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Jugend streikt für Bildung

09. Juni, 2010 von redaktion

Jugendliche streikten für eine bessere Bildungssituation. Foto: dpa

Jugendliche streikten für eine bessere Bildungssituation. Foto: dpa

In 15 Städten Nordrhein-Westfalens haben am Mittwoch Schüler und Studenten für eine gerechtere Bildungspolitik demonstriert.


Hauptforderung der rund 6000 Demonstranten war erneut die Abschaffung der Studiengebühren in Höhe von bis zu 500 Euro sowie des dreigliedrigen Schulsystems.

Aufgerufen zu den Aktionen haben das „Bildungsstreik“-Bündnis und das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS).


Die Proteste verliefen bis zum Mittag nach Angaben der Polizei weitgehend friedlich.


Auch in Dortmund sammelten sich die Schülerinnen und Schüler am Mittwochmorgen an der Katharinen-Treppe gegenüber den Bahnhof. Mit großen Transparenten, Megafonen, und begleitet von der Polizei zogen sie von dort aus durch die Stadt.


Von dpa

 

 

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Kategorien: Demokratie, Welt verändern

Angelas spitze Zunge: Farbenwirrwarr

10. Mai, 2010 von angelaohm

Ganz in Rot? Ganz in Grün? Oder wie oder Was? Die Landespolitik steckt nun mitten in der Farbwahl. Foto: dpa

Ganz in Rot? Ganz in Grün? Oder wie oder Was? Die Landespolitik steckt nun mitten in der Farbwahl. Foto: dpa

Bekanntes Problem … Morgens steht man vorm Kleiderschrank mit einem großen Fragezeichen im Kopf. Was soll ich anziehen??? Hilfe!

Und dann passt plötzlich rot nicht zu grün und schon gar nicht zu dem anderen roten Oberteil. Ja und schwarz zu dem roten? Nein auf keinen Fall!


Landtag wie ein bunter Kleiderschrank


So ähnlich wie in meinem Schrank sieht es wohl auch gerade im Landtag aus:  Fünf Parteien, viele Möglichkeiten zur Kombination, aber keine will so richtig gefallen. Rot will eigentlich so gar nicht zu pink passen aber zu schwarz auch nicht.


Und was ist eigentlich mit schwarz, gelb, grün? Grün geht mit gelb vom Prinzip her ja nicht, aber wer weiß schon, ob das nicht bald in ist?


Der neuste Trend


Denn eines ist ja mal klar. Was heute noch out ist, kann morgen schon der neueste Trend sein. Und wer hip sein will, macht denn mit.

Wer weiß, auf welche Farbkombinationen die Landtägler (oder sagen wir mal Farbträger) in den nächsten tagen so kommen.


Von Angela Ohm

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Kategorien: Gefühle, Spitze Zunge

“Ich habe gelernt, mit Beleidigungen umzugehen!”

22. April, 2010 von redaktion

Eine Welt: Ein junger Mann berichtet über seine Erfahrungen in Deutschland. Foto: dpa

Eine Welt: Ein junger Mann berichtet über seine Erfahrungen in Deutschland. Foto: dpa

Rassistische Angriffe geschehen täglich in Deutschland. Manche sind besonders brutal und gewalttätig. Andere sind verbal. Und auch ständig da. Immer mehr Ausländer werden zum Opfer von rassistischen Randgruppen. Der 18- jährige Abiturient und Angolaner, Patrick Garcia, verriet uns einige seiner Erfahrungen im Interview.


Fühlst Du Dich in deiner Gesellschaft anerkannt?

Garcia: Ich werde nicht von allen Deutschen anerkannt, denn rassistische Beleidigungen gibt es hin und wieder mal. Meistens versuche ich, darüber hinweg zu schauen, aber es ist schon ziemlich schwer.


Bist du schon einmal Opfer von Rassismus geworden? Wenn ja, auf welche Art?

Garcia: Ja, allerdings. Ich bin schon öfter zum Opfer von Rassismus geworden. Neger, Affe, Schokolade, Sohn eines schwarzen Schimpansen - das sind alles Beleidigungen, die ich mir schon öfter anhören musste.


Wie verhälst du dich bei so einem verbalen Angriff?

Garcia: Als ich noch jünger war, habe ich viel heftiger auf diese Ausdrücke reagiert. Ich hab' mich mit allen Mitteln dagegen gewehrt: Schlägereien, Drohungen und Gegenbeleidigungen. Zwar gibt es heute noch genauso viele Angriffe, aber ich habe mit der Zeit gelernt, damit umzugehen. Natürlich kann ich das nicht einfach so wegstecken, aber ich versuche mich zu kontrollieren, doch das ist nicht immer einfach.


Wird dein Alltagsleben dadurch beeinflusst?

Garcia: Ja, ein bisschen. In meinem Kopf dreht sich alles darum, dass ich mir nicht alles erlauben kann, weil ich schwarz bin und weil sehr viele Menschen direkt Vorurteile haben.


Versuchst du dich auch deswegen anzupassen?

Garcia: Nicht direkt. Ich habe meine eigenen Ideale und versuche nicht konkrekt, mich anzupassen. Ich passe mich an die Gesellschaft an. Nicht wegen des Rassismus, sondern weil ich hier aufgewachsen bin und automatisch dieselbe Mentalität besitze. Ich bin selbst ein Teil der Gesellschaft, und ich brauche mich nicht an anderen zu orientieren. Ich tue das, was ich für richtig halte, doch ich weiß auch, was sich gehört und was nicht.


Wie sieht denn das Verhältnis zu deinen deutschen Mitschülern aus?

Garcia: Es gibt immer Leute, mit denen man klarkommt und welche, auf die man nicht so gut zu sprechen ist. Klar, fällt hier und da mal ein Spruch, aber das ist meistens nicht auf rassistischer Basis. Auf meiner Schule bin ich anerkannt und habe einen guten Status. Natürlich gibt es auch bei mir auf der Schule ein paar Menschen mit rassistischer Einstellung. Doch darüber muss man halt hinweg sehen und darauf achten, dass man sich selbst treu bleibt.


Von Mandy Berwanger, Dawn Schnee, Paul-Spiegel-Berufskolleg, Dorsten

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Kategorien: Demokratie, Rassismus

Der “bunte Hund” von Rünthe

06. Januar, 2010 von diana

Ich sitze in einem Bistro am Hafen, hinter mir läuft ein Fußballspiel im Fernsehen, an der Theke sitzen einige Stammgäste, deren Blick gespannt an der schwarz-weißen Pille haftet.

„Männer und Fußball“, denke ich insgeheim und verdrehe für niemanden sichtbar die Augen. Neben mir sitzt ebenfalls ein junger Mann, der vielleicht auch lieber dem Spiel folgen würde, sich stattdessen aber die Zeit nimmt, mir mehr über sich und seine politischen Aktivitäten zu erzählen.


Christian Pollack, Vorsitzender des SPD Ortsvereins Rünthe ist der zweite, dem wir zum Thema „Jugend und Politik“ auf den Zahn fühlen.


Schon als wir das Bistro betreten, habe ich das Gefühl, mit einer kleinen Berühmtheit unterwegs zu sein. Jeder, der uns entgegenkommt, hebt die Hand und lächelt.

Auch die Stammgäste an der Theke sowie der Barkeeper selbst heißen uns willkommen und führen einen kleinen Plausch mit Christian. Rünthe ist eben ein kleiner Ort, da ist es nicht schwer ebenso bekannt zu werden wie der berühmte bunte Hund.



So jung und politisch schon ganz weit vorn - Christian Pollack. Foto: SPD Ortsverein Rünthe

So jung und politisch schon ganz weit vorn - Christian Pollack. Foto: SPD Ortsverein Rünthe


Christian Pollack (23) 



Position

1. Vorsitzender des SPD Ortsvereins Rünthe



Beruf

Diplom-Verwaltungswirt, arbeitet als Stadtinspektor bei der Stadt Lünen, studiert nebenbei Kultur- und Politikwissenschaften an der FU Hagen



Interessen

Tauchen, lesen, joggen, reisen, Geschichte



Über sich

„ ;-) “

  



 

Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität


Und schon fange ich an, meinen Fragenkatalog durchzuarbeiten. Was ich als erstes wissen möchte: „Warum engagierst du dich in einer Partei?“

Christians Anliegen ist simpel, ein „naiver Grundgedanke“, wie er es nennt. Er möchte „vor Ort was machen“, etwas bewegen, verändern. Schon mit 12 Jahren fasste er politisches Engagement ins Auge und mit 14 Jahren trat er schließlich dem SPD Ortsverein Rünthe bei.


Warum gerade die SPD? Da muss der Vorsitzende des Ortsvereins nicht lange überlegen.

Schon durch seine Familie wurde Christian sozialdemokratisch geprägt, außerdem identifiziert er sich, auch nach dem Vergleich verschiedener Parteien, am meisten mit den Zielen und Grundsätzen der SPD.


Zu den drei Grundpfeilern der Partei zählen große Begriffe wie Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Freiheit für jeden Einzelnen, Achtung der Bürger- und Grundrechte, Gerechtigkeit in der Gesellschaft und Solidarität, nicht nur an sich, sondern auch an andere denken.



Gleiche Bildungschancen für alle


Bei dem Grundsatz Gerechtigkeit schwenkt Christian zu dem Thema Bildung, die momentan im Mittelpunkt vieler Diskussionen steht.

In ganz Deutschland gehen Studenten und die, die sich mit ihnen solidarisieren, auf die Straße und kämpfen gemeinsam für ein besseres Bildungssystem. Der Bildungsstreik 2009 schwappt wie eine Welle über alle Universitäten und reißt immer mehr Menschen mit sich.


Für jeden die gleichen Bildungschancen

 

Christian verbindet mit dem Punkt Gerechtigkeit auch die Aufgabe, für jeden jungen Menschen die gleichen Bildungschancen zu schaffen. „Bildung sollte für alle frei sein und das von Anfang an.“


Er hat selbst negative Erfahrungen mit dem deutschen Bildungssystem gemacht. Teure Studiengebühren, die er seinen Eltern nicht zumuten wollte, hielten ihn davon ab, ein einfaches Studium zu beginnen.

Stattdessen fand er eine Alternative: ein duales Studium. Studium und Arbeit, kein erholsamer Alltag und das Geld, das man nebenher verdient, verliert man so schnell, wie man es erarbeitet hat, jeder Cent wird für die Finanzierung des Studiums verwendet.



Nicht meckern, sondern handeln


Christian’s Grundsatz lautet „Wahrheiten klar aussprechen“, was in den Augen der Bürger gerade in der Politik häufig nicht getan wird. So sieht er die Aufgabe seiner Partei auch eher darin, die Bürger über aktuelle Streitthemen zu informieren, anstatt einzugreifen.

Er möchte Vorbild sein und den Interessierten ihre Möglichkeiten aufzeigen, was sie wirklich vor Ort bewirken können.


Leider reißt diese Methode nicht immer so viele Menschen mit, wie gewünscht und häufig muss man Kompromisse eingehen, um für alle Beteiligten die beste Lösung zu finden. Eine Gradwanderung zwischen den Interessen.

Trotz allem sind ca. 220 Menschen dazu bereit, sich im SPD Ortsverein Rünthe politisch zu engagieren, wozu auch 20 Jugendliche zählen.



Aufgaben


Was zählt zu den Aufgaben des Vorsitzenden eines SPD Ortsvereins? Nun ja, unschwer zu erraten ist, dass dieser Job sehr arbeitsintensiv ist, was den einen oder anderen schon mal abschrecken kann.


Christian unterteilt die Aufgaben in drei verschiedene Bereiche, bezogen auf den Ortsverein, auf weitere Gremien und auf die Stadt. Innerhalb des Ortsvereins ist er dafür zuständig, Sitzungen einzuberufen, alle zwei Jahre die Wahl des Vorstandes oder den Wahlkampf zu organisieren.


Auch die Organisation verschiedener Freizeitveranstaltungen für die Parteimitglieder, beispielsweise die jährliche Abschlusswanderung, eine Fahrradtour, oder der so genannte Dämmershoppen, wozu auch alle anderen Rünther Vereine beitragen, fällt in Christians Hände.


Auf Stadt- und Kreisebene zählen die Besuche verschiedener Sitzungen des Stadtverbandes sowie anderer Gremien mit zu seinem Aufgabenbereich. Außerdem ist Christian in mehreren Ausschüssen als sachkundiger Bürger vertreten.



Und was kommt danach?


Tja, schon so viel erreicht, seit 2005 ist Christian nun schon Vorsitzender des SPD Ortsvereins Rünthe, da stellt sich natürlich die Frage, was kommt danach?


Momentan ist er noch mit seinem Job bei der Stadt Lünen sowie mit seinem Fernstudium beschäftigt, aber für die Zukunft hat Christian schon einen genauen Plan.

Er möchte „sein Brot mit Politik verdienen“. Als mittelfristige Perspektive zieht er sogar z.B. die Arbeit auf Landesebene in Betracht, aber es wird wohl noch etwas dauern, bis es so weit ist.


Christian möchte versuchen, noch mehr zu ändern und zu bewirken und auch seine Familie steht in diesem Punkt hinter ihm, auch wenn sie am Anfang seiner Karriere scherzhaft sagten, dass die Parteiarbeit besser wäre, „als auf der Straße rumzuhängen“. Doch Fakt ist, dass er sogar seinen 92-jährigen Opa überzeugen konnte, dem SPD Ortsverein Rünthe beizutreten.


Da bleibt abzuwarten, was als nächstes kommt…



Von Diana Clewing

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Kategorien: Politik, Welt verändern

„Politik ist wie Sex – Nur darüber reden, das bringt nichts!“

10. November, 2009 von diana

Jugend und Politk passt nicht zusammen? Mitglieder der Jungen Union Lünen beweisen das Gegenteil. Foto: Clewing

Jugend und Politk passt nicht zusammen? Mitglieder der Jungen Union Lünen beweisen das Gegenteil. Foto: Clewing

„Politik ist wie Sex – Nur darüber reden, bringt nichts!“ Dieser Spruch steht auf der Homepage der Jungen Union, eine Aussage, über die sich streiten lässt.

Nach dem Interview hatte ich das Glück, einige Mitglieder der JU Lünen zu ihren Erfahrungen, Ansichten und Beweggründen befragen zu können.



Hier ihre Antworten in Kurzform:


Ostwald Weber (19)

„Ich bin durch die Wahl darauf gekommen, mich politisch zu engagieren.“

Ostwald hat Wahlprogramme verglichen und sich schließlich für die CDU entschieden. Durch Eigeninitiative gelangte er zur JU.


Hendrick Quast (17)

„Ich halte politisches Engagement für wichtig.“

Hendrick zieht die konservative CDU für sich als die richtige Partei in Betracht, die FDP wäre aber auch noch eine Möglichkeit gewesen.

Hendrick ist nicht zufrieden mit unserer, seiner Meinung nach, liberalen Kanzlerin Angela Merkel, deshalb möchte er in der CDU etwas verändern.


Sebastian Drehmel (24)

„Ich bin seit einem halben Jahr Mitglied in der Jungen Union und möchte mitwirken und etwas verändern.“

Sebastian will sich nicht nur beschweren, er will selbst anpacken. Für die Zukunft wünscht er sich eine bessere Wirtschaftspolitik.


Alexander Fischer (29)

„Ich komme eigentlich aus einem unpolitischen Umfeld und bin auch manchmal mit Misstrauen bedacht worden.“

Alexander hat sich bewusst für die Politik und die Junge Union entschieden, womit er nicht überall auf Begeisterung traf. „Oftmals kam nur ein ‚aha’ zurück und damit war die Sache gegessen.“


Auch Stephan und Daniel berichteten von verschiedenen Differenzen und unterschiedlichen politischen Richtungen innerhalb der Familie, doch Streit lösten diese niemals aus. Stephan dazu: „Wenn es so weit kommt, dann stimmt auch in der Familie etwas nicht.“


Von Diana Clewing

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Kategorien: Politik, Welt verändern

“Wer sich nicht bewegt, bewegt nichts.”

10. November, 2009 von diana

Jugend und Politik – eine „explosive“ Mischung? 

Explosiv in jedem Fall, aber im positiven Sinne, denn Jugendliche und junge Erwachsene interessieren und engagieren sich stärker für Politik, vor allem innerhalb der heimischen Stadtgrenzen, als viele erwarten.

Wir interviewen politisch engagierte Jugendliche und junge Erwachsene und fragen nach: warum, wieso, weshalb? Heraus kommen spannende Statements von Menschen, die etwas unternehmen, statt stillzusitzen und Einfluss auf die Dinge nehmen, die um sie herum geschehen.

Den Anfang machen Stephan Messing und Daniel Pöter aus der Jungen Union Lünen (CDU).


                          Stephan Messing                               Daniel Pöter


Stephan Messing (24) 

Daniel Pöter (22)




Position

1. Vorsitzender

2. Vorsitzender




Weitere Positionen

2. Vorsitzender des CDU Stadtverbandes

Schriftführer des CDU Stadtverbandes




Beruf

Student an der TU Dortmund
(Lehramt für Englisch und Religion)

Medienkaufmann Digital und Print
bei den Ruhr Nachrichten in Dortmund




Interessen

Politik, Musik, Fußball

Politik, London, Geschichte




Über sich

"Ich bin spontan, lache gerne und
bin sehr stark an der Meinung
anderer interessiert."

"Ich bin überzeugter Anzugträger,
genieße das Leben und hoffe, dass ich in Zukunft für die CDU politisch etwas verbessern kann."



Warum engagiert ihr euch in einer Partei?

Daniel und Stephan führen mich in einen Konferenzraum im zweiten Stock des CDU-Standortes in Lünen. An den Wänden hängen alte Wahlplakate aus „ruhmreicheren“ Zeiten, auf dem Tisch liegen die Überbleibsel der letzten, für den CDU-Stadtverband Lünen weniger erfolgreichen Wahl. Kullis, Luftballons, Trinkbecher und Flyer, doch alles, was sich noch einmal verwenden lässt, wird auch nicht weggeschmissen. So leicht steckt hier niemand den Kopf in den Sand.

Nach einigem Geplänkel, wie alt seid ihr, was macht ihr beruflich, etc., stelle ich endlich die Frage, die mir als erstes zu diesem Thema in den Sinn kam: warum engagiert ihr euch in einer Partei? Für Stephan keine Frage, „wer sich nicht bewegt, bewegt nichts“, Daniel stimmt eifrig zu.


Andere Parteien – keine Chance

Sowohl Daniel als auch Stephan waren schon immer sehr interessiert in Politik, vor allem, was die lokale Politik „vor der Haustür“ betrifft. Stephan kam 2005 durch einen Schulkollegen, Daniel im gleichen Jahr durch Eigeninitiative über die CDU zur JU.

Auch nachdem sich die zwei mit anderen Parteiprogrammen beschäftigt hatten, stand für sie schnell fest, dass sie sich in der CDU und in keiner anderen Partei engagieren möchten.

Daniel identifiziert sich sehr mit den wirtschaftlichen Zielen der CDU. „Ich möchte, dass Lünen eine Stadt ist, in der man gerne leben und arbeiten will. Dafür ist es aber nötig, dass Arbeitsplätze geschaffen werden und die Wirtschaft mit Sinn und Verstand geführt wird.“

Für Stephan war vor allem der familiäre und jugendliche Schwerpunkt der CDU ausschlaggebend für seine Auswahl. „Es ist wichtig neue Angebote für Jugendliche zu schaffen.“ Dies ist allein schon aufgrund der finanziellen Lage in Lünen nicht gerade einfach, doch Stephan ist der Meinung, dass z.B. die Renovierung des Jugendzentrums Lükaz, welches neben dem Hansesaal die einzige größere Anlaufstelle für Jugendliche ist, schon einen großen Schritt  auf dem richtigen Weg bildet.


Die Aufgaben eines 1. und 2. Vorsitzenden

Stephan und Daniel sind der 1. und 2. Vorsitzende der JU. Zu ihren Aufgaben zählen die einmal im Monat stattfindenden Sitzungen der JU einzuberufen und zu „moderieren“, wie Stephan es nennt, denn eine Demokratie funktioniert nicht, indem man Meinungen bestimmt, sondern darüber diskutiert.

Außerdem sprechen sie vor dem CDU-Stadtverband und vor der Stadt Lünen für die Mitglieder der JU und stehen für die gemeinsam getroffenen Entscheidungen ein.

Natürlich zählt auch die Organisation verschiedener Veranstaltungen auf der Aufgabenliste des Vorsitzenden und seines Vertreters. Hierbei bezieht sich die engagierte Jugend auf aktuelle Themen, die häufig auch Diskussionen innerhalb der Stadt auslösen. Der Bau des Trianel-Kraftwerkes rief beispielsweise heftige Diskussionen unter den Bürgern und Bürgerinnen der Stadt Lünen hervor, die JU suchte das Gespräch mit Projektleiter Manfred Ungethüm, um sich eine fundierte Meinung zu bilden. Ein Gespräch mit der Lüner Polizei zum Thema Jugendkriminalität ist ebenfalls ein gutes Beispiel dafür, dass die JU zeitgemäße Themen hinsichtlich ihrer Veranstaltungen im Blick hat.


Die Mitglieder der JU

Die JU hat ca. 130 Mitglieder und noch mehr Sympathisanten, Unterstützer und Helfer. Natürlich wachsen diese Mitglieder nicht einfach auf den Bäumen, schön wär’s, kein Heimat- oder Sportverein müsste mehr um seine Existenz bangen.

Wie die JU  neue Mitglieder gewinnt? Indem sie mit den Jugendlichen reden, sie zu überzeugen versuchen und ihnen die Möglichkeiten aufzeigen. Veranstaltungen, auch außerhalb des politischen Rahmens bieten dafür eine große Chance. Aber viele ergreifen auch Eigeninitiative, wenden sich an die JU oder die CDU und möchten mitwirken, -arbeiten und etwas verändern. Das momentan jüngste Mitglied der JU ist 18 Jahre alt (die JU nimmt Mitglieder im Alter von 16 bis 35 Jahren auf).

Die Tatsache, dass man Mitglied der JU sein kann, ohne Mitglied der CDU zu sein, erleichtert vielen Interessierten den Einstieg. Die JU ist ungebunden und von der CDU unabhängig in Sachen Meinungsbildung und Handeln.

Auf meine letzte Frage „was sollte man mitbringen, wenn man sich in einer Partei bzw. in der CDU / JU engagieren möchte“ antworten Stephan und Daniel: Interesse an Politik, Offenheit und Spaß an der Sache.


Von Diana Clewing

Weitere Artikel zu diesem Thema: „Politik ist wie Sex – Nur darüber reden, das bringt nichts!“


Weitere Informationen über die Junge Union Lünen findet ihr auf

www.junge-union-luenen.de



Von Diana Clewing

 

 

"Politik ist wie Sex - Nur darüber reden, das bringt nichts!"

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  • Sommer am Phoenix-See - so kam das Wasser in die ehemalige Industriebrache. ticker4u.de/blog/2011/06/am-phoenix-see-ein-ort-zum-leben/
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