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Die das Wetter durchschauen

12. Mai, 2010 von redaktion

Schülerinnen der Marienschule erfuhren auf Einladung der Provinzial mehr darüber, wie eine Wettervorhersage getroffen wird. Foto: MZ

Schülerinnen der Marienschule erfuhren auf Einladung der Provinzial mehr darüber, wie eine Wettervorhersage getroffen wird. Foto: MZ

Jeden Morgen schauen viele Schüler beim Frühstück in der Zeitung nach, wie das Wetter wird. Doch wo kommt die Wettervorhersage eigentlich her? Zum Beispiel von Rebecca Krampitz.


Und die erklärte in der Provinzial-Zentrale in Kinderhaus 19 Schülerinnen der Marienschule, wie man eine Wettervorhersage macht. Die Aktion war Teil des „Schultickers“ , den die MZ gemeinsam mit der Provinzial-Versicherung durchführt.


Meteorologin Krampitz arbeitet für die Firma MeteoMedia. Diese liefert auch Wettervorhersagen für verschiedene ARD-Sender. Die lockere Art der Meteorologin kam bei den Schülerinnen der Jahrgangsstufe 11, die sie mit allerlei interessanten Fakten versorgte, sehr gut an.


Unterschied zwischen Wind und Klima


So fragte sie die Schülerinnen zunächst einmal nach dem Unterschied zwischen Wetter und Klima. Tja, schwierige Frage. Doch die Schülerinnen kamen drauf. Wetter, das müsste die Sonne sein, die jetzt gerade in Münster scheint. Stimmt. „ Klima ist dagegen immer Statistik“ , sagte Krampitz. Das heißt, man ermittelt einen Mittelwert von Daten, die über einen längeren Zeitraum ermittelt werden.


Eine Schülerin fragte, was eigentlich an Bauernregeln dran ist. Stimmen die? „ Gute Frage“ , sagte Krampitz. Die Antwort war ein klares Jein. Manche Regeln, zum Beispiel diejenige zu den Eisheiligen seien überraschend treffsicher, so die Meteorologin. Andere hingegen hätten mit der Realität wenig bis nichts zu tun.


Ein besonders schöner Tag


Nach dem Vortrag wurden die Schülerinnen selbst aktiv. Als „ Wetterkommissarinnen“ überprüften sie die Vorhersage vom Vortag und erstellten selbst eine Wettervorhersage. Krampitz verriet bereits, dass heute ein besonders schöner Tag wird. Möglicherweise werde die 20-Grad-Grenze geknackt.


Doch wenn so eine erfreuliche Vorhersage nicht eintritt, beschwerten sich viele Leute, sagte Krampitz. Daher sage man lieber 18 Grad voraus, auch wenn es 20 werden könnten. Heute sollen es übrigens 19 Grad werden. Nach eigener Aussage liegen heutige Meteorologen mit 90 Prozent der Vorhersagen richtig.

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Kategorien: Beruf, Zukunft

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Hinter den Kulissen einer Großküche

06. Mai, 2010 von redaktion

Bei der LBS durften Schülerinnen und Schüler einmal hinter die Kulissen einer Großküche schauen. Foto: MZ

Bei der LBS durften Schülerinnen und Schüler einmal hinter die Kulissen einer Großküche schauen. Foto: MZ

Hinter die Kulissen einer Küche, die täglich mehr als 600 Mitarbeiter mit mehreren Mahlzeiten versorgt, haben exklusiv neun Schüler und zwei Lehrer der Papst-Johannes-Förderschule geblickt.


Für manche Schüler bieten sich nach dem Besuch in der Himmelreichallee nun sogar völlig neue Perspektiven. Damit hat Wolfgang Musik wohl kaum gerechnet: Wortgewandt und humorvoll führt der Küchenmeister der LBS die Gruppe durch die große Kantine, als sich Saskia plötzlich ein Herz fasst.


Auf Praktikums-Suche


„Ich interessiere mich für das Kochen und würde hier gerne ein Praktikum machen“, sprudelt es aus der Schülerin heraus. Musiks Reaktion: Überrascht, jedoch keineswegs abgeneigt. Er hat schon einmal einen Praktikanten von der Papst-Johannes-Schule gehabt. Ihr Mut scheint sich für Saskia auszuzahlen.


Die Jugendlichen und ihre Klassenkameraden sind durch das Schulticker-Projekt der Münsterschen Zeitung auf das Angebot der LBS aufmerksam geworden. In der Führung besichtigen die 15- bis 19-jährigen auch das Büro von LBS-Mitarbeiter Roland Hustert, das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf dem Küchenablauf.


Großes Interesse


„ Das Interesse unserer Schüler an der Mitarbeit in Küchen ist sehr groß“, so Lehrerin Maria Stermann. Ihre Klasse befindet sich momentan in der „ Berufspraxisstufe“ – dort sei es besonders wichtig, nach sinnvollen Förderoptionen zu suchen. „ Viele arbeiten in unseren Werkstätten, die Chancen, auf dem freien Arbeitsmarkt etwas zu finden, sind gering, doch wir probieren es“ , erzählt Stermann.

Matthias Pape, Presse und Öffentlichkeitsverantwortlicher der LBS, freut sich über den Besuch und betont: „Wenn nicht wir so etwas anbieten, wer dann? Wir sind ein großes Haus und haben die Möglichkeit dazu.“ 

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Kategorien: Beruf, Zukunft

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Klimaschutz am Bau macht Schule

06. Mai, 2010 von redaktion

Interessieren sich Achtklässler für Dämmstoffe? Oder dafür, wie man energiesparend bauen kann? Die Antworten lauten eindeutig „ Ja“ – zumindest wenn man jene Schüler betrachtet, die jetzt das Paul-Schnitker-Haus im Handwerkskammer Bildungszentrum besuchten.


In dem Haus informiert die Kammer über neueste Trends bei diesem Thema. Die Achtklässler von der Johannes-Gutenberg-Realschule aus Hiltrup hatten sich den Besuch aus dem Themenkatalog des Projekts „ Schulticker“ ausgesucht. Hintergrund: Mit ihrem Sozialwissenschaftskurs hatten sie sich jüngst intensiv mit dem Klimawandel beschäftigt.


Hochmoderne Dämmstoffe


Das merkte man auch bei den intelligenten Fragen, die die Schüler an Expertin Dr. Susanne Diekmann stellten. „Was kosten hoch moderne Dämmstoffe?“ oder „was unterscheidet Glaswolle von Baumwolle“ , wollten die Schüler wissen. Ganz wichtig war ihnen auch: „Was können wir als Jugendliche tun?“

Eine Antwort der Expertin: „ Vernünftig lüften, das Fenster nicht auf Kipp stellen, sondern lieber stoßlüften.“ So verhindere man Schimmel und dass die Wände auskühlen.


Bauherren für Klimaschutz gewinnen


„ Kalte Wände machen immer ein unangenehmes Gefühl“ , sagte Diekmann. Ermöglicht hatte den Besuch der SchultickerPartner LBS. Die Bausparkasse hat ein großes Interesse daran, klimafreundliches Bauen zu finanzieren. Jüngst hat man ein Klimahaus entwickelt, mit dem man mehr Bauherren für den Klimaschutz gewinnen will.


Von Oliver Koch

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Kategorien: Politik, Welt verändern

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Das eigene Taschengeld verdienen

03. Mai, 2010 von redaktion

 


 

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Kategorien: Schule, Zukunft

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Schüler zu Gast bei Picasso

03. Mai, 2010 von redaktion

 

Die Jungen und Mädchen der Geistschule verfolgten mit großem Interesse die Informationen zu Pablo Picasso. Foto: MZ

Die Jungen und Mädchen der Geistschule verfolgten mit großem Interesse die Informationen zu Pablo Picasso. Foto: MZ

Gebannt schauen die Schüler auf das Gemälde – und auf Britta Lauro. Die Kunstvermittlerin des Picasso-Museums erzählt Geschichte. Mit Anekdoten zu heimlich gemalten Frauen und mit Bleistift und Schere begeistert sie für moderne Kunst – dieses Mal zwölf Schüler der Geistschule.

Ihr Besuch war ein Workshop des Projekts Schulticker.

 

 

"Ein Mann mit Muskeln"

 

 

 

 

„Könnt ihr etwas erkennen?“ Die Kunstvermittlerin zeigt auf ein kubistisches Gemälde. „ Ein Mann mit Muskeln“ , antwortet ein Junge. „Papier“ , „eine Zeitung“ , „eine Tischplatte ohne Beine“ , ergänzen seine Mitschüler. „Die Bilder sehen perspektivisch nicht richtig aus, es sind viele in einem“ , erklärt Britta Lauro.

Picasso habe sich mit seinem Freund George Braque den Kubismus, den Perspektivenwechsel in einem Bild, ausgedacht. Schon von der ersten Minute an stellen die Schüler neugierig Fragen. „ Wie viele Frauen hatte Picasso genau?“ „Offiziell zehn“ , antwortet Britta Lauro. Für seine Zeit habe er einen sehr unkonventionellen Lebensstil gehabt.

 

 

Ausflug ins Museum

 

Als ihre Klassenlehrerin Mechthild Weber ihren Schülern den Ausflug ins Museum vorschlug, waren die sofort begeistert. Die Exkursion wurde von der Provinzial angeboten, die beim Medienprojekt Schulticker mitmacht.

Schon vor dem Ausflug ins Museum hat Mechthild Weber die Neuntklässler im Unterricht in die moderne Kunst eingeführt. Doch den Besuch findet die Klassenlehrerin auch aus sprachlicher Sicht wertvoll. Die Bilder würden für die Schüler der Sprachförderschule einen guten Anlass zum Sprechen geben. Und den nutzen sie auch.

 

Britta Lauro spricht sie immer wieder persönlich an. „ Hat Picasso das schnell oder langsam gemalt?“ , fragt sie. „ Schnell“ , antworten die Schüler. „ Picasso hatte Angst zu sterben, als er älter wurde“ , erklärt die Kunstvermittlerin. Deshalb seien die späten Bilder nicht mehr so detailliert.

 

Nach Picassos Stil

 

Nach dem Museumsrundgang machen die Schüler selbst Kunst. Auf ein leeres Blatt sollen sie in ein paar Minuten ein Stillleben zaubern und es im Werkraum bunt angemalt wieder zerschneiden – ganz nach Picassos kubistischem Stil.

 

 

 

Das Highlight der Schüler: „ Das Bild von Edgar Degas“ , sagt ein Junge. Es zeigt zwei Frauen beim Baden, die Degas heimlich gemalt hatte und die sich deshalb nicht gerade von ihrer besten Seite zeigten. Dass die Menschen sich das früher gern ins Wohnzimmer gehängt haben, führte bei den 15 bis 17Jährigen zu Gelächter.

 

 

 

 

Von Naemi Goldapp

 

 

 

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Kategorien: Schule, Zukunft

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Besuch bei der LBS: Kunst am Arbeitsplatz

03. Mai, 2010 von redaktion

Was für ein Zufall: Als sich Stephanie Richards entschied, ihre Mitschülerinnen über den Künstler Karl Gerstner zu informieren, wusste die 17-Jährige noch nicht, dass ihr Onkel nicht nur in Basel in der gleichen Stadt wohnt, sondern mit dem Künstler auch befreundet ist. Und so hatte sie Informationen aus erster Hand.


Gestern war im Rahmen des Projektes Schulticker unserer Zeitung ein Kunstgrundkurs (Stufe 11) der Marienschule zu Gast beim Schulticker-Partner LBS. Die Schülerinnen hatten sich unter anderem über die Künstler Frank Stella, Karl Gerstner, Ellsworth Kelly und Victor Vasarely informiert.

Grund: Das Gebäude der LBS ist zwar Arbeitsplatz für 650 Mitarbeiter, aber eben nebenbei auch ein Museum. Wenn auch nicht im herkömmlichen Sinn.


Kunstwerke in den Besprechungsräumen


Ganz bewusst hat Architekt Prof. Deilmann Mitte der 1970er Jahre vor dem Gebäude (Skulpturen von Henry Moore), auf den Fluren und in Besprechungsräumen zahlreiche Kunstwerke aufstellen und -hängen lassen. Und so sehen Gäste der LBS, aber auch die Mitarbeiter, an allen Ecken und großen Flächen faszinierende und fesselnde Werke des Konstruktivismus.


Lehrerin Anne Kückelhaus nutzte die Chance und ließ ihre Schülerinnen in Form von Kurzreferaten die Werke vorstellen. Im Eingangsbereich schauen die LBS-Mitarbeiter beim Gang zum Arbeitsplatz auf ein Werk von Frank Stella. Wer lange genug auf die Farben blickt, wird verwirrt durch ständig wechselnde Perspektiven.


Interessante Hintergründe


„Ich weiß von einigen Mitarbeitern, dass sie seit über 20 Jahren hier jeden Tag vorbeikommen und das Bild noch nie wahrgenommen haben“, erzählt Matthias Pape von der LBS. Er führte die Schülergruppe durchs Haus und erzählte interessante Hintergründe („Henry Moore wollte eigentlich nichts an eine Bank liefern. Aber als er in Münster zu Besuch war und sah, wohin seine Kunst sollte, machte er sich ans Werk.“).


Sicherheit spielt in einer Bank, aber auch im Museum eine große Rolle. Kunstlehrerin Anne Kückelhaus bekam dies zu spüren. Als sie Frank Stellas Werk zu nah kam, ging die Alarmanlage los – zum Spaß der Schülerinnen.

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Kategorien: Schule, Zukunft

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Schüler lesen Zeitung

03. Mai, 2010 von redaktion


Die Schüler der Abendrealschule lesen die Münstersche Zeitung. Foto: Koch

Die Schüler der Abendrealschule lesen die Münstersche Zeitung. Foto: Koch

Chennet Bayrak fährt jeden Tag 80 Minuten mit dem Zug – dann drückt sie die Schulbank, ganz ohne Schulpflicht.


Die 18-Jährige besucht die Abendrealschule in Münster. Freiwillig bilden Chennet und ihre Klassenkameraden sich dort fort, neuerdings nutzen sie dazu die MZ.


Chennet und etwa 50 Schulkameraden nehmen teil am Projekt Schulticker. Für die meisten in der Klasse 1A1 der Abendrealschule ist das etwas völlig Neues: Ein Zeitungsabo hat nur einer der jungen Erwachsenen. „Ich schaue Fernsehen, gucke ein bisschen im Internet“, antwortet Michael Gol auf die Frage, wo er sich über aktuelle Nachrichten informiert. Seit die Klasse am Projekt teilnimmt, erfahren die Schüler: Hintergründe und eine Fülle lokaler Berichte bietet eine Lokalzeitung.


Persönliche Wochenübersicht


„Jeder Schüler durchforstet die Zeitung täglich nach dem seiner Meinung nach wichtigsten Artikel. Daraus entsteht dann seine persönliche Wochenübersicht“, erläutert Schulleiter Achim Müller, der in der Klasse Deutschunterricht gibt, wie die MZ dort derzeit zum Einsatz kommt.


Die Schüler haben zahlreiche Fragen zur Zeitung – etwa wie die Nachrichten für tägliche Ausgabe ausgewählt werden. Sie machen aber auch Verbesserungsvorschläge. So hält Zugfahrerin Chennet Bayrak die Zeitung für zu groß. „Ich finde, dass die Zeitung zu kompliziert aufgebaut ist, da gibt es so viel zu falten“, kritisiert sie.


Und der älteste Schüler der Klasse, Ivan Milosevic (31), wünscht sich mehr Tipps für seine Abendgestaltung. Außerhalb der Ferien dürfte die allerdings spartanisch ausfallen: Täglich bis 21.45 Uhr dauert der Unterricht der Abendrealschüler.


Thema intensiv recherchieren


Im Projekt lernen sie die Zeitung in den kommenden Wochen intensiver kennen. Außerdem haben die Schüler die Möglichkeit,  in Thema intensiverzu recherchieren –  spannende Angebote haben dazu auch die Projektpartner - Provinzial, Sparkasse Münsterland Ost  und LBS - in einem Themenkatalog zusammengestellt.


Von Oliver Koch

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Kategorien: Schule, Zukunft

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In der inspirierenden Welt des künstlerischen Tanzes

17. März, 2010 von Hilke

Nachdem ich die Betontreppe hinaufgegangen war, kam oben ein angenehmer, heller Aufenthaltsraum zum Vorschein. An den weiß gestrichenen Betonwänden hangen viele Bilder – Tänzer – in den verschiedensten, unmöglichsten Körperhaltungen.


Die beige-braunen gemütlichen Sessel an den kleinen Glastischen sahen sehr einladend aus. Ich überlegte gerade, mich hinein zu setzen und den Schlittschuh fahrenden Kindern unten auf dem Germania Campus zuzusehen, als ein junger Mann mit auffallender Brille auf mich zutrat.

 

Begrüßung mit einem freundlichen "Hallo"

 

David Rebel führt seit 1986 die Tanzschule seines Vaters Günther Rebel weiter. Immer wieder kommen verschiedene Leute herein, manche eilig, manche ruhig oder auch neugierig. Alle werden von dem 41-jährigen Leiter der Tanzschule mit einem freundlichen „Hallo“ begrüßt.

Es ist dieses Gefühl willkommen zu sein, das diese Tanzschule so besonders macht. Niemand fragt mich mit einem Stirnrunzeln, was ich denn hier wolle.

 

Ob Ballett oder Jazz-Dance

 

Amelié Alaze hat dort 10 Jahre lang immer wieder gerne getanzt, egal, ob Ballett, Hip-Hop, Jazz-Dance oder Stepp-Tanz. Die 19-jährige Tänzerin erklärt: „Man kennt viele und die, die man nicht kennt, lernt man kennen.“ Aufgeschlossene Leute.

 

Immer wieder kommen junge Tänzer und Tänzerinnen die Betontreppe, die zu den drei hohen, Licht durchfluteten Tanzsälen führt, herunter, meist in Unterhaltung mit anderen. Auf ihren Stirnen glitzern oft noch kleine Schweißperlen, ein kleines Lächeln ist trotz der Anstrengung auf ihren Lippen.

 

"Etwas, was ich noch nie gemacht habe"

 

„Ich wollte etwas machen, was ich noch nie gemacht habe“, beschreibt er - Günther Rebel – mit einem kleinen Funkeln in den Augen sein aktuelles Stück „Love is in the air.“ Es tanzen und spielen dort mit: drei Tänzer und zwölf Tänzerinnen der Company, seiner Rebel-Dance-Company.

Er hat sie 1974 gegründet und leitet sie bis heute! Günther Rebel ist international bekannt dafür, immer wieder unterschiedlichste Tanz- und Musikstile zu vermischen, Unerwartetes zu schaffen.

 

Auf meine Frage, wo er sich die Inspiration her holt, ernte ich Schweigen. Nachdenklich wirkt der 65-jährige, dann erklärt er, er denke sich die Stücke zur Musik aus. Manchmal würde er sich wochenlang nach außergewöhnlicher Musik umhören und fände einfach nichts.

 

Fetziges Cover entdeckt

 

Dann gehen seine Mundwinkel nach oben und er erzählt: „Da war im CD-Laden ein total buntes, fetziges Cover, als ich die Musik nur eine Minute gehört hatte, wusste ich, dass sie zum neuen Stück passt.“

 

Wieder kommen zwei Mädchen zur Tür herein, sie zupfen an ihren Anziehsachen herum, die eine schubst die andere leicht ein Stückchen nach vorn. Diese rauft sich die Haare und bewegt sich dann mit schnellen Schritten auf den Tisch zu, an dem David Rebel sitzt. Auch sie wollen hier mitmachen. Herzlich Willkommen!

 

Von Tabea Severin, Marienschule Münster

 

Mehr Infos unter:

www.rebeltanz.de

www.rebeldancecompany.de

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Kategorien: Freizeit, Hobby

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Auf den Leib geschnitten

09. März, 2010 von redaktion

Mut zur Farbe: das brauchen die Kunden von Siggi Spiegelburg. Foto: dpa

Mut zur Farbe: das brauchen die Kunden von Siggi Spiegelburg. Foto: dpa

Ein Glitzern und Funkeln umgibt mich. Neben und hinter mir strahlt es nur so von verschiedenen bunten Farben. Ich bin nicht in der Zauberwelt von Prinzessin Lilifee, sondern im Geschäft von Sigrid Spiegelburg.

Hinter dem Namen „Spiegelburg“ stecken nicht nur verschiedene Märchenhelden und ihre Bücher, wie zum Beispiel der reiselustige Hase Felix und Prinzessin Lilifee, sondern auch der wohl mit exklusivste Modeladen in ganz Münster.


Kundinnen brauchen Mut zur Farbe

Bei „Siggi“ wird einem das perfekte Kleidungsstück auf den Leib geschneidert. Sie setzt auf Hochwertiges und nichts von der Stange. Siggi Spiegelburg begeistert nicht nur ältere oder jüngere Kundinnen, sie schneidert und entwirft für jede Altersgruppe.

Nur eins sollten alle gemeinsam haben: Mut zur Farbe und eine Leidenschaft für Hochwertiges. „Das ist ja das Schöne daran! Wir sprechen alle an, egal in welchem Alter.“, sagt sie selbst begeistert.

Doch am meisten fasziniert die ungeheure Vielfalt. Darauf hat Siggi geachtet, seit sie mit 21 angefangen hat, Mode zu verkaufen. In mehreren Holzschränken glitzert es nur so von verschiedenen Knöpfen und Perlen, aus Regalen quellen Hunderte bunter Stoffe heraus und unzählige Borten und Bänder stapeln sich in einem anderen Schrank.


Tolle Muster und Schnitte


Die Kunden werden schon im Eingangsbereich von bunten Mustern und tollen Schnitten empfangen, die zur Inspiration dienen. In zwei Vitrinen liegen außerdem funkelnde Ohrringe, Armbänder und Ketten, die Siggi sich für ihre Designer-Entwürfe anfertigen lässt.

Nicht ohne Grund sind diese Entwürfe in ihrem riesigen Angebot mittlerweile in der ganzen Welt bekannt und gefragt. Das Geschäft leitet Sigrid Spiegelburg jetzt schon seit 30 Jahren mit mittlerweile insgesamt 17 Mitarbeiterinnen.


Schon mit 16 fing sie an, sich für das Nähen und Designen zu begeistern. „Für mich ist damit ein Mädchentraum in Erfüllung gegangen!“, sagt Siggi, die es auch ohne richtige Designerausbildung zu etwas Großem gebracht hat. Für sie ist es ein Mädchentraum, doch möglicherweise ist sie auch dazu veranlagt, denn sie stammt aus der C&A-Familie.


In neunköpfiger Familie aufgewachsen

Siggi Spiegelburg ist in einer neunköpfigen Familie aufgewachsen und kennt Ihre Mutter nur an der Nähmaschine. So ist es nicht sehr erstaunlich, dass sie als Mädchen auch mal ihre Sachen selbst stopfen und nähen musste. „So habe ich mir selbst das Nähen beigebracht!“, erklärt sie mir.

Passend zu ihrer Märchenwelt lebt sie mit ihren beiden Töchtern und ihrem Mann sowie mehreren Hunden und Pferden auf einem restaurierten Wehrturm aus dem 15. Jahrhundert.


Buchsbäume in Teddy-Form


Ihre Kinder brachten sie und ihren Mann auf immer neue Ideen. Auch zu Hause tobt sie sich aus und wann immer ihr danach ist, arrangiert sie Haus und Garten neu. Für sie ist es klar, dass ihre Buchsbäume nicht rund sind, sondern die Form von Pferden, Hasen oder Teddys haben. Mittlerweile kennt und möchte es auch die ganze Familie so.

Die herzliche Begrüßung, die ich erfahren habe, passt auch dazu, dass sie nebenbei Schirmherrin der Organisation „Second Hand First Class“ ist. Von sich selbst sagt sie: „Zu Hause sitzen und Kaffee trinken, da habe ich keine Zeit zu und da habe ich auch keine Lust zu.“

Von Selina Heuer, Klasse 8a Marienschule Münster

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Kategorien: Freizeit, Mode

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Mädchenschule = Nonnenkloster? Oder Zickenschule?

05. März, 2010 von redaktion

Hier lernen nur Mädchen: Die Schülerinnen der Marienschule in Münster fühlen sich in ihrer Gemeinschaft sehr wohl. Foto: Santos

Hier lernen nur Mädchen: Die Schülerinnen der Marienschule in Münster fühlen sich in ihrer Gemeinschaft sehr wohl. Foto: Santos

„Komm Lea wir müssen los. Heute ist der Tag der offenen Tür an der Marienschule !“ , ruft Claudia S. mit einem breitem Grinsen und strahlenden Augen zu ihrer Tochter. „Och Mami! Du weißt, dass ich nicht auf dieses blöde Mädchengymnasium will.

Das ist total langweilig ohne Jungs und außerdem sagen die aus meiner Klasse das seien alles nur Zicken!“ , antwortet die neunjährige Viertklässlerin genervt. „Du schaust dir die Schule erst an, und dann kannst du dich entscheiden“, überredet die 39-jährige Hausfrau ihre Tochter.


Viele Vorurteile kursieren


 Nach einer Umfrage an der Marienschule in Münster sträubten sich genauso wie Lea fünfzehn von zwanzig befragten Schülerinnen zum Tag der offenen Tür der Marienschule zu gehen, da sie viele Vorurteile hatten. „ Während  der Besichtigung der Schule wurden meine Vorurteile ganz und gar nicht bestätigt, zu meiner Überraschung waren die Mädchen überhaupt nicht zickig, sondern sie waren sehr nett, hilfsbereit und haben mir gut erklärt, wie es in der Schule zugeht. Widerwillig musste ich mir eingestehen ,dass mir die Schule sehr gut gefallen hat“ , erzählte eine ältere Schülerin mit einem fröhlichem Lachen.


Alle der zwanzig befragten Schülerinnen der seit 88 Jahre existierenden Marienschule haben sich selbst für das von Nonnen gegründete Mädchengymnasium entschieden und wurden nicht von den Eltern beeinflusst oder gezwungen.

„Die Marienschule an der Hermannstraße 21 war die erste Schule, die ich besichtigt hatte, aber danach wollte ich mir keine andere Schule ansehen. Die Schule  hat mich begeistert, und meine Entscheidung stand fest: Ich will auf diese Schule, und bis heute bereue ich es nicht“ , erklärt die  8-Klässlerin Cindy glücklich.


Was ist in der Pause los? 


Das schöne an der Schule ist, dass es nicht nur Unterricht gibt, sondern auch Pausen. Aber was macht man auf einer Mädchenschule in den Pausen ? „Was wir in den Pausen machen?“ Die 13-jährige Schülerin zählt auf: „Eigentlich ziemlich viel. Manche gehen in die Milchbar, andere essen ihre mitgebrachten Butterbrote oder gehen auf die Toilette. Das was wir hauptsächlich machen, ist aber quatschen. Im Sommer gehen wir auch raus, um uns zu bräunen“, erklärt Evelyn aus der 8a.

Dieselbe Frage wurde auch einem Mädchen aus der Realschule im Kreuzviertel gestellt. “Die Pausen sind bei uns eigentlich ziemlich unterschiedlich. Einige Jungs spielen Fußball, ein paar Mädchen gehen auf Toilette um sich zu schminken , andere gehen zum Bäcker, planen das Wochenende, telefonieren  oder ärgern die Jungs", schildert die 14- jährige Neuntklässlerin Jessica. Wirkliche Unterschiede zwischen Pausen einer Mädchenschule und einer Gemischtenschule erkennt man nicht.


 Im Unterricht ist es leiser


Jedoch sind nicht die Pausen, sondern der Unterricht das wichtigste an der Schule. Gibt es im Unterricht unterschieden zwischen einer reinen Mädchenschule und einer Gemischtenschule ?

„Also richtig beurteilen kann ich das nicht, da ich bei  noch keinem Unterricht an einer weiterführenden, gemischten Schule teilgenommen habe. Meine Grundschule war jedoch eine gemischte Schule und da gibt es schon einige Unterschiede", berichtet die 13-jährige Evelyn nachdenklich.

Und sie fügt hinzu: "Im Unterricht auf der Marienschule ist es leiser als im Unterricht an der Grundschule, obwohl wir eine sehr laute Klasse sind. Dadurch , dass es etwas leiser ist ,wird man nicht abgelenkt und versteht eigentlich alles. Meine Noten haben sich nicht verbessert oder verschlechtert aber so finde ich den Unterricht besser.“


Mädchenschulen werden immer weniger. In Nordrhein-Westfalen gibt es nur 27 reine Mädchenschulen. Lea, die doch mit ihrer Mutter zum Tag der offenen Tür gegangen war, will jedoch dabei sein: „Mama, du hattest Recht - die Schule ist total toll“, ruft sie zu ihrer Mutter Claudia.


Von Cindy Santos, Klasse 8a, Marienschule Münster


Weitere Infos findest du unter:

http://www.muenster.org/marienschule/wirueberuns/flyer0809/s2_1200.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_bestehender_M%C3%A4dchenschulen

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