27. Dezember, 2011 von redaktion

Mitglieder der Jugendredaktion während des besuchs in der Jugendhilfe St. Elisabeth. (Foto: Hagemeister)
Sebastian öffnet die Tür zu seinem Zimmer und führt uns hinein. An den Wänden hängen Poster von Sido und Eminem. „Ich darf selbst entscheiden, wie ich mein Zimmer gestalte,“ sagt der 16-Jährige und schaut sich um.
Er wohnt seit zwei Jahren in der Jugendhilfe St. Elisabeth in Wellinghofen. „Man gewöhnt sich daran, hier zu leben“, sagt er und nickt dabei. Als Haussprecher seiner Wohngruppe ist er unter anderem zuständig dafür, Konflikte zwischen den Bewohnern zu schlichten.
Damit diese gewaltfrei gelöst werden können, haben sich Sebastian und elf weitere Bewohner gemeinsam mit Ansprechpartnern der Einrichtung zusammengesetzt. „Schutz vor Gewalt“ hieß das Seminar, auf dem sie drei Tage die vielen Facetten des Themas beleuchteten.
Nun, kurz danach, sitzen im Besprechungsraum der Jugendhilfe einige der Teilnehmer mit der Jugendredaktion der Ruhr Nachrichten an einem Tisch. Sie erinnern sich und berichten über das Seminar – offensichtlich gern.
Engagiert gearbeitet
„Es war toll, dass alle so engagiert gearbeitet haben. Wir haben wirklich viel geschafft und unsere Gedanken auch zu Papier gebracht,“ berichtet die 17-jährige Vanessa. In ihrer Stimme schwingt Freude mit, als sie davon erzählt, wie viele kreative Aktionen die Gruppen entwickelt haben. Vanessa legt die flache Hand auf die Tischplatte vor sich und schaut fragend die anderen an. „Was haben wir alles gemacht?“ Dann zählen die Jugendlichen zusammen auf. Theater spielen, Musik machen und Bilder malen gehörten zum Inhalt des Seminars – natürlich alles zum Thema Gewalt.
„Es war eine tolle Erfahrung, mit den Jugendlichen in diesem Projekt zusammenzuarbeiten – auch für uns Erwachsene“, sagt Erziehungsleiter Dirk Meier. „Wir haben großen Respekt vor ihnen, weil sie es geschafft haben, drei Tage lang so intensiv an einem Thema festzuhalten.“ Anerkennend schaut er zu den Jugendlichen hinüber.
Das Gespräch über Gewalt sei ernst und schwierig. „Aber in einer Institution wie der Jugendhilfe leben Menschen zusammen, die sich das meist nicht selbst ausgesucht haben“, schildert Dirk Meier. „Da ist es wichtig, über Gewalt und über Regeln zu sprechen.“ Und zwar gemeinsam mit den Jugendlichen – und nicht über ihre Köpfe hinweg.
Thema weiter vertiefen
Auf jeden Fall sollen noch weitere Projekte zum Thema Gewalt folgen, sagt Dirk Meier. „Denn der Grundstein ist gelegt, aber ein Grundstein ist kein ganzes Haus.“
Vanessa sagt nachdenklich: „Es dauert eben, bis jeder sensibel reagiert und das Thema wirklich jeden Tag im Hinterkopf hat.“
Von Justine Saal, Christina Fürstenberg und Alena Brandt
www.jugendhilfe-elisabeth.de
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27. Dezember, 2011 von redaktion

Im Museum sahen sich die Schülerinnen und Schüler jedes Kunstwerk ganz genau an. Auch Videoinstallationen und Tonaufnahmen gehörten dazu. (Foto: Hagemeister)
Die Klasse 4b der Widey-Grundschule hat den DEW21 Kunstpreis besucht. Luke Schürmeyer, Matthias Blasezyk und David Schmidtkötter interviewten Wolfgang Bödeker (kl. Foto), der Kulturveranstaltungen für DEW21 organisiert. Er hatte zu jeder Frage eine Antwort.
Herr Bödeker, wie unterstützen Sie den Kunstpreis?
Der erste, zweite und dritte Platz – sie werden alle von DEW21 bezahlt. Denn wir sind ein großes Unternehmen in Dortmund und fühlen uns dafür verantwortlich, was in der Stadt geschieht.
Wie gefällt Ihnen Ihre Arbeit?
Sehr gut! Ich habe viel Kontakt zu Künstlerinnen und Künstlern. Außerdem kann ich besondere Aufgaben übernehmen – zum Beispiel heute mit euch und euren Klassenkameraden durch die Ausstellung zu gehen.
Welches Werk aus der Ausstellung finden Sie ganz besonders gut?
Die Teller-Drehmaschine gefällt mit persönlich am besten. Sie hat ja auch den ersten Platz erreicht.
Waren Sie auch in der Jury?
Dieses Jahr nicht, aber beim letzten Mal.
Und wären Sie gern wieder dabei gewesen?
Ja. Denn es macht viel Spaß, mit den anderen Mitgliedern darüber zu diskutieren, welches das beste Kunstwerk ist – und warum.
Sind die Entscheidungen der diesjährigen Jury Ihrer Meinung nach gerecht?
Ja, ich denke, das sind sie.
Wir danken Ihnen für das Gespräch!
Gern geschehen.
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27. Dezember, 2011 von redaktion

Unterwegs auf altem Kopfsteinplaster in der Speicherstraße: Am Hafen lässt sich auch Geschichte entdecken. (Foto: Hagemeister)
Ein eisiger Wind weht über den Dortmunder Hafen. Es sind 4 Grad Celsius. Die Klasse 8d der Droste-Hülshoff-Realschule hört mit schlotternden Beinen gespannt Christian Manthey von der Dortmunder Hafen AG zu.
Vor dem Aufbruch zum gemeinsamen Hafenrundgang gehen alle noch einmal ins Alte Hafenamt, um das mehr als 100 Jahre alte Gebäude zu besichtigen. Am Modell des Hafens erklärt Christian Manthey, wohin genau der Rundgang führen soll. Mit einem Stab fährt er über die dicke Glasverkleidung des Modells, immer an den einzelnen Etappen entlang.
„Na, dann also auf!“ Christian Manthey legt den Stab zur Seite, knöpft sich die Jacke zu und geht zur Tür. Die Schüler folgen ihm durchs Hafenamt. Sie atmen die kühle Luft des Treppenhauses ein und schlendern durch die schwere, alte Eingangstür ins Freie. Dann fällt die Tür quietschend ins Schloss. Blauer Himmel und klare Luft begleiten die Spaziergänger.
Der Dortmunder Hafen ist schon 112 Jahre alt und wurde in den Jahren 1895 bis 1899 erbaut und 1899 eingeweiht. Zum Beispiel werden hier Container, Mineralöle, Heizöl, Diesel und Baustoffe umgeschlagen. Täglich. Rund um die Uhr.
Auf den Straßen herrscht Berufsverkehr. Nahe der Kanalstraße riecht es noch ein wenig nach Abgasen. Doch dann geht es in eine Seitenstraße, hier ist es ruhiger. Christian Manthey knöpft sich die Jacke bis oben zu. Dann erklärt er, dass die Dortmunder Hafen AG für den Bau und Unterhalt der Hafenbecken und für die Vermarktung und das Management der Grundstücke zuständig ist. Weiter geht’s in Richtung Wasser.
Das helle Sonnenlicht reflektiert silbern auf der Oberfläche. In der Ferne ist das Schiff „Santa Monika“ zu erkennen. Damit können Besucher über den Dortmund-Ems-Kanal fahren.
Am Rande des Hafenbeckens steht ein Bootshaus, in dem das Arbeitsboot sowie das Inspektionsboot der Hafenmeister untergebracht sind. Die Hafenmeister fahren hinaus und achten darauf, dass die Hafenbecken in Ordnung sind. Gegen Mittag neigt sich die Besichtigung des Dortmunder Hafens dem Ende entgegen. Die Schüler haben ihre Notizblöcke mit vielen Informationen gefüllt und freuen sich schon aufs Schreiben.
Von Lara Owerberg
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23. November, 2011 von redaktion
Wie lebt eine Lehrerin in Kenia? Schülerinnen und Schüler aus Klasse 8d der Droste-Hülshoff-Realschule sprachen mit der 37-jährigen Deutschlehrerin Christin Nkatha.
Frau Nkatha, wo wohnen Sie?
Ich wohne in Nairobi, der Haupstadt Kenias.
Wie lange leben Sie schon dort?
Ich wohne dort, seitdem ich einen Job bekommen habe. Das war vor ungefähr zehn Jahren.
Welche Hobbys haben Sie?
Ich schaue gerne Krimis und Liebesfilme. Außerdem tanze ich gern mit meinen Freunden.
Was wollten Sie früher einmal werden?
Eigentlich wollte ich früher Journalistin werden, aber mein Vater sagte, ich sollte besser Lehrerin werden.
Wie war Ihre Kindheit?
Meine Kindheit war normal, nach der Schule verteilten wir die Aufgaben, wie die Hausarbeiten, das Kochen und so weiter. Und um 10 Uhr mussten wir ins Bett.
Haben Sie Geschwister?
Ja, ich habe fünf Geschwister. Vier Brüder und eine Schwester.
Freuen Sie sich über Ihren Job als Lehrerin?
Ja, ich bin glücklich, da die Schüler sehr nett sind.
Zu welchem Stamm gehören Sie eigentlich?
Mein Stamm heißt Meru.
Tragen die Kinder Schuluniform?
Ja, sie tragen Schuluniform, das macht sie alle gleich.
Auf welcher Schule unterrichten Sie?
Ich unterrichte auf einer Sekundarschule.
Welchen Namen hat die Schule?
Die Schule heißt State-House und liegt in Nairobi.
Wie lang sind Sie zur Schule bzw. in den Kindergarten gegangen?
Ich bin ein Jahr in den Kindergarten, acht Jahre in die Grundschule und vier Jahre auf die weiterführende Schule sowie vier Jahre zur Uni gegangen.
Wollten Sie schon immer einmal nach Deutschland?
Ja, aber wir können uns keinen Urlaub leisten. Ich hätte auch nicht nach Deutschland kommen können, wenn es mir nicht ermöglicht worden wäre.
Waren Sie schon einmal in Deutschland?
Ja, ich war 2007 in Flensburg und 2009 in Dresden.
Was haben Sie für einen Wunsch für die Zukunft?
Ich würde am liebsten später einmal Botschafterin werden.
Von Laura E.
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23. November, 2011 von redaktion

Dieses Foto ist während einer Hochzeit der Massai entstanden. Dieses ist eines von mehreren Völkern, die in Kenia leben. Foto: dpa
Das sind spannende Deutschstunden, wenn Christin, Deutschlehrerin in Nairobi, vom Stammesleben erzählt: Ein Stamm (Luhya) hält es für Liebe, seine Frauen zu schlagen. Ein anderer Stamm, die Massai, verheiraten ihre Töchter mit zwölf Jahren.
„Da wäre ich ja schon zwei Jahre verheiratet“, ruft die 14-jährige Isabell aus der 8d der Droste-Hülshoff-Realschule (DHR). Christin erklärt, dass sie in Afrika als Massai auch ein Baby hätte. Die Klasse hört beeindruckt und voller Aufmerksamkeit zu, was Christin über das fremde und harte Leben in Kenia erzählt. Sie erklärt, dass sie ihre Ausbildung am Goethe-Institut gemacht hat. Anders als in Dortmund haben die Klassen in Nairobi eine Anzahl von ca. 50 Schülern. „Viele Familien in Nairobi sind sehr arm und können sich kaum noch das Schulgeld leisten“, erzählt die Deutschlehrerin. Dass sich auf dem Land zehn Personen ein Bad teilen, ist für Christin ganz normal.
Kampf gegen Korruption
Nairobi kämpft gegen Korruption im politischen Bereich, denn diese ist vor allem für die kenianischen Kinder sehr nachteilig. Kinder von Politikern, die das Schulgeld zahlen können, nehmen oft den Kindern, die durch Sponsoren einen Zugang zu einer Schule bekommen könnten, den Platz weg. Das macht Christin traurig, aber wie soll man das ändern?
„Insgesamt besitzt Kenia 42 Stämme“, sagt die freundliche Lehrerin. Dann erzählt sie von den Stämmen und ihren Sitten. Der Besuch von Christin war sehr lehrreich! Marlo
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23. November, 2011 von redaktion

Das Leibniz-Gymnasium bietet einen besondern Kunstkalender an. Foto: dpa
Es dauert nicht mehr lange, dann fängt das neue Jahr an. Für alle, die noch keinen Kalender haben und mal etwas anderes als immer die gleichen Tiere oder Leute auf den Kalenderblättern sehen wollen, hier der Tipp des Monats:
Seit 1993 sammeln die Kunstlehrer des Leibniz-Gymnasiums jedes Schuljahr die besten Werke aller Jahrgänge und stellen daraus den Kunstkalender zusammen.
Dabei entsteht eine bunte Mischung aus Fotoprojekten, Skulpturen, Aquarellen und vielem mehr. Dieses Jahr sind auch Raffaela, Jasmin und Nathalie aus Klasse 8 dabei. „Wir haben ‚Eat Art‘ gemacht, das heißt, wir haben Essen aus Ton geformt und im Ofen gebrannt“, erklärt Raffaela. Danach wurden die Miniskulpturen natürlich noch in den passenden Farben bemalt. Das Ergebnis wird auf einem der zwölf Kalenderblätter zu sehen sein, wie auch die anderen Werke.
Ab sofort kann der Kalender am Leibniz-Gymnasium gekauft werden.
Von Justine Saal und Christina Fürstenau
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24. Oktober, 2011 von redaktion

Viel los war auf dem Fest der Hauptschule Kley. Die Schüler präsentierten ihren Besuchern auch eigene Aufführungen. Foto: HS Kley
Ein besseren Tag für ein Schulfest der Hauptschule Kley hätte es nicht geben können: Bei sonnigen 26 Grad spielten und tobten die Kinder auf der Hüpfburg oder probierten die verschiedenen Angebote aus, die die Klassen vorbereitet hatten.
Es gab Stände mit Rätselspielen, bei denen die Besucher schätzen mussten, wie viele Erbsen, Gummibärchen oder Murmeln in einem Glas waren. An anderen Ständen sollten sie ertasten, was für ein Gegenstand sich in einer Kiste befindet ... Außerdem gab es neben dem reichen Spielangebot auch Auftritte der Schüler.
Es wurde gesungen, getanzt und ein kleines Theaterstück aufgeführt. Viele Eltern haben beim Aufbauen und Gestalten des Schulhofs geholfen. Und natürlich ist es erst dann ein richtiges Fest, wenn Kuchen und Kaffee serviert werden. So haben die Eltern auch selbst Kuchen gebacken.
Auch ehemalige Schüler der Hauptschule Kley haben das Schulfest besucht und sich an den Aktivitäten gern beteiligt. So war es ein abwechslungsreiches und spaßiges Schulfest.
Von Kristin Rühlemann, 9a,
Hauptschule Kley
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26. Juli, 2011 von redaktion

Mit Freude wagten sich die Schülerinnen und Schüler ins Abenteuer. Foto: Hagemeister
„Gibt es die auch in Größe XS?“, fragte Kim und zog spielerisch am Gürtel ihrer Rettungsweste. Es gab die Schwimmwesten nicht in der Minigröße. Kim zog den Gürtel stramm und nickte. Das hatte sie sich schon gedacht.
Ihre Mitschüler der Klasse 8b von der Droste-Hülshoff-Realschule waren schon startklar und hatten die Paddel fest in der Hand. Auf Einladung von DEW21 unternahmen sie eine Kanutour auf der Ruhr.
So lernten sie den Fluss, aus dem unser Trinkwasser gewonnen wird, einmal aus ganz neuer Perspektive kennen. Vom Wasserwerk in Schwerte-Geisecke bis zur Schwerter Innenstadt durften die Jugendlichen über den Fluss fahren.
Trockenübungen
Zuerst wurde ihnen an Land in einer kleinen Einführung das Umgehen mit Paddel und Kanu beigebracht. Sportlich gekleidet standen die Schüler im Kreis um die Experten herum und machten zur Übung die Paddelbewegung der Betreuer nach.
Dann stiegen sie in Kleingruppen vom Ufer aus in die schaukelnden Kanus und machten die ersten Paddelzüge. Vanessa rief: „Hey, wir drehen uns ja um die eigene Achse!“ Die ersten Fahrversuche waren noch recht wackelig, aber mit der Zeit wurden die Jugendlichen sicherer.
Die letzte Person im Kanu hatte die Aufgabe zu lenken, die Vordermänner mussten im Takt paddeln. Dabei wurden nach einiger Zeit natürlich die Arme schwer. Aber die schöne Sonne und der kühle Wind machten den Schülern gute Laune. Sie entdeckten sogar den aus dem Biologie-Unterricht bekannten Haubentaucher auf dem Wasser. Allerdings sah er in der Realität viel kleiner aus als im Schulfilm.
Nach dem ersten, etwas längeren Teil der Fahrt machte die Klasse eine Pause an Land. Am Wehr in Villigst erfrischten sich die Schüler mit Getränken und sprangen zur Abkühlung ins kalte Wasser. Auf dem anschließenden Stück der Kanufahrt wurde die Ruhr wilder.
Kleine Wasserstufen
Viele Strudel, Strömungen und kleine Wasserstufen warteten auf die Klasse. Das war spannend und machte Spaß, war aber natürlich auch aufregend. Am Ende der rasanten Fahrt, fiel es einigen Schülern schwer, mit ihren Kanus wieder elegant anzulegen.
Es gab auf Höhe der Rohrmeisterei einen Steg, doch die Strömung trieb einige Boote daran vorbei. Die Betreuer fingen die Ausflügler natürlich schnell wieder ein. Wieder an Land wurden die Muskeln gelockert und erste Eindrücke ausgetauscht.
Und nach einem kleinen Fußmarsch bekamen die erschöpften Schüler eine leckere Stärkung. Allen schmeckten die deftigen Wurstbrötchen. Und nach den turbulenten Erfahrungen war es für die Schüler ein gelungener Tag. Lena Scheer,
Von Idil Uonak, Lisa Böröcki, Charline Brettschneider und Amelie Thal
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22. Juni, 2011 von redaktion

Bilder von spielenden Kindern sind an die Hausfassade gemalt: Im Kinderschutz-Zentrum an der Gutenbergstraße wird den jungen Opfern von Gewalt geholfen, damit auch sie wieder lachen können. Foto: Hagemeister
Das Kinderschutz-Zentrum der Ärztlichen Beratungsstelle an der Gutenbergstraße hilft Kindern und Jugendlichen, die Opfer von Gewalt wurden. Wir sprachen mit den Sozialarbeitern Steffi Bernard und Daniel Timpe.
Zu Ihnen kommen Kinder und Jugendliche, die eine schwere Zeit hinter sich haben. Sie bringen Bilder und Erinnerungen in die Gespräche mit, die sicherlich belastend sind. Nehmen Sie die Schicksale mit nach Hause oder gelingt es Ihnen, sich davon zu distanzieren?
Timpe: Ja, ich nehme mit. Nein, ich leide nicht mit. Jeder von uns Therapeuten hat seine eigenen Rituale, das Erzählte zu verarbeiten. Ich zum Beispiel strample auf dem Nachhauseweg auf dem Fahrrad meine Gedanken ab. Und obwohl ich natürlich versuche loszulassen, kann ich manche Geschichten trotzdem nicht aus dem Kopf bekommen.
Herr Timpe, was für Probleme sind das, die Sie nicht abstrampeln können?
Timpe: Besonders berührt es mich, wenn Kinder zu mir kommen, die schon ganz früh Gewalt erlebt haben. Ob es nun am eigenen Leib in Form von Misshandlung oder Missbrauch geschieht oder ob sie z. B. zusehen mussten, wie der Vater ihre Mutter bedroht hat.
Frau Bernard, wie gelingt es Ihnen, schwierige Fälle zu verarbeiten?
Bernard: Mir hilft das Gespräch mit einem Kollegen, um mich besser zu fühlen. Außerdem haben wir ja regelmäßig Teamsitzungen, bei denen wir besonders schwierige Fälle besprechen.
Fällt es den Kindern schwer, über diese Erfahrungen zu reden?
Timpe: Meistens ja. Oft bleibt ihnen die Sprache weg. Doch das ist bei der Therapie gar nicht schlimm, denn das Kind muss nichts tun, was es nicht möchte. Unser Ziel ist, dass es am Ende der Therapie die Ereignisse auf seine Art und Weise verarbeitet hat.
Bernard: Und die Kinder kommen nicht nur zu uns, sondern wir gehen in die Schulen, um Jugendlichen zu helfen, die sich ohne dieses Projekt nie trauen würden, über ihre Probleme zu sprechen.
Wie sieht die Hilfe dann konkret aus?
Timpe: Jedes Kind braucht seine eigene, abgestimmte Therapie. Wir hatten beispielsweise einmal einen Jungen, der nicht „nein“ sagen konnte. Deshalb spielten wir mit ihm Fußball. Jedes Mal, wenn er mit einem Vorschlag nicht einverstanden war, sollte er den Ball abblocken. So schaffte er es, „nein“ zu sagen. Solche Lösungen müssen individuell gefunden werden.
Von Sarah Gerwens, Jasmin Schwarte, Alena Brand und Alina Katzele
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22. Juni, 2011 von redaktion

Testfahrt über den Verkehrsübungsplatz: Die Schüler probierten den Solar-Scooter von DEW21 und im Vergleich Roller mit Verbrennungsmotoren. Foto: Hagemeister
Nora sieht die Sonne durch die Bäume scheinen. Ihr Blick wandert langsam von links nach rechts. Sie schaut, ob die Fahrbahn frei ist. Niemand zu sehen. Unsicher gibt sie Gas.
Sie fährt, doch nichts ist zu hören! So etwas hat sie noch nie gehört, dass von einem Roller nichts zu hören ist. Er ist so leise wie die Fahrräder der Kinder, die mit ihr und ihrer Klasse auf dem Übungsplatz fahren.
Wir, die Klasse 10.6 der Heinrich-Böll-Gesamtschule, haben uns am frühen Morgen auf den Weg ins Kundenzentrum von DEW21 gemacht. Dort hörten wir einen Vortrag über den zukunftsorientierten Elektroroller.
DEW21-Energieberater Thomas Rux informierte uns umfassend.
Das Öl wird knapp
Er erklärte uns, dass wir darauf angewiesen sind, in naher Zukunft zum Beispiel Elektrofahrzeuge zu benutzen. Die Menschheit verbrauche zu viel Öl und sei dadurch bald an dem Punkt angekommen, an dem der Ölbedarf höher ist, als die Erdölförderung decken kann.
Alternativen sind erneuerbare Energien wie Solarkraft, durch die zum Beispiel der Elektroroller angetrieben wird. Allerdings erzählte Thomas Rux, dass die Elektrofahrzeuge noch sehr teuer sind. Dafür aber sind Elektroroller praktisch, da man sie an jeder Steckdose aufladen kann. Im Anschluss an diesen Vortrag, fuhren wir zum Verkehrsübungsplatz am Fredenbaum. Dieser ist wie eine richtige Straße mit Verkehrsschildern, Ampeln und Bahnübergang aufgebaut.
Den Roller selbst testen
Nach einer kurzen Einweisung durften wir dann die Roller testen. Der Solar-Scooter trat gegen den traditionellen Roller mit Verbrennungsmotor an. Für viele war es das erste Mal, überhaupt einen Roller zu fahren, und es war deshalb ein tolles Erlebnis. Alle waren gleich überrascht, dass der Elektroroller so leise ist. Der herkömmliche Roller knatterte gleich los und stieß eine große Abgaswolke aus.
Außerdem beschleunigt der Elektroroller schneller, als ein Benzinroller. Es war ein riesiger Spaß, und vor allem war es sehr lehrreich.
Von Nora Froelich, Stella Girsgdies und Esther von der Weiden
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15. Juni, 2011 von redaktion

In Sichtweite der Hörder Burg (unten Mitte) ist der Phoenix-See entstanden. Das Foto zeigt das Großprojekt, aufgenommen aus dem Flugzeug. Foto: Neubauer
Vögel zwitschern, die Blätter kleiner Bäume rauschen im Wind, das Wasser schlägt Wellen, kleine Lebewesen siedeln sich an ... und man kann schon erkennen, dass sich aus der ehemaligen Industriebrache in Sichtweite der Hörder Burg ein Natur- und Erholungsgebiet entwickelt: der Phoenix-See.
Auf Einladung von DEW21 waren Schülerreporter der Katholischen Hauptschule Husen vor Ort, um das Gelände zu besichtigen und Interviews zu führen. Denn DEW21 hat eine wichtge Rolle beim Befüllen des Sees mit Wasser und beim Ausbau des Energie- und Wassernetzes übernommen.
Wo sich heute der Phoenix-See erstreckt, stand 1841 die Hermannshütte. Dort haben im Jahr 1966 rund 10 000 Menschen gearbeitet. 2001 wurde die Hermannshütte stillgelegt, und viele Arbeitsplätze gingen verloren.
Verlegen der Leitungen
Für die Planungen, auf welche Weise der Phoenix-See am besten zu entwickeln ist, benötigte die Stadt Dortmund rund zwei Jahre. 2008 begann DEW21 dann damit, die notwendigen Leitungen zu verlegen.
Dieter Buckemüller, Projektleiter für den Bereich Netzbau bei DEW21, berichtet: „Letztendlich wurden 1,6 km Gasleitung, 2,5 km Wasserleitung, 7,4 km Stromleitung und 6,9 km Telefonleitung benötigt.“ Privathaushalte und Unternehmen benötigen für ihre Gebäude schließlich die komplette Infrastruktur. Das Gelände musste für diese Ansprüche neu erschlossen werden.
In den 30 Hektar großen Phoenix-See flossen mehrere Monate lang täglich große Wassermengen ein. Jetzt sind 600 000 Kubikmeter Wasser im See. Das entspricht fünf Mio. vollen Badewannen.
Emscher über der Erde
Auch die Emscher und der Hörder Bach beleben das Gelände. Rund 160 Jahre floss die Emscher sieben Meter unter der Erde. Seit 2010 ist sie nun wieder natürlich an der Oberfläche. Und die Stadt möchte durch Freizeitangebote viele Besucher anlocken.
Von Michelle Gennat und Julia Philipp
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10. Juni, 2011 von redaktion

Die Schülerinnen und Schüler fuhren bis in den oberen Stock und standen direkt unter der Kuppel des Dortmunder U-Turms. Foto: Hagemeister
An einem sonnigen Tag steht die Klasse 9a der Emscherschule vor dem Dortmunder U-Turm. Marlies Bollmann-Nolte von DEW21 begrüßt uns freundlich und führt uns um den Turm herum. Unser Ziel ist die Energiezentrale auf dem Gelände.
Zunächst geht es durch eine Baustelle, denn das Gelände rund ums Dortmunder U wird Stück für Stück erschlossen. Auch der U-Turm selbst ist gerade erst frisch renoviert. Dann kommen wir zur Energiezentrale und können sie näher unter die Lupe nehmen.
Alle Geräte brummen und summen
Rainer Klettke, Ingenieur bei DEW21, führt uns ins Gebäude. Es geht durch eine relativ kleine Halle, in der es recht laut ist. Alle Geräte laufen und summen, surren oder brummen.
Mit erhobener Stimme versucht der Experte, uns das technische System zu erklären. Dann verlassen wir den Raum, für die nächsten Sekunden ein leichtes Brummen in den Ohren, und gehen gemeinsam in die Kältezentrale nebenan.
Geballte Kraft
Mit geschlossenen Jacken bei gefühlten -9 °C schauen wir uns um. Rainer Klettke steht zwischen den großen Maschinen, die aussehen wie riesige „Wasserboiler“. Das Gebäude der Energiezentrale ist viel, viel kleiner als der U-Turm. Aber die geballte Kraft der Maschinen erfordert nicht mehr Platz.
Vom Lauten und Kalten gehen wir hinüber zum Foyer des Turms. Der Eingang ist bunt gestaltet und riesig. Er versetzt die Klasse in gute Laune. Eine recht schmale, aber hohe Rolltreppe führt nach oben bis zur Kathedrale unter der Kuppel des Dortmunder U-Turms.
Natürlich wollen wir ganz nach oben. Die Kathedrale ist ein großer quadratischer Raum mit Café und VIP-Lounge, in dem auf jeder Seite große, anspruchsvoll gestaltete Fenster sind, aus denen man ganz Dortmund sehen kann.
Von Elefterios Kipreos
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10. Juni, 2011 von redaktion

Die Aids-Schleife ist ein bekanntes Symbol, das auch zur Aufklärung der Gesellschaft beitragen soll. Foto: dpa
Auch heute ist Aids in unserer Gesellschaft noch ein großes Thema, allerdings steht es nicht mehr in allen Zeitungen, wie nach Bekanntwerden des Virus. Grund dafür ist zum größten Teil die Antiretrovirale Therapie (ART) und die gute Aufklärung.
Wie kommt es zu einer Infektion mit HIV? Die wohl häufigstem Ansteckungsarten sind der ungeschützte Geschlechtsverkehr, die Übertragung während oder nach einer Schwangerschaft von einer infizierten Mutter auf ihr Kind, aber auch eine Infizierung bei Drogenabhängigen, die gebrauchte Spritzutensilien benutzen und weitergeben, ist häufig.
Eine Infektion vermeiden
Um eine Infektion zu vermeiden, gibt es bereits viele Aufklärungsansätze. Die Sensibilisierung beginnt in der Schule und endet an öffentlichen Plätzen, wie Plakatwänden oder Haltestellen. Zur Erinnerung gibt es zudem den Welt-Aids-Tag.
Doch ist es tatsächlich zu einer Infektion gekommen bzw. besteht der Verdacht einer Infektion, dann sollte man umgehend eine HIV-Beratungsstelle oder eine HIV-Ambulanz aufsuchen. Wird dort eine Infektion festgestellt, fragen sich viele: „Muss ich jetzt sterben?“ Auf diese Frage gibt es eine einfache Antwort: nein.
Neue Erkenntnisse
Aids wird schon seit mehr als 25 Jahren untersucht, anfangs wurden AIDS und Tod immer in Verbindung gebracht. Hospize, Pflegedienste und AIDS-Hilfen wurden eingerichtet.
Es gab zwar neue Erkenntnisse bei den Therapien, jedoch konnten diese den Tod nur ein wenig hinauszögern. Doch dann kam die Antiretrovirale Therapie. Diese hat sich wie kaum ein anderes Gebiet in der Medizin entwickelt und verändert.
Die ART ist dazu da, dass sich Viren nicht weiter im Körper verteilen und andere Zellen infizieren. Zuerst gab es nur eine Monotherapie, d.h. dass nur mit einem Wirkstoff behandelt wurde. Dies änderte sich nach mehreren Studien, man ging zu einer Kombinationstherapie über, weil die Monotherapien nicht den gewünschten Erfolg brachten.
Bei der Kombinationstherapie kommen mehrere Wirkstoffe gleichzeitig zum Einsatz. In den letzten Jahren wurden immer mehr Wirkstoffe entwickelt und weiterentwickelt, so dass die Kombinationstherapie zur gängigen Behandlungsmethode wurde. Besucht man regelmäßig die ART und hält sich an die Anweisungen des Arztes, besteht die Möglichkeit, so zu leben wie alle anderen Menschen, ohne dass Aids ausbricht.
Termine zur Kontrolle
Dafür ist jedoch wichtig, dass man gewissenhaft die Tabletten zu sich nimmt und auch zu den Kontrollterminen erscheint. Jedoch kommt es erst zu einer Behandlung mit den Medikamenten, sobald eine Gefahr für den Ausbruch von Aids vorliegt, weil diese Medikamente sehr teuer sind.
Es wird in naher Zukunft wahrscheinlich keine Heilungsmethode gefunden, aber es wird eine weitere Verbesserung der Medikamente erwartet.
Von Lena Gillich
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10. Juni, 2011 von redaktion

Mobbing in der Schule kann sich zu einem schlimmen Problem auswachsen. Foto: dpa
Mike* gehört nicht zur Klassengemeinschaft: Er steht immer außen vor, niemand will bei Gruppenarbeiten mit ihm zusammenarbeiten, die Klassenkameraden vermeiden es, neben ihm zu sitzen.
Und alle lästern über seine Kleidung. Dieses Problem „Mobbing“ gibt es sicher an jeder Schule, wahrscheinlich sogar in jeder Klasse.
Seit Jahren wird ,,Mobbing“ in der Schule immer brutaler. Es steht für böswillige und bewusste Handlungen, die zum Ziel haben, den Mitschüler „fertig“ zu machen.
Es gibt verschiedene Arten von Mobbing:
› Mobbing durch körperliche Gewalt: z.B. Verprügeln, Sachbeschädigung oder Erpressung.
› Verbales Mobbing: z.B. Schüler wegen ihres Verhaltens, ihres Aussehens oder auch ihrer Schulleistungen „fertig“ zu machen.
› Das stumme Mobbing: Stillschweigendes Verachten und Ausschluss aus der Gemeinschaft, was in vielen Klassen vorkommt; auch diese Form ist demütigend und sehr verletzend.
Eine Lösung finden
Was man gegen Mobbing tun kann? Es ist schwer, eine Lösung zu finden, da es meist zuerst schlimmer wird, wenn man dem Lehrer „petzt“.
Der Gemobbte sollte versuchen, das Problem zu lösen, indem er die Mobbing-Täter darauf anspricht und sagt, was ihn stört.
Er könnte in einem solchen Gespräch erklären, welche Gründe es für sein Verhalten, Noten oder Klamotten gibt. Wenn das nicht hilft, sollte er sich doch an seinen Lehrer oder Sozialarbeiter wenden, um sich Hilfe zu holen.
Von Douglas Djea, Dennis Becker und Patrick Rehwinkel
*Name frei erfunden
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Robert-Bosch-Berufskolleg,
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Schule,
Zukunft
20. Mai, 2011 von redaktion

Die Entscheidung, ein Berufskolleg zu besuchen, sollte ein Schüler nicht leichtfertig fällen. Die Anforderungen sind hoch. Foto: dpa
Wie empfinden Jugendliche den Übergang von der Sekundarstufe I zum Berufskolleg? Fünf Schülerinnen und Schüler von drei verschiedenen Berufskollegs wurden dazu eingehend befragt.
Der Übergang von der Sekundarstufe I zum Berufskolleg war für die befragten Schüler und Schülerinnen unterschiedlich: Manche fanden ihn ganz okay, zwar mussten sie sich noch an die neuen Fächer, die Lehrer und an das neue Schulgebäude gewöhnen, aber dies wussten sie von Anfang an. Andere wiederum beurteilten die neuen Fächer, obwohl sie diese schon länger haben, als sehr schwierig.
Lehrer und Mitschüler kennen lernen
Bei den Einstiegstagen gingen die Meinungen auseinander. Denn es gab Schüler, die gar keine Einstiegstage mitgemacht hatten, sondern direkt in den Unterricht eingestiegen sind. Die Schüler, die Einstiegstage hatten, fanden die ersten Tage an der neuen Schule gut. Denn so hatten sie schließlich die Chance, die neue Klasse und die neuen Lehrer in den verschiedenen, noch unbekannten Fächern erst einmal kennen zu lernen.
Zwar sei es noch schwierig gewesen, sich in dem neuen Gebäude zurecht zu finden, aber nach ein paar Wochen habe auch das gut funktioniert. Einige Schüler hatten gar keine Vorstellungen von so manchen neuen Fächern, z.B. „Spiel“ am Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg.
Neue Fächer kommen dazu
Die meisten haben vier bis fünf neue Fächer dazu bekommen, z.B. Produkte planen, Produkte erstellen, Erziehungswissenschaften oder Spanisch, auf die sie sehr gespannt waren. Sie wollten wissen, wie sie ablaufen würden und was sie erwartete. Bei der Frage: „Wie beurteilt ihr die neuen Lehrer nach sechs Monaten?“ waren die Antworten unterschiedlich. Manche Schüler gaben an, sie seien immer noch nett, da sie ihre Hilfe anbieten und auch bei privaten Problemen und sonstigen Fragen immer zur Verfügung stehen.
Andere Schüler hingegen sagten, dass die Lehrer viel strenger und anspruchsvoller seien als ihre Lehrer an der alten Schule. Das merkten sie vor allem bei den Hausaufgaben, die mehr werden. Und auch bei den Klausuren, da sie in einem größeren Raum mit mehreren Tischen und einem größeren Abstand zum Sitznachbarn geschrieben werden.
Zahlreiche Schüler sagten, dass sie nun merkten, dass es „auf die Zukunft zugehe“ – und das knallhart. Schließlich wollten sie auch etwas erreichen. Und man könne die Lehrer der neuen Schule keineswegs mit den „alten“ Lehrern vergleichen.
Von Franziska Brandl
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20. Mai, 2011 von redaktion

Mit Schreibzeug und Aufnahmegeräten ausgerüstet, gingen die Schulticker-Reporter an die Arbeit. Foto: Hagemeister
An einem spannenden Vormittag hat sich die Klasse 8.4 der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Lütgendortmund über die Ausbildung bei DSW21 und DEW21 informiert. Die Schülerreporter recherchierten an der Manteuffelstraße, im großen Ausbildungszentrum der Unternehmen.
In der Ausbildungsstätte gibt es sieben Ausbilder und insgesamt 100 Azubis. Eine Ausbildung dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Das Zentrum verfügt über Schulungsräume, in denen Unterricht und Vorträge gehalten werden, und eine Werkstatt mit vielen Maschinen.
Energieversorgung
Zu Beginn des Besuches hat die Klasse erfahren, was DSW21 und DEW21 genau machen. Im Vordergrund stehen hier Energieversorgung und der Öffentliche Personennahverkehr in Dortmund. Die „21“ im Namen der Unternehmen steht für die Moderne und das neue Jahrtausend. Im Folgenden wurde die Klasse dann aufgeteilt. Der einen Hälfte stellte Ausbildungsleiter Dieter Heuvemann Berufe vor, die bei DSW21 und DEW21 erlernt werden.
Dazu gehören z.B. Industriemechaniker oder Bürokaufmann.
Fünf verschiedene Berufe
Wer Bürokaufmann werden möchte, lernt u.a., am Computer zu arbeiten und ein Kassenbuch zu führen. Ein angehender Industriemechaniker lernt, wie die Reparatur von Bahnen und Gleisen funktioniert. Insgesamt werden fünf Berufe in der Ausbildungsstätte angeboten. Zusätzlich wurde erklärt, was ein Azubi für Fähigkeiten haben muss, um einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Vor allem muss der Azubi engagiert, lernwillig und interessiert sein.
Die andere Hälfte der Klasse ging mit den Azubis in die Werkstatt. Dort durften die Schülerinnen und Schüler einen Schlüsselanhänger mit Hilfe von Feilen und Bohrern herstellen, der später mit einem Namen versehen werden konnte.
Und nachdem die erste Gruppe fertig war, wurde getauscht. Die Gruppe, die zunächst Infos über die Berufe bekommen hat, ging nun in die Werkstatt – und die anderen erhielten Informationen über die einzelnen Berufe.
Von Furkan und Jan-Henry
www.startchancen.de
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09. Mai, 2011 von Hilke

Viele betroffene wollen nicht wahr haben, dass sie süchtig nach Glücksspiel sind. Foto: dpa
Suchtprobleme gibt es in allen Gesellschaftsschichten, niemand ist dagegen immun. Wir haben uns mit einem Suchtproblem ausführlich beschäftigt, nämlich der Glücksspielsucht.
Unruhe und Gereiztheit
Die Spielsucht ist eine verborgene Krankheit, man erkennt sie daran, dass Süchtige zu Unruhe und Gereiztheit neigen, wenn sie nicht spielen können.
Sie belügen Familienmitglieder oder sie wollen Verluste direkt ausgleichen. Es gibt kein bestimmtes Einstiegsalter. Die Chancen, sich von einer Glückspielsucht dauerhaft zu lösen, sind jedoch nicht schlecht.
Bei der Suchtberatung
Wir waren bei der Suchtberatung der Psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle am Propsteihof. Dort haben wir viele Informationen bezüglich der Spielsucht erhalten. Bei der Caritas haben sich die Zahlen der Spielsüchtigen im Jahr 2006 bis zum Jahr 2010 von 68 Süchtigen auf 146 Süchtige pro Jahr gesteigert.
Auch die Angehörigenzahl ist dann von 23 Betroffenen auf 94 gestiegen. Insgesamt hat die Caritas Dortmund 195 Menschen zum Thema Spielsucht im Jahr 2010 betreut. Von den 195 Betroffenen waren 17 Frauen. Bei der Suchtberatungsstelle haben wir ebenfalls erfahren, dass kein Süchtiger ohne einen bestimmten Grund oder ein Ziel aufhören kann.
Ein Ziel kann beispielsweise sein, hohe Schulden zu tilgen.
Von Sophie Jeschonek, Anna Krasnopolska und Devon-Lee Jennings
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Und sonst noch
09. Mai, 2011 von redaktion

Viele Jugendliche chillen an öffentlichen Orten. Doch nicht immer scheint die Sonne ... Foto: dpa
Ein Wochenende ohne Geld ist unvorstellbar – welche Jugendlichen kennen dieses Problem nicht? Wir haben eine kleine Umfrage gestartet und Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahre befragt, wofür sie das meiste Geld ausgeben und was sie mit nur wenig oder gar keinem Geld in ihrer Freizeit tun würden.
Unsere Umfrage hat gezeigt, dass Jugendliche am Wochenende eine Summe von etwa 20 bis 40 Euro für zum Beispiel Partys, Disko- und Kinobesuche, Kneipengänge, Shoppingtouren und besonders für Alkohol ausgeben.
Ohne Geld würden sie nur zu Hause faulenzen, im Internet surfen, fernsehen, telefonieren, DVD-Abende oder ähnliches machen. So sieht man, dass es kaum kostenfreie Freizeitaktivitäten für Jugendliche gibt.
Freizeit kostet auch Geld
So ziemlich jede Freizeitaktivität ist mit Kosten verbunden. Sicherlich gibt es Jugendfreizeitstätten, jedoch schließen diese innerhalb der Woche schon ab 22 Uhr und am Wochenende oder während der Ferien sind sie gar nicht geöffnet. Des Weiteren erlaubt nicht jedes Elternteil, dass sein Kind ständig mit Freunden bei sich zu Hause chillt.
Chillen an öffentlichen Plätzen
So wissen Jugendliche oftmals nicht, was sie unternehmen sollen. Also gehen sie nach draußen und hängen sinnlos an öffentlichen Plätzen, wie zum Beispiel Spielplätzen und Parkanlagen, herum. Dann stellen Erwachsene die Frage: „Wieso wissen Jugendliche nichts mit sich anzufangen und konsumieren Alkohol?“ So stellen wir die Gegenfrage: „Was sollen wir ohne Geld unternehmen?“
Auf Dauer sind die oben genannten Vorschläge wie DVD-Abende uninteressant. Eine Lösung für das Jugendproblem wäre für jeden ein Minijob, um Geld zu verdienen, oder eine öffentliche Einrichtung für Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 Jahren.
Eine Einrichtung, in der jeder beliebig zwischen 18 bis 1 Uhr etwas unternehmen kann. Vorstellbar für solch eine Einrichtung wären: Billardtische, Disko, Sport-, Freizeitplätze usw.
Von Jessica Bagusch und Katharina Wowtschuk
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09. Mai, 2011 von redaktion

Intensiv setzte sich die Klasse 8b der Albrecht-Dürer-Realschule aus Aplerbeck mit dem Thema Werbung auseinander. Foto: Hagemeister
DEW21 hat eine ganz besondere Werbekampagne: Lokalpatriot. Sie zeigt auf Plakaten und in Print- oder Online-Werbung nur die Füße verschiedener Mitarbeiter.
Alle Dortmunder, die die Werbung sehen, sollen neugierig werden, was dahinter steckt. Wer die Auflösung wissen möchte, kann auf die Internetseite von DEW21 gehen, um zu sehen, zu welchen Menschen diese Füße gehören und welche Aufgaben diese Mitarbeiter erfüllen.
Marketingmitarbeiter Andreas Krahn und Pressesprecherin Gabi Dobovisek haben die Kampagne maßgeblich entwickelt. „Uns ist es wichtig, den Bürgern dieser Stadt zu zeigen, dass wir für Dortmund stehen“, berichten sie. DEW21 ist ein Unternehmen, das sich vor Ort stark engagiert. Das wolle man betonen. Und natürlich sei es für sie persönlich ein besonderes Gefühl, wenn sie die großen Lokalpatriot-Plakate im Stadtbild entdecken.
Auf die Internetseite gehen
Der Zweck einer solchen Kampagne ist, dass so viele Leute wie möglich auf DEW21 aufmerksam werden und zum Beispiel auf die Internetseite gehen, und sich dort zu informieren und umzusehen. So können die Dortmunder hinter die Kulissen von DEW21 schauen.
Wer ein riesiges Plakat mit den schlammverschmierten, grünen Gummistiefeln und den Hosenbeinen eines Blaumanns oder die schicken schwarzen Schuhe und die feine schwarze Hose mit Bügelfalten sieht, möchte doch wissen, was eigentlich dahinter steckt. Die grünen Gummistiefel und der Blaumann gehören zum Beispiel einem Bauarbeiter, der Reparaturen an den großen Windrädern leistet.
Herr in feinen Schuhen
Der andere Herr in den feinen Schuhen und der Hose mit den Bügelfalten ist ein Vertreter von DEW21, der Neukunden gewinnt. Im Großen und Ganzen ist Lokalpatriot eine interessante Werbekampagne. Allerdings richtet sie sich weniger an Schüler als an Erwachsene, die einen eigenen Haushalt führen.
Von Kathrin Bals und Marie ten Cate
www.dew21.de
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29. April, 2011 von redaktion

Dass Schüler getestet werden, ist normal. Dieses Mal haben es einige Jugendliche einmal umgedreht - und die Erwachsenen befragt. Foto: dpa
Was wissen die Eltern und Lehrer noch von ihrer Schulzeit? Lehrer erwarten viel von uns, aber selber können sie auch nicht alles! Durch einen selbst erstellten Test haben wir herausgefunden, dass die Erwachsenen von ihrer Schulzeit und dem, was sie gelernt haben, auch nicht mehr alles wissen.
Wir haben hauptsächlich Lehrer befragt, aber auch andere Erwachsene haben an unserem Test teilgenommen. Passanten wurden von uns auf der Straße interviewt. Befragt wurden zwölf Männer und acht Frauen, die Abschlüsse zwischen Hauptschulabschluss bis Staatsexamen vorweisen konnten. Das Durchschnittsalter beträgt 42 Jahre.
Unsere Umfrage enthält die Themen Mathematik, Deutsch, Englisch, Biologie, Chemie, Geschichte und Erdkunde.
Nicht mit dem Test gerechnet
Wir haben insgesamt elf Fragen und Aufgaben gestellt, die jeder individuell beantworten konnte. Die Anzahl der Fehler lag zwischen 5 bis 16. Die kürzeste Zeit, die benötigt wurde, war 3 Min. und 48 Sek., die schlechteste Zeit betrug 9 Min. und 35 Sek. Man konnte feststellen, dass sämtliche Befragten nicht mit solch einem Test gerechnet hatten.
Einige kamen richtig „ins Schwitzen“, gaben sich aber nicht die Blöße des Abbruches oder des Stöhnens. In der Umfrage haben wir gemerkt, dass manche der befragten Personen unter Zeitdruck gerieten. Laut unserer Umfrage kannten sich die Lehrer in ihrem Fachgebiet gut aus.
Uns haben dieser kleine Test und die Auswertung viel Spaß gemacht.
Von Jasmin Kularia und Laura Hasenack
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29. April, 2011 von redaktion

Chatten, Mailen, Posten gehören für Jugendliche zum Alltag. Foto: dpa
Das Internet ist die gemeinsame Sprache aller Menschen dieser Erde. Die Internetkommunikation – wer kennt oder benutzt sie nicht?
Die unendlichen Möglichkeiten, sich über zahlreiche Chatseiten zu unterhalten, gehören heute zum Alltag.
Sei es, um ein Treffen zu vereinbaren oder auch eine bevorstehende Veranstaltung zu veröffentlichen, das Internet bietet alle Möglichkeiten.
Neben den zahlreichen positiven Aspekten der Internetkommunikation gibt es wiederum auch viele negative Auswirkungen auf das alltägliche Leben eines Menschen und auch auf die Psyche.
Mailen erscheint praktischer
„Der Mensch, das Internet-Wesen!“ – diese Aussage beruht auf der Realität, denn es wird immer häufiger auf Anrufe oder reale Treffen verzichtet, da das Mailen praktischer und komfortabler erscheint.
Unsere Umfrage unter Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahre, hat ergeben, dass das Internet täglich mehrere Stunden oder mehrmals wöchentlich genutzt wird.
Die Internetnutzung steigt mit dem Alter der Befragten. Bei der Frage „Denkst du, du bist internetsüchtig“?, haben viele unsere Frage mit „Ich weiß nicht“ beantwortet.
Was viele nicht wissen ist, dass die täglich mehrere Stunden dauernde Internetnutzung zwar keine direkte Sucht auslöst, diese allerdings als Folge stundenlanger Internetnutzung nicht auszuschließen ist. Daraus schließen wir, dass die unkontrollierte Internetnutzung zu vielen Folgen führen kann.
Von Derya Akdag, Merve Karsli, Bugce Bektas und Meltem Durum
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27. April, 2011 von redaktion

Nicht jeder Arbeitgeber begegnet jungen Frauen mit Kopftuch ohne Vorurteile. Oft wird die Stellensuche schwierig. Foto: dpa
Für einige ist ein Kopftuch nur ein Stück Stoff, für andere jedoch von großer Bedeutung. In ihrer Umwelt haben Kopftuch tragende Frauen oft mit Vorurteilen zu kämpfen. So auch Melek, die mit Kopftuch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat. Die Dortmunderin ist Muslima aus Überzeugung.
Seit sie sechs Jahre alt ist, trägt sie ein Kopftuch, mal in Schwarz, mal in Weiß, in Pink, Grün, Orange oder Rot – stets passend zur Kleidung. Und zwar ganz freiwillig, wie sie betont: „Meine Eltern haben mich das selbst entscheiden lassen“. Da viele Muslima von diesem Problem betroffen sind, wollen wir der Fragestellung „Hat man mit Kopftuch keine Chancen auf einen Ausbildungsplatz?“ nachgehen.
Somit haben wir beschlossen, uns mit einer Betroffenen in Kontakt zu setzen. Melek war bereit, uns ein paar Fragen zu beantworten:
Wie viel Zeit hast du gebraucht, um einen Ausbildungsplatz zu finden?
Ich habe für meine Suche zwei Jahre gebraucht und zwischendurch fast die Hoffnungen aufgegeben.
Haben dich deine Eltern unterstützt?
Ja, in allem was ich gemacht habe, sie standen immer hinter mir.
Wie hast du dich gefühlt?
Ich habe viele Bewerbungen abgeschickt und viele Absagen bekommen. Dann habe ich mir überlegt, die Bewerbungen noch mal ohne Kopftuch zu schicken und tatsächlich kamen Einladungen zum Vorstellungsgespräch.
Warum ziehst du das Kopftuch während der Arbeit aus?
Weil der Arbeitgeber damit nicht einverstanden ist, dass ich mit Kopftuch arbeite. Er möchte keine Kunden verlieren, deswegen muss ich ohne Kopftuch arbeiten.
Wirst du in manchen Situationen ausgegrenzt?
Nein, aber manche Menschen können es gar nicht haben, mich mit Kopftuch zu sehen. Nicht alle sind tolerant.
Gab es keine andere Möglichkeit?
Für meine Ausbildungsstelle gab es keine andere Möglichkeit. Jedoch ist es nicht unmöglich, eine Ausbildungsstelle mit Kopftuch zu finden. Einige meiner Bekannte haben es geschafft, eine gute Ausbildung mit Kopftuch zu absolvieren. Es hängt davon ab, wie der Arbeitgeber eingestellt ist. Manche haben Glück, manche wiederum nicht.
Was würdest du anderen muslimischen kopftuchtragenden Mädchen für die Zukunft empfehlen?
Sie sollen ihren Glauben nicht verlieren und versuchen, sich mit Kopftuch zu bewerben. Es ist schwierig, die Nerven nicht zu verlieren, doch sollte die Hoffnung bestehen bleiben. Was ich ihnen weiterhin empfehle ist, dass sie sich durch ihre schulischen Leistungen hervorheben. Fleiß und Eifer zahlen sich früher oder später aus, es braucht nur starken Willen.
Von Selma Gedik & Seda Gültutan
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27. April, 2011 von redaktion

Wer die letzte Nachtvorlesung des St.-Johannes-Hospitals besucht hat, erlebte ihn aus der Nähe: BVB-Spieler Nuri Sahin. Foto: Schaper
Spannung liegt auf den Gesichtern der Jugendlichen, die im Halbkreis vor Nuri Sahin stehen. „Ob ich auch mal Fastfood esse?“ Der BVB-Spieler schmunzelt. „Wer behauptet, er bestelle nie einen Burger, der lügt.“Gelächter bricht aus.
„Ich versuche, mich gesund zu ernähren“, sagt der Fußballer, „aber jeden Tag schaffe ich das nicht.“ Nuri Sahin war der Überraschungsgast der Nachtvorlesung des St.-Johannes-Hospitals im Harenberg City Center.
Schon zum zweiten Mal hat das Krankenhaus in Kooperation mit den Ruhr Nachrichten gezielt junge Menschen eingeladen, sich zu medizinischen Fragen zu informierten. Geleitet wurde der Abend vom Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Hubertus Heuer: „Jugendliche sollen möglichst früh über gesunde Ernährung, Sport und andere Themen informiert werden. Wir führen solche Veranstaltungen durch, um vor allem gesunden Menschen Tipps zur Vorbeugung von Krankheiten zu geben.“
Die Themen lege man per Abstimmung fest, nachdem einige Ärzte Vorschläge geäußert haben.
Informative Vorträge
Vor den Vorträgen führten die Schüler verschiedene Tests durch, u.a. einen Alkoholtest, bei dem man mit einer Promille-Brille das Gefühl von Betrunkenheit und die damit verbundenen Gefahren erlebte. Auch gab es die Möglichkeit, seinen Blutdruck messen zu lassen. Dann begann schließlich der Hauptteil der Veranstaltung. Die Mediziner gaben den Schülern Tipps zu Sport, Ernährung und zum Schutz des Augenlichts.
Die Jugendlichen waren begeistert: Stephanie Kuhlmann, Jahrgangsstufe 10, empfand die Nachtvorlesung als sehr informativ. Die im Ernährungslehre-Unterricht behandelten Themen erlebe sie hier in der Praxis. So könne man sein Wissen erweitern.
Auch Lea Stutz und Mike Kaluza, Jahrgangsstufe 12, konnten ihr Allgemeinwissen durch die Veranstaltung vergrößern.
Ernährungswissenschaftlerin Brigitte Hoppe-Roppertz, Lehrerin am Mallinckrodt-Gymnasium, gab ebenfalls ein positives Statement: Die Nachtvorlesung sei lobenswert, weil schulische Themen behandelt und vertieft werden.
BVB-Trikot verlost
Und wie kam Nuri an? „Sein Auftritt war sehr überraschend, und es war interessant, die Fitness- und Ernährungsgewohnheiten eines solchen Spitzensportlers zu erfahren“, sagte Schülerin Stephanie Kuhlmann.
Nachdem am Ende ein Borussia-Trikot mit den Unterschriften der Spieler verlost worden war, gingen die Schüler und Ärzte nach einem spannenden Abend ganz im Zeichen der Ernährung nach Hause. Wer weiß, vielleicht überdenkt der ein oder andere seine Lebensgewohnheiten – der Grundstein ist auf jeden Fall gelegt.
Von Jasmin Schwarte
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19. April, 2011 von redaktion

Wenn der BVB aufs Feld läuft, hat Ruhr Nachrichten-Sportreporter Dirk Krampe sein Laptop schon hochgefahren. Foto: dpa
Jeden Tag berichten die Ruhr Nachrichten über den BVB. Dirk Krampe ist einer der Sportredakteure, die den Bundesliga-Verein begleiten und viele gute Kontakte pflegen. Die Klasse 8a der Hauptschule Kley hat ihn besucht und gefragt, wie seine Arbeit funktioniert.
War dieser Beruf Ihr Traumberuf?
Ja, das ist mein Traumberuf. Die Kombination stimmt einfach. Der Kontakt zu den Spielern macht Spaß, dann darüber zu schreiben. Und man kommt an manche Orte, an die man sonst vielleicht nie gekommen wäre.
Kennen Sie die Spieler des BVB persönlich?
Ja, wir haben zu allen guten Kontakt.
Ist der Job sehr anstrengend?
Man steht sehr oft unter Zeitdruck, vor allem, wenn der BVB abends spielt. Dann muss man mit Spielschluss mit seinem Text fertig sein.
Sind Sie bei jedem Spiel dabei?
Kollege Sascha Fligge und ich wechseln uns ab.
Wo sitzen Sie, wenn Sie bei einem Spiel als Reporter im Stadion sind?
Beim Spiel sitzt man auf der Pressetribüne oberhalb der Trainerbänke.
Berichten Sie nur über die Fußball-Mannschaft des BVB?
Nein, ich schreibe auch über die Handballfrauen des BVB. Jeder Kollege in der Redaktion hat bestimmte Bereiche, in denen er sich besonders gut auskennt und auf die er sich spezialisiert hat.
Ist Ihnen auch mal etwas total Verrücktes in Ihrem Job passiert?
Es gab eine verrückte Situation beim Europa League-Spiel in Paris. Plötzlich funktionierte bei allen die Technik nicht mehr. Alle Reporter hatten am Laptop ihre Texte geschrieben und wollten sie in die Redaktion senden. Doch das ging nicht. Nur mit einer ganz alten Methode haben wir es dann doch noch geschafft.
Bestimmt bekommen Sie auch E-Mails von Lesern ...
... ja, das stimmt. Und wenn die Briefe fachliche Fragen beinhalten, dann beantworten wir sie auch.
Glauben Sie, dass der BVB Deutscher Meister wird?
Ich darf das ja sagen: Ja!
Ist es für Sie noch etwas Besonderes, wenn Sie ins Stadion gehen?
Es ist zur Gewohnheit geworden, macht aber immer noch Spaß.
Von Kristin Rühlemann
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Freizeit,
Sport
19. April, 2011 von redaktion

Manfred Siegmund, Leiter Aus- und Fortbildung, Ausbilderin Susanne Finkernagel sowie die Azubis Anna Gmeiner und Marcel Grenz begrüßten die Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums in der Kundenhalle der Sparkasse. Foto: Hagemeister
Da saßen alle im Besprechungsraum der Sparkasse Dortmund zusammen: vor Kopf die Experten zum Thema Ausbildung und ihnen gegenüber die Schulticker-Reporter des Heinrich-Heine-Gymnasiums. Die Pressekonferenz konnte beginnen.
Nach dem herzlichen Empfang stellten sich die Mitarbeiter vor: Anna Gmeiner (21) und Marcel Grenz (21) sind Auszubildende. Manfred Siegmund, Leiter Aus- und Fortbildung, und Ausbilderin Susanne Finkernagel sind bereits seit über 20 Jahren bei der Sparkasse tätig.
"Du" oder "Sie"?
Mit einem freundlichen Lächeln fragten sie: „Wollen Sie mit ‚Sie‘ angesprochen werden oder mit ‚du‘?“ Die Klasse entschied sich demokratisch für ‚du‘. In einem großen Raum erklärten die Mitarbeiter den Ablauf der nächsten Stunden. Manfred Siegmund teilte mit, dass das Gespräch als Pressekonferenz gestaltet werde.
Es folgte ein kurzer Vortrag von Susanne Finkernagel über die Ausbildung zum Bankkaufmann. Diese dauert zweieinhalb Jahre, in denen man in Seminaren, im Unterricht und auf Fortbildungen auf den Beruf vorbereitet wird.
Beispiele für Prüfungen
Anhand verschiedener Folien, die per Tageslichtprojektor an die Wand geworfen wurden, stellten die Fachleute Beispiele für die Prüfungen und Seminare vor. Der schriftliche Test besteht aus Aufgaben zu logisch-analytischem Denken, Bürotests, Gruppengesprächen, Gruppendiskussionen etc.
Dann war es an der Zeit, Fragen zu stellen. Am Anfang fiel es den Gymnasiasten schwer, nach den Vorträgen, etwas zu fragen. Aber nach kurzer Zeit kam die erste Meldung, die Manfred Siegmund als „Eisbrecher“ bezeichnete. Tatsächlich war danach das Eis gebrochen, und alle hatten sichtlich Spaß.
Von Suzan Kilic, Julia Kislitzki, Suthethiga Thevarasa, Maria Körner und Catharina Tölch
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