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Nordsternmarsch: Kinder kämpfen für schöneren Stadtteil

11. Dezember, 2009 von redaktion

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Mehr Kinder als erwartet protestierten für eine schönere Nordstadt. Foto: Schaper

Da hatten die Veranstalter des Nordstadt-Sternmarsches offensichtlich genau den Nerv getroffen: Mit 1000 Teilnehmern an der Protestbewegung hatten sie gerechnet, rund 2000 (Polizeischätzung) engagierte Bürger aus zig Nationen zogen gestern tatsächlich vor das Rathaus.

Selbst das schlechte Wetter konnte die Menschen nicht davon abhalten, ihrem Ärger und ihrer Empörung über die Zustände in ihrem Stadtbezirk Luft zu machen.


"Im Dunkeln ist es richtig unheimlich"


„Wenn man in der Brunnenstraße entlanggeht, dann stehen da überall Leute rum, die sich besaufen. Da weiß man nie, was passiert. Im Dunkeln ist das richtig unheimlich“, meint Justyna Szabelma, Schülerin der Hauptschule in der Landwehr, die mit ihrem siebenjährigen Bruder mit marschierte. Die hübsche 17-Jährige wünscht sich, dass „nicht mehr so viele Penner überall rumhängen“.


Aisha (14), Jasmin (15) und andere Schüler der Hauptschule Lützow erleben immer wieder den Drogenhandel vor der eigenen Schultür. „Fast jeden Tag“, sagen sie.


Schulpflegschaften der zwölf Nordstadt-Schulen


Auf diese und andere Fehlentwicklungen wollten die Schulpflegschaften aller zwölf Nordstadtschulen und die Elternräte der Kindergärten und Kindertageseinrichtungen vor der gestrigen Ratssitzung aufmerksam machen. Und ihre Forderungen an Politik und Verwaltung unterstreichen.


„Wir wollen, dass sich die Kinder in der Nordstadt frei bewegen können. Wir wollen, dass die Kinder im Vordergrund stehen und nicht die Randgruppen wie Drogensüchtige, Alkoholiker und Prostituierte“, so die Organisatorin Kirsten Gilakis, Schulpflegschafts-Vorsitzende der Grundschule Kleine Kielstraße.

„Es wird ja immer gesagt, in der Nordstadt gibt es keine Eltern, die sich kümmern“, so die SPD-Stadtbezirksvorsitzende für die Nordstadt, Dr. Marita Hetmeier, „hier sieht man, dass das nicht stimmt.“ 


Von Bettina Kiwit

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Kategorien: Politik, Und sonst noch, Welt verändern


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