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Stadtrundgang: Hingucken lohnt sich

02. August, 2010 von annedeventer

IHK-Geschäftsführer Ulf Wollrath nahm die Jugendredaktion auf eine spannende Tour durch die City mit. Foto: Hagemeister

IHK-Geschäftsführer Ulf Wollrath nahm die Jugendredaktion auf eine spannende Tour durch die City mit. Foto: Hagemeister

Die Innenstadt ist das Aushängeschild. Sie charakterisiert eine Stadt. Sie ist der zentrale Treffpunkt. Und als Tourist schlendert man besonders interessiert durch die City. Doch wie sieht es mit der eigenen Stadt aus? Dort eilt man oft sehr unaufmerksam durch die Straßen. Ganz einfach, weil man meint, schon alles zu kennen.


Beim Stadtrundgang mit Ulf Wollrath, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, haben die Jugendredakteurinnen Carina Lapsien und Anne Deventer Dortmund ganz neu entdeckt. Der Fachmann erklärte, wie sich die Stadt mit der Zeit verändert hat und worauf geachtet werden muss, wenn zum Beispiel neue Gebäude entstehen.


Riesige Baustelle

Unsere Stadtführung beginnt am Pressehaus der Ruhr Nachrichten in der Potgasse. Direkt vor der Tür befindet sich eine riesige Baustelle. Hier entsteht die Thier-Galerie, ein ca. 33 000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum, das im Herbst 2011 eröffnen soll.


Der IHK ist bei der Planung des Shoppingcenters besonders wichtig, dass die Einzelhändler in der Innenstadt nicht unter der neuen Konkurrenzsituation leiden müssen. Daher gibt es bestimmte Auflagen für die Einzelhandelssortimente, die in dem Einkaufszentrum angeboten werden dürfen.

Insgesamt müssen bei der kompletten Stadtplanung Regeln befolgt werden, um ein schönes und einheitliches Stadtbild zu erhalten. Gebäude dürfen nicht zu hoch oder zu niedrig sein. Und sie müssen eine ansprechende, moderne Fassade haben.


Platz zum Entspannen

 


Weiter geht’s zur Kampstraße. Ulf Wollrath berichtet, dass dort ein Bereich zum Entspannen und Kommunizieren entstehen soll – mit vielen Pflanzen, Brunnen und Spielflächen für Kinder, quasi als Ausgleich zum konsumorientierten Westenhellweg.


Eine Innenstadt definiert sich nämlich nicht nur dadurch, dass sie zum Shoppen einlädt, sie muss auch bunt gemischt sein und die verschiedenen Bedürfnisse aller Menschen erfüllen. Kinder wollen spielen, ältere Menschen brauchen eine Sitzgelegenheit, und nach ausgiebigen Shoppingtouren möchte jeder gerne etwas entspannen.


Mittelalterliche Stadtmauer

Auf dem Weg zur Brückstraße erzählt Ulf Wollrath dann, dass die Dortmunder City im Mittelalter das Stadtgebiet Dortmunds umfasste. Damals war Dortmund von einer Stadtmauer entlang des heutigen Wallrings begrenzt. Der historische Stadtgrundriss ist also heute noch erkennbar.


Wir kommen ins Brückstraßenviertel. Es fällt sofort auf: Hier sind besonders viele junge Leute unterwegs, viele Kulturen, ein buntes Treiben.

Das Image der Brückstraße hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Sie ist mit ihren kultigen Geschäften und kleinen Cafés der In-Treffpunkt für Jugendliche in Dortmund geworden. Auch das Konzerthaus wurde bewusst in der Brückstraße gebaut, um die Kultur im Viertel noch weiter zu gewichten.

Das Dortmunder U ist ein weiterer Standort, der in den nächsten Jahren viel Veränderung bringen wird. Die Videoinstallation belebt Dortmund bereits jetzt. Wenn man in den Bahnhof einfährt, sieht man die tänzelnden Tauben oder andere Animationen. Und das Wahrzeichen von Dortmund entwickelt sich immer weiter: Im einstigen Kellereihochhaus der Dortmunder Union-Brauerei ist ein Zentrum für Kunst und Kreativität entstanden, das in Zukunft noch viele Überraschungen bieten wird.

Stadtplanung mit System

Am Ende der Stadtführung sind wir überrascht, an wie vielen Gebäuden und Plätzen wir täglich vorbei laufen, ohne dass uns etwas Besonderes auffällt.

Wir haben nun eine neue Sicht auf die Innenstadt bekommen und wissen, dass hinter der Stadtplanung System steckt und alles so gut wie möglich auf die Bedürfnisse der Stadtbewohner abgestimmt wird. Und wir haben gelernt, dass es sich lohnt, genauer hinzusehen.

Von Carina Lapsien und Anne Deventer

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Kategorien: Demokratie, Politik


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