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Karriere-Umweg über die Hauptschule

25. August, 2011 von kirsten

Lena Löll hätte auch gleich anfangen können, Karriere zu machen. Stattdessen gab sie nach ihrem BWL-Studium erst einmal Unterricht in einer Problemschule.

Lena Löll hätte auch gleich anfangen können, Karriere zu machen. Stattdessen gab sie nach ihrem BWL-Studium erst einmal Unterricht in einer Problemschule.

Nach der Uni auf die Hauptschule: Immer mehr junge Leute wollen nach dem Studium erstmal etwas völlig anderes machen. Die Initiative Teach First schickt sie an Problemschulen. Vor allem bei Top-Absolventen ist die bewusste Karriere-Pause beliebt.

Lena Löll hätte sofort durchstarten können. Mit Bestnoten hatte die BWL-Studentin die Uni verlassen. Doch statt sich einen gut bezahlten Job zu suchen, ging die Betriebswirtin an eine Hauptschule. Dort arbeitete sie zwei Jahre lang mit Kindern, die Probleme mit dem Lernstoff hatten. Dafür bekam sie 1750 Euro brutto im Monat. „Teach First“ nennt sich die Initiative, die Top-Studenten nach der Uni an Problemschulen schickt. Nicht allen Lehrern ist diese Verstärkung recht.

 

Idee aus den USA


In den USA hat sich die Teach-First-Idee in den vergangenen 20 Jahren weit verbreitet. In Deutschland gibt es Teach First seit zwei Jahren. Lena Löll zählte zu den ersten, die an dem Programm teilnahmen. „Ich hatte so viel Glück durch mein Elternhaus, bin beim Abitur und im Studium unterstützt worden. Deshalb wollte ich etwas zurückgeben und anderen helfen, die diese Unterstützung nicht erhalten“, erzählt sie.

Bei vielen „Fellows“ sei die Motivation ähnlich, sagt Ulf Matysiak, Geschäftsführer von Teach First Deutschland. Ihr Leben lang hätten sich die meisten auf ihre Karriere vorbereitet. Aber wenn sie dann nach der Uni eigentlich durchstarten könnten, entschieden sie sich für ein soziales Engagement. „Viele wollen nach dem Studium einmal ganz andere Erfahrungen sammeln und etwas Praktisches machen“, sagt Matysiak.

 

700 Bewerber für gut 50 Plätze


Rund 700 Bewerber gibt es in Deutschland jedes Jahr für die gut 50 Plätze. Neben Top-Noten erwartet Teach First von den Bewerbern auch, dass sie schon Erfahrungen im sozialen Bereich gesammelt haben - etwa als Mitarbeiter in Vereinen oder in Hochschul-Organisationen. Drei Monate lang bereitet die Organisation ihre „Fellows“ auf ihren Einsatz vor. Dann geht es an die Schulen.

Lena Löll kam in eine Hauptschule in Bergisch Gladbach. „Ich war direkt mit Herzblut dabei“, erinnert sie sich. „Der Einsatz ist kaum vordefiniert. Am Anfang haben sich erstmal alle zusammengesetzt und überlegt, was die Schule braucht und was ich mit meinem Profil bieten kann.“ Schließlich machte sich die Betriebswirtin mit den Schülern daran, einen Kiosk aufzubauen. Eine extra gegründete Schülerfirma kümmert sich nun um den Betrieb.

 

Kritik


Die Fellows kamen in Deutschland gerade am Anfang längst nicht überall gut an. Die Lehrergewerkschaften in einigen Bundesländern sahen die Teach-First-Kräfte als Konkurrenz und übten massive Kritik an dem Modell.

Der Bielefelder Pädagogik- und Psychologie-Professors Rainer Dollase hält diese Kritik für unberechtigt. Im Auftrag von Teach First und den beteiligten Bundesländern hat er das Programm an zehn Schulen untersucht. Sein Fazit über die „Fellows“: „Sie machen Lehrern keine Konkurrenz, sondern entlasten diese.“

 

Bildung begeistert


Lena Löll nimmt aus den zwei Jahren an der Hauptschule in Bergisch Gladbach auch für sich persönlich wichtige Erfahrungen mit: Die Betriebswirtin will sich auch nach ihren zwei Jahren an der Hauptschule mit Bildung beschäftigen. Damit lässt sich zwar nicht das große Geld verdienen. „Aber ich habe gemerkt, dass mich Bildung begeistert und dass mich die Arbeit sehr erfüllt.“

dpa

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Kategorien: Und sonst noch

DEW21 stellt Berufe vor

20. Mai, 2011 von redaktion

Mit Schreibzeug und Aufnahmegeräten ausgerüstet, gingen die Schulticker-Reporter an die Arbeit. Foto: Hagemeister

Mit Schreibzeug und Aufnahmegeräten ausgerüstet, gingen die Schulticker-Reporter an die Arbeit. Foto: Hagemeister

An einem spannenden Vormittag hat sich die Klasse 8.4 der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Lütgendortmund über die Ausbildung bei DSW21 und DEW21 informiert. Die Schülerreporter recherchierten an der Manteuffelstraße, im großen Ausbildungszentrum der Unternehmen.


In der Ausbildungsstätte gibt es sieben Ausbilder und insgesamt 100 Azubis. Eine Ausbildung dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Das Zentrum verfügt über Schulungsräume, in denen Unterricht und Vorträge gehalten werden, und eine Werkstatt mit vielen Maschinen.


Energieversorgung


Zu Beginn des Besuches hat die Klasse erfahren, was DSW21 und DEW21 genau machen. Im Vordergrund stehen hier Energieversorgung und der Öffentliche Personennahverkehr in Dortmund. Die „21“ im Namen der Unternehmen steht für die Moderne und das neue Jahrtausend. Im Folgenden wurde die Klasse dann aufgeteilt. Der einen Hälfte stellte Ausbildungsleiter Dieter Heuvemann Berufe vor, die bei DSW21 und DEW21 erlernt werden.

Dazu gehören z.B. Industriemechaniker oder Bürokaufmann.


Fünf verschiedene Berufe


Wer Bürokaufmann werden möchte, lernt u.a., am Computer zu arbeiten und ein Kassenbuch zu führen. Ein angehender Industriemechaniker lernt, wie die Reparatur von Bahnen und Gleisen funktioniert. Insgesamt werden fünf Berufe in der Ausbildungsstätte angeboten. Zusätzlich wurde erklärt, was ein Azubi für Fähigkeiten haben muss, um einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Vor allem muss der Azubi engagiert, lernwillig und interessiert sein.


Die andere Hälfte der Klasse ging mit den Azubis in die Werkstatt. Dort durften die Schülerinnen und Schüler einen Schlüsselanhänger mit Hilfe von Feilen und Bohrern herstellen, der später mit einem Namen versehen werden konnte.


Und nachdem die erste Gruppe fertig war, wurde getauscht. Die Gruppe, die zunächst Infos über die Berufe bekommen hat, ging nun in die Werkstatt – und die anderen erhielten Informationen über die einzelnen Berufe.

 

Von Furkan und Jan-Henry

 www.startchancen.de

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Kategorien: Beruf, Zukunft

Eine gute Grundlage

02. Februar, 2011 von redaktion

Blick in den Ofen am Lüner Werk. Foto: Aurubis

Blick in den Ofen am Lüner Werk. Foto: Aurubis

Gerd Koschatzky ist der Ausbildungsleiter der Aurubis AG im Lüner Werk. Schülerinnen und Schüler der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule haben ein Interview mit ihm zum Thema Ausbildung und Bewerbung geführt.


Zunächst haben wir erfahren, woher der Name des großen Kupferproduzenten kommt: Aurubis ist an das lateinische Wort „aurum rubrum“ (Rotes Gold) angelehnt. Rotes Gold bedeutet Kupfer. Und um das in großem Stil herzustellen, bedarf es vieler Mitarbeiter.


Berufliche Entwicklung


Insgesamt beschäftigt Aurubis rund 4800 Mitarbeiter in sieben verschiedenen Ländern, das Unternehmen ist der größte Kupferproduzent Europas. Am Standort Lünen sind zurzeit rund 530 Mitarbeiter beschäftigt, unter ihnen rund 40 Auszubildende. Gerd Koschatzky ist bereits seit 30 Jahren dort tätig. Und er geht immer noch gerne zur Arbeit.


Warum? „Mir macht die Arbeit mit den jungen Menschen sehr viel Spaß“, erklärt der Ausbildungsleiter. Es wird Wert darauf gelegt, den Auszubildenden eine gute Grundlage für ihre berufliche Entwicklung zu bieten, wenn möglich übernimmt der Konzern auch gute Mitarbeiter. Am ersten Tag als Auszubildender schaut sich jeder neue Mitarbeiter den Betrieb genau an.


Dann werden Regeln besprochen, die für die Ausbildung wichtig sind. Wer schnell Erfahrungen sammelt und sich besonders engagiert, kann während der Ausbildung auch schon kleine Projekte übernehmen. Natürlich sind die erfahrenen Kollegen immer zur Stelle, um zu unterstützen und Rat zu geben.


Bewerbungsverfahren

 

Der erste Kontakt im Bewerbungsverfahren läuft über das Internet. Der Interessent muss sich für einen Ausbildungsplatz auf der Homepage des Unternehmens bewerben. Dort beantwortet er kurze Fragen zu seinem Lebenslauf und lädt auch seine Bewerbungsunterlagen hoch.

Wenn der Bewerber den Vortest bei Aurubis bestanden hat, wird er zu einem ausführlichen Test und einem persönlichen Gespräch eingeladen.


Von Jasmin Habib, Beyza Kuruoglu und Valerij Kowalcuk

www.aurubis.com

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Kategorien: Beruf, Zukunft

Mehr Lehrlinge brechen ab

16. September, 2010 von redaktion

Doch nicht richtig gewählt? Viele Junge Menschen brechen ihre Ausbildung ab. Foto: dpa

Doch nicht richtig gewählt? Viele Junge Menschen brechen ihre Ausbildung ab. Foto: dpa

Im vergangenen Jahr haben mehr Jugendliche eine Lehre abgebrochen als im Vorjahr. Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden ermittelt.


So wurden 141361 Verträge im Jahr 2009 vorzeitig gelöst - das waren 1,5 Prozent mehr als 2008. Zugleich wurden mit rund 1,57 Millionen Azubis 2,6 Prozent weniger gezählt als im Vorjahr.


Unter den Abbrechern gibt es den Angaben nach mehr männliche als weibliche Azubis: 2009 haben 79335 Männer eine Lehre vorzeitig beendet, aber nur 62026 Frauen. Allerdings machen insgesamt auch mehr Männer als Frauen eine Lehre: Auf zwei weibliche kommen rund drei männliche Azubis.


Viele Aussteiger im Handwerk


Insgesamt bricht rund jeder fünfte Azubi seine Lehre ab. So ergab sich 2009 eine Quote von 22,6 Prozent für die vorzeitig gelösten Ausbildungsverhältnisse. Sie bezieht sich auf die in den Vorjahren neu abgeschlossenen Verträge. Besonders hoch ist der Anteil der Aussteiger im Handwerk (28,4). Dahinter folgen Berufe in der Hauswirtschaft (23,3), die Freien Berufe (21,6) sowie der Bereich Industrie und Handel (20,7).


Von dpa

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Kategorien: Beruf, Zukunft

Von Spinnakern bis Sprayhoods: Segelmacher leisten Handarbeit

24. August, 2010 von redaktion

Segelmacher müssen ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen besitzen. Foto: dpa

Segelmacher müssen ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen besitzen. Foto: dpa

Spinnaker, Sprayhoods, Persenninge - wenn Segelmacher sich unterhalten, verstehen Landratten schnell nur noch Bahnhof. In dem Beruf wird Handarbeit noch großgeschrieben. Bewerber brauchen räumliches Verständnis und handwerkliches Geschick.


Ihre Arbeit ist vielen unbekannt - was dabei herauskommt, kennt dagegen jeder. Im Sommer, wenn überall auf dem Wasser Schiffe unterwegs sind, kann man vielerorts sehen, wo Segelmacher am Werk waren. Sie fertigen aber nicht nur Segel, Verdecke und Abdeckungen für Boote an. Ihr Handwerk dreht sich auch um Markisen, Zelte und Planen.


Viele verschiedene Segelarten


„Am Anfang meiner Ausbildung war ich ganz überrascht, wie viele verschiedene Segelarten es gibt“, erzählt der angehende Segelmacher Sebastian Wölm aus Flensburg. Auch werden unterschiedliche Nähtechniken eingesetzt.

Die Auswahl der Textilien ist Typsache. Zur Auswahl stehen Segeltuch oder andere beschichtete Stoffe, aber auch ultraleichte Hightech-Materialien, beispielsweise für Spinnaker von Rennbooten, einem bauchigen Segel über dem Bug.


„Die meisten Segelmacher fertigen Einzelstücke an, denn jedes Segel ist anders“, sagt Henning Nickels, der Wölms Arbeitgeber und Obermeister der Landesinnung Schleswig-Holstein ist.


Ausbildung neu geordnet


Dieses individuelle Arbeiten wird jetzt in der Ausbildung noch stärker als früher berücksichtigt. Sie ist zum 1. August neu geordnet worden. Segelmacher Gerhard Jagow sieht das Berufsbild dadurch gestärkt.

„Es gab Überlegungen, den Beruf des Segelmachers mit dem des technischen Konfektionärs zusammenzulegen - dabei unterscheiden sich die Berufsbilder stark“, erklärt der Obermeister der Landesinnung Hamburg. Der technische Konfektionär arbeite industriell und fertige Serien an. „Wir machen Einzelanfertigungen und Reparaturen.“ Außerdem gehörten Kundenbesuche zum Geschäft.


Das bestätigt Azubi Sebastian Wölm: „Treffen mit den Kunden an Bord ihrer Boote sind wichtig, um auf einen Nenner zu kommen“, sagt der 18-Jährige.

Die Segel oder das Boot werden ausgemessen, später in Skizzen verwandelt, woraus wiederum Schnittmuster entstehen. Sprayhoods, also Halb-Verdecke für Jachten, oder Persenninge - Abdeckungen für Boote - können ganz unterschiedliche Formen haben. Da ist die Kreativität des Segelmachers gefragt.


Ausgeprägtes räumliches Verständnis


Voraussetzung ist ein ausgeprägtes räumliches Verständnis. Außerdem brauchen Azubis ein Grundverständnis für Mathematik.

Denn Segelmacher lassen nicht nur den Computer für sich arbeiten. Sie müssen auch ohne seine Hilfe Skizzen zeichnen und Maße berechnen können. Daneben ist handwerkliches Geschick wichtig - so gehört etwa das Nähen von Hand zu den Ausbildungsinhalten.


Ein Boots- oder Segelschein ist dagegen keine Voraussetzung, um Segelmacher zu werden, ein bestimmter Schulabschluss auch nicht, ergänzt Gerhard Jagow von der Landesinnung Hamburg. Vor der Lehre sei aber ein drei- bis vierwöchiges Praktikum üblich.


Ausbildung meist in Norddeutschland

 

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet meist in Norddeutschland statt. Zwar gibt es auch am Bodensee ein paar Segelmachereien. Das Gros ist aber in Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern angesiedelt.


Bundesweit arbeiten nur etwa 150 Menschen als Segelmacher. Bei rund 30 Lehrlingen pro Jahr heißt das: Nicht jeder wird einen Job finden. Dennoch sei es ein Beruf mit Zukunft, sagt Werner Feyerabend, Berufsschullehrer aus Lübeck.

 „Wir bekommen auch Anfragen aus dem Ausland von Arbeitgebern, die Gesellen suchen.“ Bedarf gebe es etwa in Skandinavien, den Nord- und Ostseeanrainern oder am Mittelmeer.


Von dpa

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Kategorien: Beruf, Zukunft

Der erste Tag in der Ausbildung

30. Juli, 2010 von annedeventer

Im August und September startet für viele Jugendliche wieder ein neuer, spannender Alltag: Sie beginnen ihre Ausbildung. Ganz schön aufregend, vor allem wenn man gerade frisch aus der Schule kommt und noch gar keine Erfahrungen mit dem Berufsleben sammeln konnte. Wie man sich optimal auf den ersten Ausbildungstag vorbereiten kann und was man unbedingt beachten sollte, erfahrt ihr hier.


Was ziehe ich an? Der erste Eindruck zählt. Daher zieht man am ersten Ausbildungstag am besten etwas schickes, schlichtes an. Wenn man dann herausgefunden hat, welche Kleidung in der Ausbildungszeit getragen wird, kann man immer noch etwas sportlicheres tragen. Am ersten Tag gilt jedoch: lieber etwas zu schick, als zu leger.


Was nehme ich mit? Natürlich etwas zum Schreiben, klar. Falls man die erforderlichen Unterlagen noch nicht schon abgegeben hat, müssen auf jeden Fall die Lohnsteuerkarte und der Sozialversicherungsausweis mit.


Wie verhalte ich mich? Optimal ist ein freundliches und offenes Auftreten. Wenn man etwas nicht versteht, gerne nachfragen. Das zeigt von Anfang an Interesse und Neugier am neuen Job.


Meistens bekommt man am ersten Ausbildungstag schon sehr viele Kollegen vorgestellt. Da wird es schwierig bzw. fast unmöglich, sich alle Namen zu merken. Daher sollte man lieber versuchen, sich nur die wichtigsten Namen, wie zum Beispiel die der Ausbilder, Abteilungsleiter und Geschäftsführer, zu merken.


In der Anfangszeit sollte man sich bei den neuen Kollegen mit privaten Gesprächen zurückhalten. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit merkt man dann, wie die Kollegen und Vorgesetzten so ticken und mit wem man über was sprechen kann – und mit wem nicht.


Was ist sonst noch zu beachten? Auf jeden Fall pünktlich erscheinen, sich vorstellen und keine Angst haben, Fragen zu stellen. Jeder hat einmal klein angefangen und war in dieser Situation.


Nun wünschen wir euch viel Spaß beim Start in eure Ausbildung!

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Kategorien: Beruf, Zukunft

Kfz-Mechatroniker sind Elektrofachleute mit öligen Händen

21. Juni, 2010 von redaktion

Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker ist anspruchsvoll. Foto: dpa

Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker ist anspruchsvoll. Foto: dpa

Früher schraubten junge Männer mit ölverschmierten Händen selbst an ihren Autos herum. Heute geht das nicht ohne Computerkenntnisse.

Kfz-Mechatroniker verbringen deshalb mehr Zeit am PC als unter der Motorhaube. Beliebt ist der Ausbildungsberuf immer noch.


Bei jungen Männern steht die Ausbildung zum KfZ-Mechatroniker hoch im Kurs. „Ein Auto zu haben und selbst daran rumschrauben zu können, das hat schon was“, sagt Birgit Behrens, Leiterin der Abteilung Berufsbildung beim Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn. „In den Autos steckt ganz viel moderne Technik, und dadurch ist das ein ganz moderner Ausbildungsberuf.“ 68 000 Azubis gab es 2008 laut dem Statistischen Bundesamt.


Fräsen, drehen, feilen


Den Kfz-Mechatroniker gibt es erst seit 2003. Bis dahin gab es noch den Kfz-Mechaniker, und die Azubis lernten fräsen, drehen und feilen - Aufgaben, die am modernen Auto kein Mensch mehr braucht.

Stattdessen werden an den Autos heute Software-Updates vorgenommen, Diagnosegeräte ausgewertet und Herstellerinformationen aus dem Internet heruntergeladen. „Deutlich mehr als die Hälfte der Arbeit spielt sich am Computer ab“, sagt Behrens. „Ölige Hände kriegt man ab und zu zwar immer noch, aber mit denen muss man dann an den PC.“


Viele Informationen sichten


Die Herstellerangaben aus dem Internet sind Grundlage für jede Arbeit am Auto. Genau an diesem Punkt fangen für viele Azubis aber schon die Probleme an, hat Thomas Dick-Freppon beobachtet.

Er lehrt Fahrzeugtechnik an einer Berufsschule in Limburg. „Man muss in kurzer Zeit unglaublich viele Informationen sichten und entscheiden, was davon wichtig ist und was nicht.“


Bei der Reparatur sind trotz aller Elektronik wieder die klassischen Fähigkeiten als Mechaniker gefragt. „Die Technik nimmt einem die Arbeit nicht ab. Man muss schon wissen, wie der Motor oder die Antriebswelle funktionieren“, erklärt Behrens.


Autos können mehr als nur fahren ...


Autos müssen aber längst nicht mehr nur fahren: Das Autoradio ist zum Soundsystem geworden, das Navi sorgt für die Orientierung, die Freisprecheinrichtung für komfortables Telefonieren.

Hochkomplexe Systeme wie ABS, ESP und Airbags machen das Fahren sicherer. Dadurch stecken immer mehr Platinen und Computer in Fahrzeugen, über die Kfz-Mechatroniker den Überblick behalten müssen.


Vorbei ist auch die Zeit, als der Mechaniker einfach wortlos an einem Auto herumschrauben konnte. „Der Kontakt zum Kunden spielt eine große Rolle. Viele Kunden wissen, welche Technik in ihrem Fahrzeug ist und wollen dann auch verstehen, was der Mechatroniker da an ihrem Wagen macht“, sagt Behrens.


„Es ist auf jeden Fall ein Dienstleistungsberuf“, findet auch Berufsschullehrer Dick-Freppon. „Das bedeutet auch: Wenn ein Auto bis Feierabend nicht fertig ist, muss man mal ein bisschen länger arbeiten.“


Anspruchsvolle Ausbildung


Die dreieinhalbjährige Ausbildung ist recht anspruchsvoll: „Einen sehr guten Hauptschulabschluss sollte man schon haben“, sagt Behrens. Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung verdienen Azubis in der Regel 412 bis 627 Euro im ersten Lehrjahr und 561 bis 782 Euro im vierten.


Wer in der Werkstatt Karriere machen will, kann sich später zum Service-Techniker fortbilden. Die nächste Karrierestufe ist der Meister. Außerdem gibt es die Option, die Automobil-Service-Prüfung abzulegen und sich auf die Beratung zu spezialisieren.


Von dpa

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Kategorien: Beruf, Zukunft

Der Schritt ins Berufsleben

09. Juni, 2010 von carinalapsien

Susanne Finkernagel, Naja Al Hadj Kalil, Manfred Siegmund und Katharina Gehring (v.l.) informierten über die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Sparkasse. Foto: Hagemeister

Susanne Finkernagel, Naja Al Hadj Khalil, Manfred Siegmund und Katharina Gehring (v.l.) informierten über die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Sparkasse. Foto: Hagemeister

Die Sparkasse gehört zu den großen Ausbildern in Dortmund. Das wissen viele. Aber wie sieht die Ausbildung im Detail aus? Jugendredakteurin Carina Lapsien hat ganz genau nachgefragt.

Ihre Gesprächspartner waren Manfred Siegmund, Leiter Aus- und Fortbildung, Susanne Finkernagel, Personalentwicklerin für Auszubildende, Katharina Gehring, die das Studentenförderprogramm absolviert, und Auszubildende Nadja Al Hadj Khalil.

 

Frau Finkernagel, Sie sind für die Organisation der Ausbildung zuständig und kümmern sich auch um die Betreuung der Azubis. Wie wählen Sie Ihre Azubis aus?

Finkernagel: Nach der ersten Sichtung der Unterlagen laden wir die interessanten Bewerber zu einem Einstellungstest ein. Um auch einen persönlichen Eindruck der jungen Menschen zu bekommen, führen wir anschließend ein Assessment Center durch. Die Bewerber erfahren direkt im Anschluss, ob sie eine Zusage erhalten.


Al Hadj Khalil: Man bekommt außerdem immer ein Feedback, egal ob man genommen wird – oder nicht. Mir haben diese Hinweise viel geholfen, und ich achte noch heute im Kundengespräch darauf.

 

Was können Sie Bewerbern als Vorbereitung empfehlen?

Siegmund: Am besten sollte man sich bereits vor der Bewerbung mit dem Berufsbild des Bankkaufmannes beschäftigen. Unsere Azubis in den Geschäftsstellen beantworten gern alle Fragen! Wer Interesse hat, kann sie einfach ansprechen.


Wie ist der Einstieg für Ihre Azubis in die Berufswelt?

Finkernagel: Wir wollen unsere neuen Azubis nicht ins kalte Wasser werfen. Deshalb gibt es eine Einführungswoche mit vielen Informationen rund um die Sparkasse und den Einstieg in Berufsleben – und natürlich das intensive Kennenlernen der Azubis untereinander.

Al Hadj Khalil: Es ist wirklich super, so einen ersten Eindruck zu bekommen. Dadurch war der erste Tag in der Geschäftsstelle für mich zwar immer noch aufregend, aber ich war gut vorbereitet.


Und dann kommt der erste Arbeitstag – wie fühlt er sich an?

Al Hadj Khalil: Spannend, natürlich. In jeder Geschäftsstelle gibt es einen Ausbildungspaten, der den neuen Azubi „an die Hand“ nimmt. Am Anfang schaut man viel zu – aber ganz schnell ist jeder dann selbst im Gespräch mit dem Kunden. Man lebt sich schnell ein.


Sie haben rund 50 Azubis in jedem Ausbildungsjahr – kann man da den Überblick und den persönlichen Kontakt behalten?

Finkernagel: Ja, durch den persönlichen Kontakt im Unterricht ist es nicht allzu schwer, am Ende der Einführungswoche zu wissen, wer ist wer. Und dort stellen wir uns auch als Ansprechpartner vor. Wir haben immer ein offenes Ohr, und durch Gespräche mit den einzelnen Azubis ist der persönliche Kontakt gegeben.


Was unterscheidet Ihre Ausbildung von der anderer Unternehmen? Warum sollte ein junger Mensch zur Sparkasse gehen?

Finkernagel: Die Ausbildung ist bei uns sehr praxisorientiert – durch ständigen Kundenkontakt, die Unterstützung durch den internen Fachunterricht und viele Seminare. Außerdem gibt es interessante Weiterbildungsmöglichkeiten. Wir bilden für den eigenen Bedarf aus. Uns ist wichtig, dass gute Azubis auch später gern bei uns bleiben.


Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es denn?

Siegmund: Wir unterstützen mehrere Wege. Das Studium zum Sparkassenfachwirt  oder Sparkassenbetriebswirt zum Beispiel. Auch das Studentenförderprogramm. Dabei werden die Arbeitsstunden reduziert, damit der Studierende für das Fernstudium Zeit hat. Oder man studiert in Vollzeit, arbeitet derweil nicht in der Sparkasse – und hat eine Wiedereinstellungsmöglichkeit.

Gehring: Ich absolviere das Studentenförderprogramm und habe darin nicht nur die Chance zu studieren, sondern auch Abteilungen des Hauses kennen zu lernen, die Azubis nicht automatisch offen stehen. Das ist in allen Details ein Gewinn.


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Kategorien: Beruf, Zukunft

Sind Ausbildungsplätze in Deutschland knapp???

01. Juni, 2010 von redaktion

Ich bin Schülerin der 11. Klasse des Paul-Spiegel-Berufskollegs Dorsten und besuche den Lehrgang der Höheren Handelsschule.

Viele sind hier, weil sie keine Ausbildungsstelle bekommen haben. Weil sie nicht gewusst haben, in welchem Beruf sie eine Ausbildung anstreben wollen, oder ihnen unklar ist, was sie in Zukunft überhaupt werden wollen.


Jedoch andere sind an der Schule, um einen höher qualifizierten Abschluss in der Tasche zu haben und das Ziel des Bildungsganges so gut wie möglich zu erreichen.


Eine gute Ausbildungsstelle


Heutzutage ist es sehr schwer, mit einem Haupt- oder Realschulabschluss eine gute Ausbildungsstelle zu finden, da die Betriebe immer höhere Anforderungen stellen. Es gibt schon viele Betriebe, die am liebsten Leute einstellen, die die Sekundarstufe II besucht haben.


Arbeitgeber suchen meist keine Facharbeiter, so sitzen viele arbeitslos zu Hause. Es gibt auch viele Betriebe, die 400€-Kräfte beschäftigen, da dies für den Arbeitgeber um einiges günstiger ist. Selbst nach der Ausbildung ist es schwer, übernommen zu werden oder eine neue Arbeitsstelle zu finden, da in den meisten Betrieben Leute mit Berufserfahrung gesucht werden.


Von Michelle Nowroth, Paul-Spiegel-Berufskolleg Dorsten

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Ausbildung oder Studium – das ist hier die Frage

14. April, 2010 von redaktion

Ausbildung? oder Strudium? Unsere beiden Autoren wägen die Vor- und Nachteile ab. Foto: dpa

Ausbildung? oder Strudium? Unsere beiden Autoren wägen die Vor- und Nachteile ab. Foto: dpa

Nach dem Abitur stehen viele Jugendliche vor der Frage, ob sie lieber ein Studium oder eine Ausbildung beginnen sollen. Auch wir stehen kurz vor der Wahl.

Wir besuchen zurzeit die Höhere Handelsschule am Konrad-Klepping-Berufskolleg in Dortmund und machen nächstes Jahr unser Fachabitur. Und spätestens dann müssen wir uns entschieden haben. Da stellt sich die Frage, welche Perspektiven es für unsere weitere berufliche Zukunft gibt.

 

Einblick in viele Berufe

 

Auf der einen Seite ist die Wahl eines Studiums von Vorteil für die Jugendlichen, die noch kein klares Berufsziel haben, da sie während des Studiums durch Praktika Einblicke in viele Berufe bekommen können. Dazu sind die Karrierechancen nach dem Abschluss eines Studiums viel höher, da man qualifizierter ist.

 

Zusätzliche sollte man berücksichtigen, dass laut Statistik das Risiko, arbeitslos zu werden, nach Abschluss eines Studiums viel geringer ist.

 

Studium dauert im Vergleich länger

 

Anderseits muss man wissen, dass ein Studium lange dauert. Somit ist am Anfang das Ende des Studiums schwer abzusehen. Dazu kommt, dass man während des Studiums kein festes Einkommen erhält.

Dies hat zur Folge, dass man z.B. erst spät selbstständig werden kann. Ein Studium benötigt ebenfalls eine Finanzierung. Somit kann es sein, dass man neben dem Studium noch arbeiten muss, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

Jedoch hat eine Ausbildung ebenfalls ihre Vor- und Nachteile. Ein Vorteil für die Wahl einer Berufsausbildung ist natürlich, dass man beginnend mit der Ausbildung ein eigenes Gehalt erhält. Dazu ist die Gesamtdauer der Ausbildung überschaubar.

 

Übernahme nach der Ausbildung

 

Die Chancen auf eine Anstellung durch Übernahme nach der Ausbildung stehen ebenfalls gut, da ein Unternehmen einen Mitarbeiter nach dreijähriger Ausbildungszeit gut kennt. Auf der anderen Seite sollte man beachten, dass weniger Spielraum zum freien Handeln bleibt.

 

Somit ist man stark an die Weisungen seines Arbeitgebers gebunden. Dazu kommt, dass das Wechseln in andere Berufe schwierig wird, da man nach einer dreijährigen Ausbildung auf einen Beruf spezialisiert ist. Außerdem sind die Karrierechancen limitierter und die Aufstiegschancen ziemlich gering.

 

Persönliches Fazit

 

Angesichts der vielen Argumente , die für bzw. gegen Studium und Ausbildung sprechen, tendieren wir zu verschiedenen beruflichen Richtungen, die wir nach unserem Fachabi einschlagen wollen.

Ich (Frauke Bartonitz) tendiere stark zu einer Ausbildung, da für mich die Vorteile ein eigenes Gehalt zu bekommen im Vergleich zu einem Studium überwiegen.

Ich ( Kevin Propanda) möchte nach der Schule lieber studieren, da ich mein Berufsziel des Rechtsanwaltes verfolgen möchte - und da ich in diesem Beruf gute Chancen für meine Zukunft sehe.

 

Von Frauke Bartonitz und Kevin Propanda, Konrad-Klepping-Berufskolleg, Dortmund

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Kategorien: Beruf, Zukunft

Meine erste Praktikumswoche: So war’s

18. März, 2010 von redaktion

Zur Aufgabe des Praktikanten gehört es auch, das Obst zu kontrollieren, damit kein Verdorbenes dabei ist. Foto: dpa

Zur Aufgabe des Praktikanten gehört es auch, das Obst zu kontrollieren, damit kein Verdorbenes dabei ist. Foto: dpa

Am achten März habe ich mein Praktikum bei einer großen Supermarktkette angefangen. Als Einzelhandelskaufmann. Die erste Woche verlief regelrecht eintönig. Ich fange jeden Tag um acht Uhr an und arbeite bis 16 Uhr.


Und ich habe eine halbe Stunde Pause. Wie man die Pause verbringt, ist jedem selbst überlassen. Ich mache die Pause jeden Tag zu unterschiedlichen Zeiten.


"Ich fange an zu pappen"


Als erstes räume ich Waren in die Regale und Truhen ein. Das dauert ca. zwei Stunden. Danach fange ichan,  im Laden zu pappen. Pappen heißt: Man muss Ware nach Datum und nach verschiedenen Sorten sortieren.

Die benötigte Zeit dazu ist unklar. Wenn ich mit Pappen fertig bin, putze ich die Regale oder Truhen - und das dauert je nach Verschmutzung unterschiedlich. Wenn ich mit putzen fertig bin, fahre ich im kompletten Laden mit der Putzmaschine herum. Dafür brauche ich ungefähr eine halbe Stunde.


Dann gehe ich in den Pfandraum leeren. Anschließend räume ich Obst- und Gemüsetheken auf, falls sich dort leere Pappen und verdorbenes Obst und Gemüse befinden. Wenn ich mit dem Pfandraum fertig bin, und es ist noch nicht zwei Uhr, dann habe ich die Zeit und räume den Non-Food-Bereich auf, bis ungefähr zwei Uhr.


Aufräumen und Aussortieren


Dann fange ich an die Obst- und Gemüse-Theken aufzuräumen. Und wenn ich damit fertig bin, räume ich den Non-Food-Bereich weiter auf. Non-Food, das sind Sonderwaren, die im Angebot sind. Wie z.B. Kleidung, PC und Möbel.

Am Freitag durfte ich das Lager aufräumen. Das war etwas Abwechslung für mich. Ob die nächsten zwei Wochen genau so ablaufen ist noch unklar.


Von Andrej Hahn, Konrad-Klepping-Berufskolleg Dortmund


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Ausbildung: Welche soll’s denn sein?

18. März, 2010 von redaktion

Prüfung schreiben. Schulabschluss. Und dann? Viele Schüler wissen gar nicht genau, welche Ausbildung sie wollen. Foto: dpa

Prüfung schreiben. Schulabschluss. Und dann? Viele Schüler wissen gar nicht genau, welche Ausbildung sie wollen. Foto: dpa

Wie entscheidet ist das sorgfältige Nachdenken über die Wahl des richtigen Ausbildungsberufes?

Nach einer Umfrage aus einem Auszubildendenblog sagen 34% „Nein Danke“ zu der  Frage, ob sie diese Ausbildung noch ein einmal machen würden. Dieses Ergebnis ist nicht überraschend.


Viele Schüler informieren sich nicht


Viele Schüler  wissen  gar nicht genau, was sie später ihr ganzes Leben lang mal machen wollen. Ein Großteil der zukünftigen Auszubildenden informiert sich nicht genau genug - wie z.B.  bei der Arbeitsagentur oder im Internet.

Viele Schüler kennen diese Möglichkeiten gar nicht und tapsen ins Schwarze nach dem Ausbildungsbeginn.


Die Zahl der Ausbildungsabbrecher nimmt zu. Das zeigen Statistiken der  Agentur für Arbeit. Gründe für den Abbruch  könne verschieden sein. An erster Stelle denke ich steht die Unzufriedenheit des Auszubildenden  selber, dicht gefolgt von Problemen im Betrieb, wie z.B. Mobbing.


Wechsel sorgfältig überlegen


Der Abbruch muss sorgfältig überlegt werden, denn ein Abbruch einer Ausbildung im Lebenslauf steht nicht an erster Stelle von den Eigenschaften, die ein Personalchef sehen möchte.

Ich denke, eine Ausbildung muss vollendet werden, auch wenn es nicht immer leicht fällt. Deswegen ist die Entscheidung, in welche Berufsrichtung man sich orientiert, von sehr großer Bedeutung.


Von Simon Oberkönig, Konrad-Klepping-Berufskolleg Dortmund

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Einkommen von Azubis ist gestiegen

05. Januar, 2010 von redaktion

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Viele Lehrlinge haben 2009 mehr verdient als im Vorjahr. Vielleicht ist da auch noch was fürs Sparschwein übrig. Foto: dpa

Viele Lehrlinge haben im Jahr 2009 in Deutschland mehr verdient als im Vorjahr. Die tarifliche Vergütung ist bundesweit im Schnitt um 3,7 Prozent gestiegen.

Das hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn ermittelt. Im Westen erhielten Azubis im Schnitt 679 Euro brutto im Monat - das waren 3,3 Prozent mehr als 2008. In Ostdeutschland ergab sich mit 595 Euro ein Plus von 4,9 Prozent. Damit sei der stärkste Anstieg bei den tariflichen Ausbildungsvergütungen seit 1995 verzeichnet worden.


Abstand im Tarifniveau zwischen West und Ost kleiner


Der Abstand im Tarifniveau zwischen West und Ost ist den Angaben zufolge etwas kleiner geworden: In Ostdeutschland wurden 88 Prozent der westlichen Vergütung gezahlt, zwei Prozentpunkte mehr als 2008.


Die Unterschiede sind aber immer noch deutlich: Im Osten bekamen vier von zehn Azubis (40 Prozent) weniger als 500 Euro brutto im Monat, im Westen traf das nur auf einen von zehn (9 Prozent) zu.

Mit 500 bis 749 Euro wurden 40 Prozent der Lehrlinge in Ostdeutschland vergütet, in Westdeutschland waren es 52 Prozent. Und ab 750 Euro aufwärts war das Verhältnis 21 zu 39 Prozent zugunsten der Azubis im Westen.


Binnenschiffer am besten bezhalt


Am besten bezahlt wurden den BIBB-Daten zufolge angehende Binnenschiffer: Sie erhielten bundesweit 949 Euro brutto pro Monat. Danach folgten Maurer mit einer Tarifvergütung von durchschnittlich 895 Euro im Westen und 709 Euro im Osten sowie Mechatroniker (842/821) und Industriemechaniker (838/796).

Am schlechtesten schnitten die Ausbildungsberufe Maler und Lackierer (421/388), Friseur (449/269) und Florist (460/312) ab.


Erfasst wurden die durchschnittlichen Vergütungen für 184 Berufe im Westen und 148 Berufe im Osten. In diesen Berufen werden den Angaben zufolge 88 Prozent der Lehrlinge in Deutschland ausgebildet.


Von dpa

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Wenn der Lehrbetrieb pleitegeht: Kammern helfen den Azubis

28. Dezember, 2009 von redaktion

Die kammern unterstützen Azubis, wenn der Lehrbetrieb pleite geht. Foto: dpa

Die kammern unterstützen Azubis, wenn der Lehrbetrieb pleitegeht. Foto: dpa

Wenn ein Ausbildungsbetrieb pleitegeht, haben die Lehrlinge oft das Nachsehen. Wird ihnen gekündigt, sollten sie sich schnell um eine neue Stelle kümmern.


Arbeitsagentur und Kammern helfen dabei. In der Wirtschaftskrise sind mehr Jugendliche vom unfreiwilligen Ende ihrer Ausbildung betroffen als sonst. Für Arbeitgeber gibt es nun aber auch leichter Zuschüsse, wenn sie einen Azubi aus einem Insolvenzbetrieb übernehmen.


Insolvenz des Betriebes


Die Anfragen von Jugendlichen, deren Ausbildungsvertrag wegen der Insolvenz des Betriebs gekündigt wurde, habe zugenommen, sagt Dirk Neumann vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).


Geht ein Ausbildungsbetrieb in die Insolvenz, ändert sich für Auszubildende ähnlich wie für andere Arbeitnehmer meist aber zunächst nichts, erklärt Esther Hartwich, Expertin für Bildungsrecht beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK): „In der Regel geht der Betrieb ganz normal weiter.

Der Auszubildende erhält weiter seine Vergütung und ist auch weiterhin verpflichtet, seinen Arbeitspflichten nachzukommen.“


Ernst wird es für den Lehrling, wenn ihm die Kündigung ausgesprochen wird. „Die wichtigste Regel ist, dass man als Auszubildender keine Dokumente im Zusammenhang mit der Kündigung unterschreiben sollte, bevor man sich nicht fachlichen Rat geholt hat“, sagt Neumann.


Es komme immer wieder vor, das Arbeitgeber oder Insolvenzverwalter versuchen, durch Aufhebungsverträge oder ähnliche Vereinbarungen einen Vorteil zu erlangen. „Auch bei einer Insolvenz des Ausbildungsbetriebs ist die Kündigung nur bei einem wichtigen Grund möglich“, sagt Esther Hartwich.

Vor Eröffnung des Insolvenzverfahren sei das nur bei einer Stilllegung des Betriebs möglich: „In diesem Fall kann der Auszubildende fristlos entlassen werden.“ Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens sei die Kündigung auch dann möglich, wenn ein Ausbildungsbetrieb nicht mehr möglich ist.


Erste Ansprechpartner nach der Kündigung sind die Kammern und die Arbeitsagentur. Der Azubi sollte aber möglichst auch seinen bisherigen Chef in die Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz einspannen.

Der Ausbildungsbetrieb sei zwar im Fall einer Insolvenz rechtlich nicht verpflichtet, bei der Suche nach einer neuen Ausbildungsstätte zu helfen, erklärt Esther Hartwich: „Aber natürlich sollte auch der Arbeitgeber im Rahmen seiner Möglichkeiten helfen.“


Chancen auf eine Anschlussausbildung


Ihren Erfahrungen nach gelingt es Azubis durch die Vermittlung der Kammern in der Regel recht schnell, nach der Insolvenz einen neuen Ausbildungsplatz zu finden. Die Chancen, umgehend in eine Anschlussausbildung einzumünden, hängen nicht unerheblich von der Anzahl der potenziellen Übernahmebetriebe ab“, sagt Kurt Eikemeier, Sprecher der Bundesagentur für Arbeit.


Um einen neuen Ausbildungsbetrieb für einen durch eine Insolvenz „gestrandeten“ Auszubildenden zu gewinnen, kann die Arbeitsagentur einen Ausbildungsbonus bewilligen. Dieser Zuschuss kann über die gesamte Ausbildungszeit bis zu 6000 Euro betragen.


Normalerweise wird diese Förderung nur gezahlt, wenn dadurch ein zusätzlicher Ausbildungsplatz geschaffen wurde. Im Zuge der Wirtschaftskrise wurde die Regelung aber geändert: „Auf das Kriterium kann bei Einstellung von Jugendlichen, die ihren Ausbildungsplatz wegen Insolvenz, Stilllegung oder Schließung des Ausbildungsbetriebes verloren haben, verzichtet werden“, erklärt Eikemeier.


Von dpa

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Duale Studiengänge: Zwischen Lehrbuch und Lehrling

09. Dezember, 2009 von redaktion

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Es gibt hervorragende Wege, Studium und Ausbildung zu verbinden. Foto: dpa

Praxis und Theorie sind zwei Paar Schuhe? Von wegen. Die Fachhochschule (FH) Dortmund bietet ab dem Wintersemester 2010 drei duale Studiengänge an.


Industrielles Servicemanagement, Softwaretechnik (SWT) oder doch Versicherungswirtschaft? Die Bewerber haben dann die Qual der Wahl.


Unternehmen arbeiten mit FH zusammen


Rund 30 regionale Unternehmen arbeiten mit der Fachhochschule zusammen und bieten den praktischen Teil an. Die FH sorgt dafür, dass die Theorie nicht zu kurz kommt.

Neben Fleiß und Einsatz müssen die jungen Menschen mindestens Fachhochschulreife und einen Vertrag bei einem der kooperierenden Betriebe vorlegen.

Erst dann kann man sich an der FH einschreiben und durchstarten. Doch FH-Rektor Wilhelm Schwick schickt auch mahnende Worte hinterher: „Nicht jeder ist für den dualen Studiengang gemacht. Wir haben einen hohen Anspruch. Es ist viel Engagement gefragt.“

 

Den enormen Zeitaufwand solle man nicht unterschätzten. Nebenbei „jobben“ sei nicht möglich und nötig. Denn: Der Betrieb zahlt entweder Bafög oder das 3. Lehrjahrgehalt.


"Abbrecher-Statistik":  Gute Bedingungen wirken sich aus


Dazu übernimmt das Unternehmen noch die anfallenden Studiengebühren. Die guten Bedingungen wirken sich auch in der „Abbrecher-Statistik“ aus. Beispiel Industrielles Servicemanagement: Bei einem normalen Studiengang liegt die Abbrecher-Quote bei 30% bis 40%. Beim dualen Studiengang liegt die Quote bei unter 10%.

Diese Zahlen belegen, dass man Praxis mit Theorie sehr gut verbinden kann. Also ran an die Bewerbung und los geht’s. Denn schon jetzt ist die Nachfrage nach den Studienplätzen gewaltig.


Weitere Infos unter:
 » www.fh-dortmund.de


Von Daniel Müller


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  • Sommer am Phoenix-See - so kam das Wasser in die ehemalige Industriebrache. ticker4u.de/blog/2011/06/am-phoenix-see-ein-ort-zum-leben/
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