06. Mai, 2010 von redaktion

Bei der LBS durften Schülerinnen und Schüler einmal hinter die Kulissen einer Großküche schauen. Foto: MZ
Hinter die Kulissen einer Küche, die täglich mehr als 600 Mitarbeiter mit mehreren Mahlzeiten versorgt, haben exklusiv neun Schüler und zwei Lehrer der Papst-Johannes-Förderschule geblickt.
Für manche Schüler bieten sich nach dem Besuch in der Himmelreichallee nun sogar völlig neue Perspektiven. Damit hat Wolfgang Musik wohl kaum gerechnet: Wortgewandt und humorvoll führt der Küchenmeister der LBS die Gruppe durch die große Kantine, als sich Saskia plötzlich ein Herz fasst.
Auf Praktikums-Suche
„Ich interessiere mich für das Kochen und würde hier gerne ein Praktikum machen“, sprudelt es aus der Schülerin heraus. Musiks Reaktion: Überrascht, jedoch keineswegs abgeneigt. Er hat schon einmal einen Praktikanten von der Papst-Johannes-Schule gehabt. Ihr Mut scheint sich für Saskia auszuzahlen.
Die Jugendlichen und ihre Klassenkameraden sind durch das Schulticker-Projekt der Münsterschen Zeitung auf das Angebot der LBS aufmerksam geworden. In der Führung besichtigen die 15- bis 19-jährigen auch das Büro von LBS-Mitarbeiter Roland Hustert, das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf dem Küchenablauf.
Großes Interesse
„ Das Interesse unserer Schüler an der Mitarbeit in Küchen ist sehr groß“, so Lehrerin Maria Stermann. Ihre Klasse befindet sich momentan in der „ Berufspraxisstufe“ – dort sei es besonders wichtig, nach sinnvollen Förderoptionen zu suchen. „ Viele arbeiten in unseren Werkstätten, die Chancen, auf dem freien Arbeitsmarkt etwas zu finden, sind gering, doch wir probieren es“ , erzählt Stermann.
Matthias Pape, Presse und Öffentlichkeitsverantwortlicher der LBS, freut sich über den Besuch und betont: „Wenn nicht wir so etwas anbieten, wer dann? Wir sind ein großes Haus und haben die Möglichkeit dazu.“
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06. Mai, 2010 von redaktion
Interessieren sich Achtklässler für Dämmstoffe? Oder dafür, wie man energiesparend bauen kann? Die Antworten lauten eindeutig „ Ja“ – zumindest wenn man jene Schüler betrachtet, die jetzt das Paul-Schnitker-Haus im Handwerkskammer Bildungszentrum besuchten.
In dem Haus informiert die Kammer über neueste Trends bei diesem Thema. Die Achtklässler von der Johannes-Gutenberg-Realschule aus Hiltrup hatten sich den Besuch aus dem Themenkatalog des Projekts „ Schulticker“ ausgesucht. Hintergrund: Mit ihrem Sozialwissenschaftskurs hatten sie sich jüngst intensiv mit dem Klimawandel beschäftigt.
Hochmoderne Dämmstoffe
Das merkte man auch bei den intelligenten Fragen, die die Schüler an Expertin Dr. Susanne Diekmann stellten. „Was kosten hoch moderne Dämmstoffe?“ oder „was unterscheidet Glaswolle von Baumwolle“ , wollten die Schüler wissen. Ganz wichtig war ihnen auch: „Was können wir als Jugendliche tun?“
Eine Antwort der Expertin: „ Vernünftig lüften, das Fenster nicht auf Kipp stellen, sondern lieber stoßlüften.“ So verhindere man Schimmel und dass die Wände auskühlen.
Bauherren für Klimaschutz gewinnen
„ Kalte Wände machen immer ein unangenehmes Gefühl“ , sagte Diekmann. Ermöglicht hatte den Besuch der SchultickerPartner LBS. Die Bausparkasse hat ein großes Interesse daran, klimafreundliches Bauen zu finanzieren. Jüngst hat man ein Klimahaus entwickelt, mit dem man mehr Bauherren für den Klimaschutz gewinnen will.
Von Oliver Koch
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03. Mai, 2010 von redaktion
Was für ein Zufall: Als sich Stephanie Richards entschied, ihre Mitschülerinnen über den Künstler Karl Gerstner zu informieren, wusste die 17-Jährige noch nicht, dass ihr Onkel nicht nur in Basel in der gleichen Stadt wohnt, sondern mit dem Künstler auch befreundet ist. Und so hatte sie Informationen aus erster Hand.
Gestern war im Rahmen des Projektes Schulticker unserer Zeitung ein Kunstgrundkurs (Stufe 11) der Marienschule zu Gast beim Schulticker-Partner LBS. Die Schülerinnen hatten sich unter anderem über die Künstler Frank Stella, Karl Gerstner, Ellsworth Kelly und Victor Vasarely informiert.
Grund: Das Gebäude der LBS ist zwar Arbeitsplatz für 650 Mitarbeiter, aber eben nebenbei auch ein Museum. Wenn auch nicht im herkömmlichen Sinn.
Kunstwerke in den Besprechungsräumen
Ganz bewusst hat Architekt Prof. Deilmann Mitte der 1970er Jahre vor dem Gebäude (Skulpturen von Henry Moore), auf den Fluren und in Besprechungsräumen zahlreiche Kunstwerke aufstellen und -hängen lassen. Und so sehen Gäste der LBS, aber auch die Mitarbeiter, an allen Ecken und großen Flächen faszinierende und fesselnde Werke des Konstruktivismus.
Lehrerin Anne Kückelhaus nutzte die Chance und ließ ihre Schülerinnen in Form von Kurzreferaten die Werke vorstellen. Im Eingangsbereich schauen die LBS-Mitarbeiter beim Gang zum Arbeitsplatz auf ein Werk von Frank Stella. Wer lange genug auf die Farben blickt, wird verwirrt durch ständig wechselnde Perspektiven.
Interessante Hintergründe
„Ich weiß von einigen Mitarbeitern, dass sie seit über 20 Jahren hier jeden Tag vorbeikommen und das Bild noch nie wahrgenommen haben“, erzählt Matthias Pape von der LBS. Er führte die Schülergruppe durchs Haus und erzählte interessante Hintergründe („Henry Moore wollte eigentlich nichts an eine Bank liefern. Aber als er in Münster zu Besuch war und sah, wohin seine Kunst sollte, machte er sich ans Werk.“).
Sicherheit spielt in einer Bank, aber auch im Museum eine große Rolle. Kunstlehrerin Anne Kückelhaus bekam dies zu spüren. Als sie Frank Stellas Werk zu nah kam, ging die Alarmanlage los – zum Spaß der Schülerinnen.
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