Winter, Sonne, Meer und Strand
26. Januar, 2010 von Ricarda Maas

Fast wie im Sommer. Foto: Maas
Geschafft! Ich verstaue meine Taschen unter Bank und Tisch und genieße meinen Ausblick. Die Sonne hat sich gegen graue Wolken durchgesetzt und taucht das Meer in goldenes Licht. Ich schaue mich um. Familien mit großen und kleinen Kindern. Junge Menschen, Schüler, Studenten. Alte Menschen. Und alle haben dasselbe Ziel: Ameland. Das einzige was uns davon jetzt noch trennt, ist die fünfundvierzig minütige Fahrt mit der Fähre.
Und dann ist der große Moment da
Noch einmal heißt es sich mit dem Gepäck beladen und in den Strom einfädeln, welcher vom Schiff führt. Und dann ist es passiert. Der erste Schritt auf die Insel ist getan. Für eine genaue Betrachtung der Umgebung bleibt zunächst keine Zeit. Jetzt heißt es begrüßen, umarmen und mein Gepäck im Auto verstauen. Dann ist er da. Der Moment auf den ich so lange gewartet habe. Ich bin im Urlaub. Mal weg von zu Hause. Andere Landschaft, andere Leute. Einfach mal abschalten vom Alltag.
So viel zu sehen und so wenig Zeit

Und dann war plötzlich Winter. Foto: Maas
Eine ganze Woche lang erkunde ich die Insel, gehe bummeln oder etwas essen, gehe abends gemütlich aus oder auch mal so richtig feiern. Umgeben von netten Menschen genieße ich tagsüber die tolle Landschaft oder die urige Atmosphäre der kleinen Dörfchen. Ein Ausflug auf den Leuchtturm darf natürlich auch nicht fehlen. Abends geht es zu Freunden und das ein oder andere Bier in den verschiedenen Kneipen im Ort rundet einen langen erlebnisreichen Tag ab. Und doch bleibt immer die kleine Stimme im Hinterkopf, die einen an das immer näher rückende Abreisedatum erinnert.
Wäsche trocknet draußen im Wind und beim Strandspaziergang wird es einem schon fast ein wenig zu warm in der dicken Winterjacke. Man könnte meinen es sei Frühling. Und dann ist das erste was man am nächsten Tag erblickt eine dicke weiße Schneedecke. Es ist so als wäre man über Nacht in ein perfektes Wintermärchen gefallen. Meine Urlaubsbilder zeigen eine kuriose Mischung aus Frühlingswetter und tiefstem Winter.
Als ich mir sie zu Hause noch einmal anschaue, überkommt mich ein bisschen das Fernweh. Jetzt heißt es erst einmal wieder im Alltag bestehen. Kein Meer, kein Strand und keine gemütliche Dorfatmosphäre. Stattdessen bin ich zurück zu Hause. Zu Hause in der Großstadt mit viel Lärm und Hektik. Zurück bei meinem Studium und den anstehenden Prüfungen. Aber schon jetzt freue ich mich auf eine baldige Rückkehr auf die Insel. Schon eine Woche hat gereicht und ich habe ein kleines Stück meines Herzens an dieses wunderschöne Fleckchen Erde verloren. Und somit bleibt für mich nicht viel mehr zu sagen als:
Bis bald!
Von Ricarda Maas
Kategorien: Freizeit, Reise




