09. Juni, 2010 von redaktion

Jugendliche streikten für eine bessere Bildungssituation. Foto: dpa
In 15 Städten Nordrhein-Westfalens haben am Mittwoch Schüler und Studenten für eine gerechtere Bildungspolitik demonstriert.
Hauptforderung der rund 6000 Demonstranten war erneut die Abschaffung der Studiengebühren in Höhe von bis zu 500 Euro sowie des dreigliedrigen Schulsystems.
Aufgerufen zu den Aktionen haben das „Bildungsstreik“-Bündnis und das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS).
Die Proteste verliefen bis zum Mittag nach Angaben der Polizei weitgehend friedlich.
Auch in Dortmund sammelten sich die Schülerinnen und Schüler am Mittwochmorgen an der Katharinen-Treppe gegenüber den Bahnhof. Mit großen Transparenten, Megafonen, und begleitet von der Polizei zogen sie von dort aus durch die Stadt.
Von dpa

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10. November, 2009 von diana

Jugend und Politk passt nicht zusammen? Mitglieder der Jungen Union Lünen beweisen das Gegenteil. Foto: Clewing
„Politik ist wie Sex – Nur darüber reden, bringt nichts!“ Dieser Spruch steht auf der Homepage der Jungen Union, eine Aussage, über die sich streiten lässt.
Nach dem Interview hatte ich das Glück, einige Mitglieder der JU Lünen zu ihren Erfahrungen, Ansichten und Beweggründen befragen zu können.
Hier ihre Antworten in Kurzform:
Ostwald Weber (19)
„Ich bin durch die Wahl darauf gekommen, mich politisch zu engagieren.“
Ostwald hat Wahlprogramme verglichen und sich schließlich für die CDU entschieden. Durch Eigeninitiative gelangte er zur JU.
Hendrick Quast (17)
„Ich halte politisches Engagement für wichtig.“
Hendrick zieht die konservative CDU für sich als die richtige Partei in Betracht, die FDP wäre aber auch noch eine Möglichkeit gewesen.
Hendrick ist nicht zufrieden mit unserer, seiner Meinung nach, liberalen Kanzlerin Angela Merkel, deshalb möchte er in der CDU etwas verändern.
Sebastian Drehmel (24)
„Ich bin seit einem halben Jahr Mitglied in der Jungen Union und möchte mitwirken und etwas verändern.“
Sebastian will sich nicht nur beschweren, er will selbst anpacken. Für die Zukunft wünscht er sich eine bessere Wirtschaftspolitik.
Alexander Fischer (29)
„Ich komme eigentlich aus einem unpolitischen Umfeld und bin auch manchmal mit Misstrauen bedacht worden.“
Alexander hat sich bewusst für die Politik und die Junge Union entschieden, womit er nicht überall auf Begeisterung traf. „Oftmals kam nur ein ‚aha’ zurück und damit war die Sache gegessen.“
Auch Stephan und Daniel berichteten von verschiedenen Differenzen und unterschiedlichen politischen Richtungen innerhalb der Familie, doch Streit lösten diese niemals aus. Stephan dazu: „Wenn es so weit kommt, dann stimmt auch in der Familie etwas nicht.“
Von Diana Clewing
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10. November, 2009 von diana
Jugend und Politik – eine „explosive“ Mischung?
Explosiv in jedem Fall, aber im positiven Sinne, denn Jugendliche und junge Erwachsene interessieren und engagieren sich stärker für Politik, vor allem innerhalb der heimischen Stadtgrenzen, als viele erwarten.
Wir interviewen politisch engagierte Jugendliche und junge Erwachsene und fragen nach: warum, wieso, weshalb? Heraus kommen spannende Statements von Menschen, die etwas unternehmen, statt stillzusitzen und Einfluss auf die Dinge nehmen, die um sie herum geschehen.
Den Anfang machen Stephan Messing und Daniel Pöter aus der Jungen Union Lünen (CDU).

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Stephan Messing (24)
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Daniel Pöter (22)
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Position
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1. Vorsitzender
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2. Vorsitzender
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Weitere Positionen
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2. Vorsitzender des CDU Stadtverbandes
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Schriftführer des CDU Stadtverbandes
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Beruf
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Student an der TU Dortmund
(Lehramt für Englisch und Religion)
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Medienkaufmann Digital und Print
bei den Ruhr Nachrichten in Dortmund
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Interessen
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Politik, Musik, Fußball
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Politik, London, Geschichte
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Über sich
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"Ich bin spontan, lache gerne und
bin sehr stark an der Meinung
anderer interessiert."
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"Ich bin überzeugter Anzugträger,
genieße das Leben und hoffe, dass ich in Zukunft für die CDU politisch etwas verbessern kann."
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Warum engagiert ihr euch in einer Partei?
Daniel und Stephan führen mich in einen Konferenzraum im zweiten Stock des CDU-Standortes in Lünen. An den Wänden hängen alte Wahlplakate aus „ruhmreicheren“ Zeiten, auf dem Tisch liegen die Überbleibsel der letzten, für den CDU-Stadtverband Lünen weniger erfolgreichen Wahl. Kullis, Luftballons, Trinkbecher und Flyer, doch alles, was sich noch einmal verwenden lässt, wird auch nicht weggeschmissen. So leicht steckt hier niemand den Kopf in den Sand.
Nach einigem Geplänkel, wie alt seid ihr, was macht ihr beruflich, etc., stelle ich endlich die Frage, die mir als erstes zu diesem Thema in den Sinn kam: warum engagiert ihr euch in einer Partei? Für Stephan keine Frage, „wer sich nicht bewegt, bewegt nichts“, Daniel stimmt eifrig zu.
Andere Parteien – keine Chance
Sowohl Daniel als auch Stephan waren schon immer sehr interessiert in Politik, vor allem, was die lokale Politik „vor der Haustür“ betrifft. Stephan kam 2005 durch einen Schulkollegen, Daniel im gleichen Jahr durch Eigeninitiative über die CDU zur JU.
Auch nachdem sich die zwei mit anderen Parteiprogrammen beschäftigt hatten, stand für sie schnell fest, dass sie sich in der CDU und in keiner anderen Partei engagieren möchten.
Daniel identifiziert sich sehr mit den wirtschaftlichen Zielen der CDU. „Ich möchte, dass Lünen eine Stadt ist, in der man gerne leben und arbeiten will. Dafür ist es aber nötig, dass Arbeitsplätze geschaffen werden und die Wirtschaft mit Sinn und Verstand geführt wird.“
Für Stephan war vor allem der familiäre und jugendliche Schwerpunkt der CDU ausschlaggebend für seine Auswahl. „Es ist wichtig neue Angebote für Jugendliche zu schaffen.“ Dies ist allein schon aufgrund der finanziellen Lage in Lünen nicht gerade einfach, doch Stephan ist der Meinung, dass z.B. die Renovierung des Jugendzentrums Lükaz, welches neben dem Hansesaal die einzige größere Anlaufstelle für Jugendliche ist, schon einen großen Schritt auf dem richtigen Weg bildet.
Die Aufgaben eines 1. und 2. Vorsitzenden
Stephan und Daniel sind der 1. und 2. Vorsitzende der JU. Zu ihren Aufgaben zählen die einmal im Monat stattfindenden Sitzungen der JU einzuberufen und zu „moderieren“, wie Stephan es nennt, denn eine Demokratie funktioniert nicht, indem man Meinungen bestimmt, sondern darüber diskutiert.
Außerdem sprechen sie vor dem CDU-Stadtverband und vor der Stadt Lünen für die Mitglieder der JU und stehen für die gemeinsam getroffenen Entscheidungen ein.
Natürlich zählt auch die Organisation verschiedener Veranstaltungen auf der Aufgabenliste des Vorsitzenden und seines Vertreters. Hierbei bezieht sich die engagierte Jugend auf aktuelle Themen, die häufig auch Diskussionen innerhalb der Stadt auslösen. Der Bau des Trianel-Kraftwerkes rief beispielsweise heftige Diskussionen unter den Bürgern und Bürgerinnen der Stadt Lünen hervor, die JU suchte das Gespräch mit Projektleiter Manfred Ungethüm, um sich eine fundierte Meinung zu bilden. Ein Gespräch mit der Lüner Polizei zum Thema Jugendkriminalität ist ebenfalls ein gutes Beispiel dafür, dass die JU zeitgemäße Themen hinsichtlich ihrer Veranstaltungen im Blick hat.
Die Mitglieder der JU
Die JU hat ca. 130 Mitglieder und noch mehr Sympathisanten, Unterstützer und Helfer. Natürlich wachsen diese Mitglieder nicht einfach auf den Bäumen, schön wär’s, kein Heimat- oder Sportverein müsste mehr um seine Existenz bangen.
Wie die JU neue Mitglieder gewinnt? Indem sie mit den Jugendlichen reden, sie zu überzeugen versuchen und ihnen die Möglichkeiten aufzeigen. Veranstaltungen, auch außerhalb des politischen Rahmens bieten dafür eine große Chance. Aber viele ergreifen auch Eigeninitiative, wenden sich an die JU oder die CDU und möchten mitwirken, -arbeiten und etwas verändern. Das momentan jüngste Mitglied der JU ist 18 Jahre alt (die JU nimmt Mitglieder im Alter von 16 bis 35 Jahren auf).
Die Tatsache, dass man Mitglied der JU sein kann, ohne Mitglied der CDU zu sein, erleichtert vielen Interessierten den Einstieg. Die JU ist ungebunden und von der CDU unabhängig in Sachen Meinungsbildung und Handeln.
Auf meine letzte Frage „was sollte man mitbringen, wenn man sich in einer Partei bzw. in der CDU / JU engagieren möchte“ antworten Stephan und Daniel: Interesse an Politik, Offenheit und Spaß an der Sache.
Von Diana Clewing
Weitere Artikel zu diesem Thema: „Politik ist wie Sex – Nur darüber reden, das bringt nichts!“
Weitere Informationen über die Junge Union Lünen findet ihr auf
www.junge-union-luenen.de
Von Diana Clewing
"Politik ist wie Sex - Nur darüber reden, das bringt nichts!"
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