dortmunder Hafen AG für den Bau und Unterhalt der Hafenbecken und für die Vermarktung und das Management der Grundstücke zuständig ist. Weiter geht’s in Richtung Wasser.

Das helle Sonnenlicht reflektiert silbern auf der Oberfläche. In der Ferne ist das Schiff „Santa Monika“ zu erkennen. Damit können Besucher über den Dortmund-Ems-Kanal fahren.


Am Rande des Hafenbeckens steht ein Bootshaus, in dem das Arbeitsboot sowie das Inspektionsboot der Hafenmeister untergebracht sind. Die Hafenmeister fahren hinaus und achten darauf, dass die Hafenbecken in Ordnung sind. Gegen Mittag neigt sich die Besichtigung des Dortmunder Hafens dem Ende entgegen. Die Schüler haben ihre Notizblöcke mit vielen Informationen gefüllt und freuen sich schon aufs Schreiben. 


Von Lara Owerberg

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Kategorien: Beruf, Zukunft


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  • Sommer am Phoenix-See - so kam das Wasser in die ehemalige Industriebrache. ticker4u.de/blog/2011/06/am-phoenix-see-ein-ort-zum-leben/
  • Zu Besuch bei DEW21. Infos über die Ausbildung in einem modernen Energie-Unternehmen. ticker4u.de/blog/2011/05/dew21-stellt-berufe-vor/